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FUSSBALL: Nottwil startet zur Aufholjagd

Genau so hat man sich den 2.-Liga-Rückrundenstart beim FC Nottwil vorgestellt: Das Team von Hasan Özoglu besiegt den FC Willisau 3:0 und bläst zur Aufholjagd.
Ruedi Vollenwyder
Der Nottwiler Kevin Koch (rechts) gewinnt das Kopfballduell gegen den Willisauer Leonard Krasniqi.

Der Nottwiler Kevin Koch (rechts) gewinnt das Kopfballduell gegen den Willisauer Leonard Krasniqi.

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Die Szene kurz nach Spielende spricht Bände: Vasko Ostojic, der Abwehrorganisator beim FC Willisau, trottet mit sich selbst redend und ungläubig den Kopf schüttelnd vom Nottwiler Bühlwäldli-Spielfeld. Nicht ohne Grund, denn sein FC Willisau zeigte gegen den Tabellenletzten Nottwil eine desolate Leistung. 0:3 (0:2) ging das Team vom Trainerduo Roger Felber/Gody Bühler gegen einen kampfstarken Gegner unter.

Der Untergang zeichnete sich schon früh ab. In der 6. Minute spekulierte Michael Peter auf einen als Befreiungsschlag gedachten weiten Ball richtig. Er lief, trotz «schweren Militärbeinen», wie er erklärt, der aufgerückten Willisau-Abwehr auf und davon und liess Goalie Philip Bolliger keine Abwehrchance. Nach einer halben Stunde profitierte der gleiche Spieler von einem Missverständnis zwischen dem Goalie und einem Abwehrspieler und brauchte den Ball, von Christian Estermann zugespitzelt, nur noch einzuschieben – 2:0. «Wenn man dem Gegner solche Chancen eröffnet, dann muss man sich nicht wundern, wenn der Schuss hinten hinausgeht», monierte Wil­lisaus Trainer Roger Felber zerknirscht. Seine Analyse mit anderen Worten: «Wir haben praktisch zwei Eigentore kreiert und so unsere Niederlage ein­geleitet.» Willisau fand, auch wegen der sehr aggressiven Spielweise der Nottwiler, überhaupt nie ins Spiel.

Willisauer erwarten harte Trainingseinheiten

Das Team von Trainer Hasan Özoglu hat es verstanden, den Spielfluss der technisch sicher viel besser bestückten Willisauer mit hartnäckigem Forechecking zu unterbinden. Roger Felber war denn auch zutiefst über das Auftreten seiner Mannschaft enttäuscht. «Es ist die Realität. Auch wenn du gegen einen Tabellenletzten spielst, wird dies zu keinem Selbstläufer. Man muss zu hundert Prozent parat sein. Und das waren wir nicht.» Und legt nach: «Nottwil hat sich diese drei Punkte redlich verdient. Meine Spieler hingegen müssen sich auf ungemütliche Trainingslektionen einstellen ...»

Nottwil brachte diesen 2:0- Vorsprung im zweiten Abschnitt der intensiven, technisch aber auf bescheidenem Niveau gespielten Begegnung ohne grosse Mühe über die Runde. Die recht kompakt auftretende Defensive liess dem harmlosen Willisauer Drei-Mann-Sturm praktisch keine Torchance zu. In der Nachspielzeit konnte Nottwil dank einem Foulpenaltytor durch Arian Bislimi gar noch das 3:0 gutschreiben lassen.

Doppeltorschütze Michael Peter war denn nach der Partie auch locker drauf. «Dank diesem Sieg, den wir mit einer kompakten Mannschaftsleistung auch verdient haben, beginnt unsere Aufholjagd. Ich bin überzeugt, dass wir die rote Laterne bald abgeben können», versprüht der Landschaftsgärtner grossen Optimismus. Der Stürmer, der die weiten Zuspiele in die Spitze liebt und dank seiner Schnelligkeit und Beharrlichkeit auch viele Bälle erobert, stellte die pomadig wirkende Willisauer Abwehr mehr als einmal vor prekäre Situationen. Er meint: «Das eine oder andere Tore mehr wäre schon noch möglich gewesen.»

Ganz klar, dass sich Nottwils Trainer Özoglu über diesen nicht unbedingt erwarteten Startsieg riesig freute. «Auf diesen zweiten Saisonsieg hin haben wir in der Vorbereitung, die mit einem Trainingslager in Lloret de Mar abgerundet wurde, hart hingearbeitet und sind für unser Engagement endlich einmal belohnt worden. Sicher kam das frühe Führungstor unserer Spielweise entgegen. Doch auch danach hatte mein Team das Spielgeschehen im Griff.» Mit dieser geschlossenen und kämpferisch hervorragenden Teamleistung hat der FC Nottwil den Grundstein für die Mission Ligaerhalt gelegt.

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