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FUSSBALL: Obergeissenstein verhindert Sarner Aufstiegsfeier

2.-Liga-Leader FC Sarnen verliert gegen den Aufsteiger Obergeissenstein zu Hause mit 1:2. Die Stadtluzerner schaffen den Ligaerhalt, die Obwaldner verpassen die vorzeitige Promotion.
SC-OG-Torschütze Reto Albisser (rechts) lässt den Sarner Maximiano Costa aussteigen. (Bild: Nadia Schärli (Sarnen, 19. Mai 2017))

SC-OG-Torschütze Reto Albisser (rechts) lässt den Sarner Maximiano Costa aussteigen. (Bild: Nadia Schärli (Sarnen, 19. Mai 2017))

Beim FC Sarnen muss man sich langsam, aber sicher Gedanken machen, ob der seit drei Spieltagen kühlgestellte Champagner aufgrund des Ablaufdatums noch länger gelagert werden kann. Denn der sofortige Wiederaufstieg in die 2. Liga inter ist schon längst angerichtet. Doch das Remis (2:2) gegen Gunzwil sowie die beiden Niederlagen gegen Altdorf (1:2) und Aufsteiger Obergeissenstein (1:2) verhinderten, dass das Team um Trainer Ricardo Pereira die Promotion vorzeitig feiern kann.

Pereira ärgerte sich denn auch am späten Freitagabend gewaltig über die 1:2-Heimniederlage. «Ich bin bitter enttäuscht. Diese Teamleistung kann und will ich nicht akzeptieren», monierte der Sarner Trainer. Ganz anders tönt es bei OG-Trainer Micha Egli: «Bis auf die Startviertelstunde hat mein Team ein sehr gutes Spiel abgeliefert, ich bin stolz auf meine Mannschaft. Mit diesem Sieg beim Leader haben wir unser Saisonziel, den Liga­erhalt, definitiv gesichert.»

Albisser bestraft Sarner Passivität

Sarnen startete furios, setzte die Stadtluzerner in den ersten Minuten mächtig unter Druck. Glück für Obergeissenstein, dass Dominic Ineichen in der 5. Minute statt ins Tor nur den Pfosten traf. Doch Sarnen gelang es nicht, aus dieser Überlegenheit Kapital zu schlagen. Im Gegenteil: Sarnens Hintermannschaft patzte in der 26. Minute, liess Reto Al­bisser an der Strafraumgrenze kampflos gewähren. Er liess sich nicht zweimal bitten, brachte seine Farben mit einem platzierten Weitschuss 1:0 in Front.

Die Gäste spielten nach dieser Führung nun frech nach vorne. Und diese Selbstsicherheit zahlte sich kurz vor der Pause aus. Der 20-jährige Nick Illi, ein Mann für die Standards, zog einen Freistossball genau auf den Kopf von Abwehrspieler Christian Mutter, der Sarnen-Goalie Norbert Sigrist zum zweiten Mal überlistete.

Im zweiten Spielabschnitt nahmen die Obwaldner – wohl nach einer Pausenpredigt von Trainer Pereira – das Spielgeschehen wieder in die Hand. Doch mehr als zwei, drei gute Torchancen erspielte sich das Heimteam gegen die erfrischend aufspielenden und in der Deckung konsequent stehenden Luzerner nicht. Der 1:2-Anschlusstreffer durch Lukas Koch in der Nachspielzeit bedeutete lediglich noch Resultatkosmetik.

Ein Team feiert nach dem Spiel dennoch

Klar, dass die Spieler des Aufsteigers diesen nicht unbedingt erwarteten Sieg gebührend feierten. «Es ist einfach nur schön, wenn man den Leader besiegt», meinte Nick Illi, der die zweite Saison beim SC OG spielt, mit einem Grinsen im Gesicht. «Wir konnten erstmals in dieser Saison ohne Druck aufspielen, das hatte eine befreiende Wirkung auf unser Spiel. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und daher verdient gewonnen. Jetzt wird der Liga­erhalt so richtig gefeiert.»

Die Aufstiegsfeier musste am Freitagabend beim FC Sarnen ein weiteres Mal vertagt werden – auch wenn die Promotion rein rechnerisch so gut wie feststeht, da die Obwaldner auch punkto Strafpunkte den Bestwert in der Liga aufweisen. Ricardo Pereira erwartet nun in den beiden letzten Partien gegen Küssnacht (a) und Nottwil (h) von seinen Mannen eine Reaktion. Denn der Sarnen-Trainer hat neben dem Aufstieg noch eine zweite Mission: «Wir wollen unsere starke Saison mit dem 2.-Liga-Regionalmeistertitel belohnen.»

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Telegramm, Resultate und Tabelle auf Seite 42.

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