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FUSSBALL: Mindestens ein Heiliger

Nach dem 3:2-Siegtor von Lionel Messi bei Real Madrid stimmt die spanische Presse ein Loblied auf den Superstar von Barcelona an. Höchste Anerkennung erhält der Argentinier auch von seinem Trainer.
Irina Gnep (sid), Madrid
Lionel Messi ist laut seinem Trainer Luis Enrique schlicht «der beste Spieler der Geschichte». (Bild: Susana Vera/Reuters (Madrid, 23. April 2017))

Lionel Messi ist laut seinem Trainer Luis Enrique schlicht «der beste Spieler der Geschichte». (Bild: Susana Vera/Reuters (Madrid, 23. April 2017))

Irina Gnep (SID), Madrid

sport@luzernerzeitung.ch

Mit versteinerter Miene stellte sich Lionel Messi vor die Real-Kurve im legendären Estadio Santiago Bernabeu und reckte provokant sein Trikot in die Höhe. La Pulga, der Floh, genoss den Augenblick des Triumphes in der Höhle des Löwen in vollen Zügen. Kurz zuvor hatte der argentinische Superstar des FC Barcelona im Clásico beim Erz­rivalen Real Madrid seinen grossen Auftritt. Mit der letzten Ballberührung des Spiels erzielte der 29-Jährige das entscheidende Tor zum 3:2 (1:1), sein 500. Pflichtspieltor für die Katalanen.

Mit dieser historischen Marke sorgte Messi nicht nur dafür, dass die Katalanen nach einer schwierigen Saison noch vom Happy End träumen dürfen, sondern er stahl auch allen anderen Superstars auf dem Platz die Show. Die Zeitung «Sport» brachte ein ganzseitiges Bild und titelte: «San Messi» (heiliger Messi). «Mundo Deportivo» schrieb von einer Ekstase, und für die Zeitung «As» war das Spiel im Bernabeu «das beste Spektakel auf der Welt». Die hoch ange­sehene Pariser Sportzeitung «L’Equipe» fasste das Superduell des spanischen Fussballs so zusammen: «Messi setzt Real ausser Gefecht.»

«Der einflussreichste Faktor im Fussball»

Durch den ersehnten Auswärtserfolg verdrängte Barça fünf Spieltage vor dem Saisonende die punktgleichen Königlichen (75 Zähler) von der Tabellenspitze. Jedoch hat Real ein Spiel weniger absolviert und geht somit mit einem kleinen Vorteil in die entscheidende Phase des Titelrennens. «Es gibt tausend Faktoren, die den Fussball beeinflussen, Messi ist der einflussreichste», schrieb die spanische Sportzeitung «Marca». «As» kommentierte: «Messi ist der Beste, der beste Spieler der Welt. Der gesamte Globus weiss, dass die Nummer 10 Barças nicht zu übertreffen ist, trotz der Härte von Ramos und Casemiro.»

Dies sieht auch der scheidende Barça-Coach so. «Er ist für mich der beste Spieler der Geschichte, und ich habe viele Fussballer gesehen», sagte Luis Enrique über Messi: «Im modernen Fussball, wo alles physisch und taktisch besser ist, macht er immer noch den Unterschied.» Das 500. Tor im Trikot des FC Barcelona sei für Messi und alle Fans ein «unvergesslicher Moment», sagte Enrique, «auch, weil er damit den Clásico entschieden hat.»

In einer dramatischen Partie war Doppeltorschütze Messi der überragende Akteur. Weltfussballer Cristiano Ronaldo, der zuletzt im Champions-League-Viertelfinal fünf Tore in zwei Partien gegen Bayern München erzielt hatte, blieb weitestgehend blass. Mittelfeldmotor Casemiro (28.) hatte Madrid in Führung gebracht, nur fünf Minuten später egalisierte Messi für Barcelona. Nach einem Traumtor des ehemaligen FC-Basel-Spielers Ivan Rakitic (73.) aus 18 Metern glich James Rodriguez (85.) drei Minuten nach seiner Einwechslung erneut aus. Zuvor hatte Madrids Kapitän Sergio Ramos (77.) nach einem groben Einsteigen gegen Messi zu Recht die rote Karte gesehen. Das Siegtor erzielte Messi in der vierten Minute der Nachspielzeit. «Es gab keinen besseren Ort, um sein 500. Tor für Barça zu erzielen. Was für ein Fussballspektakel, jetzt wird es noch mal richtig spannend im Kampf um die Meisterschaft», schrieb «El Mundo Deportivo». Nach dem Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin wahrte Barcelona zudem die Chance auf das Titel-Double. Im nationalen Pokal steht am 27. Mai das Endspiel gegen Deportivo Alavés an.

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