FUSSBALL: Niederlage nach dominantem Start

Baar unterliegt im Heimspiel gegen Zug 94 II mit 1:3 Toren. Zwei ehemalige Baarer Junioren schossen für Zug die siegsichernden Treffer.

Martin Mühlebach
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Trotz Torjubel nach 11 Minuten unterlag der FC Baar mit 1:3. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 31. März 2018))

Trotz Torjubel nach 11 Minuten unterlag der FC Baar mit 1:3. (Bild: Werner Schelbert (Baar, 31. März 2018))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

In der 61. Spielminute liess der zuvor sicher agierende Baarer Keeper Kerim Badertscher einen scharf geschossenen Ball nach vorne abprallen. Fatlum Sylejmani, der agile Stürmer von Zug 94 II, nutzte das kurze Tohuwabohu vor dem Tor eiskalt aus und erzielte die 2:1-Führung zu Gunsten der Gäste. Der ehemalige Junior und Fanionspieler der Platzherren gestand: «Es ist einfach geil, dass ich gegen meine ehemaligen Teamkollegen den Treffer zu erzielen vermochte, der unseren Sieg einleitete.»

Die Freude des Fatlum Sylejmani war verständlich. Der FC Baar, der in der 11. Minute durch ein Kopfballtor von Qendrim Kralani 1:0 in Führung ging, hatte den unangefochtenen Tabellenzweiten der 3.-Liga-Gruppe 1 nämlich lange Zeit im Griff.

Die von Trainer Antonio Bozzi unentwegt angetriebenen Platzherren überzeugten in der 1. Halbzeit mit einem druckvollen Pressing und einem schnellen Umschaltspiel. Die Stadtzuger, die kaum für Gefahr im Baarer Strafraum zu sorgen vermochten, waren gut bedient, dass sie zur Pause mit nur einem Treffer zurücklagen. Bozzi bemerkte zu Recht: «Meine Mannschaft hat in den ersten 45 Minuten ein gutes Spiel abgeliefert.» Genauso treffend analysierte er nach dem Abpfiff: «In den ersten 10 Minuten nach dem Seitenwechsel liefen wir zu wenig, und wir liessen das zuvor erfolgreich angewandte Pressing vermissen.» Die Bestrafung liess nicht lange auf sich warten. In der 52. Minute köpfelte Alex Halef den Ball zum 1:1- Ausgleich in die Maschen. Baar legte daraufhin wieder einen Zacken zu, aber den Angriffsbemühungen fehlte die nötige Präzision und Entschlossenheit, um die gut organisierte Gästeabwehr aushebeln zu können. Und als Kreshnik Nurqaj Zug 94 in der 75. Minute mit 3:1 Toren in Front schoss, war der Sieg des Tabellenzweiten Zug 94 II in trockenen Tüchern. Kreshnik Nurgaj, wie Fatlum Sylejmani ein ehemaliger Baarer Junior, feierte seinen erfolgreichen Torschuss mit geballter Faust vor der Baarer Ersatzbank.

Er gestand hinterher: «Mein überbordender Torjubel glich einer Provokation.» Glaubhaft schob er nach: «Besnik Reci, unser Trainer, hat uns in der Halbzeitpause tüchtig zusammengestaucht. Er verlangte von uns eine klare Leistungssteigerung. Als mir der spielentscheidende Treffer glückte, konnte ich meine Emotionen einfach nicht mehr unter Kontrolle halten. Nach dem Abpfiff habe ich mich dafür entschuldigt.»

Baar kann neue Saison planen

Mit einem Sieg hätte Baar bis auf 3 Punkte zum Tabellenzweiten Zug 94 II heranrücken können. Nach dem verlorenen 6-Punkte-Spiel liegt die Lättich-Elf nun 9 Punkte hinter den Stadtzugern zurück. Im Klartext heisst das wohl, dass Baar bereits jetzt die neue Saison planen kann.