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FUSSBALL: Mit dem Kopf bereits in Basel?

Luzern muss am Sonntag (13.45) beim Schlusslicht Lausanne einen Pflichtsieg erringen. Trainer Carlos Bernegger warnt aber vor der «täuschenden Tabelle».
Daniel Wyrsch
Am 26. Oktober 2013, beim 1:0-Sieg in Lausanne, spielte Xavier Hochstrasser (links, im Zweikampf mit Patrick Ekeng) zum letzten Mal über 90 Minuten. (Bild: Keystone/Martial Trezzini)

Am 26. Oktober 2013, beim 1:0-Sieg in Lausanne, spielte Xavier Hochstrasser (links, im Zweikampf mit Patrick Ekeng) zum letzten Mal über 90 Minuten. (Bild: Keystone/Martial Trezzini)

Carlos Bernegger (45) erwartet von seiner Mannschaft am Sonntag in Lausanne die Bestätigung. Der FC Luzern muss zeigen, dass der 1:0-Heimsieg vom letzten Sonntag gegen den FC Zürich «kein Zufall gewesen ist», wie sich Bernegger ausdrückt.

Der FCL-Trainer kennt die Gefahren, die seinem Team lauern. Das grösste Ablenkungsmanöver könnte der Cup-Halbfinal vom nächsten Mittwoch beim FC Basel sein. Einer der möglichen Saisonhöhepunkte. Deshalb betont Bernegger: «Ich möchte, dass wir nur Lausanne im Kopf haben. Nach unserem Start in die Rückrunde sind wir gut beraten, Spiel um Spiel zu nehmen.»

Doch irgendwie scheint es, ist auch Bernegger nicht überzeugt, dass dies seinem nicht gerade als charakterfest bekannten Team leicht fällt. «Je mehr man darüber spricht, je mehr wird klar, dass es menschlich ist, wenn dieser Cup-Match irgendwo im Hinterkopf ist.»

Allerdings weiss Bernegger, dass es nicht reicht, wenn sein Team auf der Pontaise nicht mit der ganzen Konzentration bei der Sache ist. Denn das Spiel ist für die Waadtländer noch wichtiger als für die Gäste aus der Zentralschweiz. Im Abstiegskampf muss ein Sieg her. Elf Runden vor Schluss hat Lausanne neun Punkte Rückstand auf das zweitletzte Sion. Die Walliser spielen bereits heute Samstag (19.45) in Aarau.

Hauptprobe für den Cup-Halbfinal

Die Luzerner könnten die heikle Aufgabe in Lausanne auch pragmatisch ansehen. Quasi als Hauptprobe für den Cup-Halbfinal im St.-Jakob-Park. Denn es kommt wohl schon am Genfersee zu einer Art Cupfight. Wie bei den Waadtländern, die unbedingt gewinnen wollen, um den Anschluss an Sion nicht zu verlieren, herrscht auch in der Klubführung und bei den Anhängern des FCL die Meinung vor, dass man das sonntägliche Spiel gewinnen muss. Gründe dafür gibt es genügend: Lausanne-Sport ist klarer Tabellenletzter, Luzern hat alle drei Spiele dieser Saison gegen Lausanne ohne Gegentor gewonnen (2:0 und 1:0 in der Liga, 2:0 im Cup-Viertelfinal). Will man in die Europa League, ist es Pflicht, dort drei weitere Punkte zu holen. Doch Bernegger warnt davor, das Schlusslicht zu unterschätzen. «Der Blick auf die Tabelle ist gefährlich, er gibt ein täuschendes Bild ab.» Der Coach weist auf die letzten zwei Spiele der Lausanner hin. «Sowohl gegen GC wie gegen Thun haben sie unglücklich in der Nachspielzeit je einen Gegentreffer hinnehmen müssen.» Darum verpassten sie in Zürich ein Remis und gaben in Thun Sekunden vor dem Abpfiff einen Sieg aus der Hand. «Mit diesen starken Auftritten haben sie aber bewiesen, dass die Mannschaft lebt.»

Unangenehme Reise verhindern

Bernegger impft seinen Schützlingen denn auch ein, «konsequent zu spielen, sonst werden wir keine angenehme Rückreise haben». Die Erinnerungen an den Sonntag vor 14 Tagen dürften bei ihm noch sehr präsent sein, als er – notabene an seinem 45. Geburtstag – nach einer 2:3-Niederlage rund drei Stunden im Mannschafts-Car aus Sion heimfahren musste. Morgen dauert die Rückfahrt eine Stunde weniger lang, aber die fünfte Niederlage im achten Rückrundenspiel würde dem leidenschaftlichen Fussballlehrer die Stimmung gewaltig vermiesen. Es ist für Bernegger zu hoffen, dass die Profis auf dem Platz ihre Verantwortung und ihren Einfluss aufs Resultat wahrnehmen.

Zum Beispiel Xavier Hochstrasser, der anstelle des erneut gesperrten Florian Stahel als rechter Verteidiger spielt. Oder Alain Wiss. Der Ur-Luzerner wird wohl nach der abgesessenen Sperre gegen den FCZ wieder zum Zug kommen.

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