FUSSBALL: Personalauffrischung beim Start von Petkovic

Zwei Monate nach dem WM-Out eröffnete Vladimir Petkovic seine Nationalteam-Ära. Zusammen mit dem neuen SFV-Selektionär rückten auch mehrere Vertreter der nächsten Schweizer Spieler-Generation in Feusisberg ein.

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Der Augsburger Keeper Marwin Hitz (26) steht den Journalisten Red und Antwort. (Bild: Keystone)

Der Augsburger Keeper Marwin Hitz (26) steht den Journalisten Red und Antwort. (Bild: Keystone)

Pajtim Kasami, links, und Admir Mehmedi erscheinen zum Zusammenzug der Schweizer Fussball Nationalmannschaf beim Teamhotel in Feusisberg. (Bild: Keystone)
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Valentin Stocker, links, und Johan Djourou (Bild: Keystone)
Valon Behrami, rechts, verabschiedet sich von seinem Vater. (Bild: Keystone)
Haris Seferovic (Bild: Keystone)
Roman Bürki (Bild: Keystone)
Admir Mehmedi (Bild: Keystone)
Gelson Fernandez beim Teambus (Bild: Keystone)
Yann Sommer ist die neue Nummer 1 in der Schweizer Nati. (Bild: Keystone)
Xherdan Shaqiri (Bild: Keystone)
Granit Xhaka (Bild: Keystone)
Neo-Natispieler Silvan Widmer (Bild: Keystone)
Loris Benito ist neu im Kreis der Nationalmannschaft. (Bild: Keystone)
Marwin Hitz beantwortet Fragen der Journalisten. (Bild: Keystone)

Pajtim Kasami, links, und Admir Mehmedi erscheinen zum Zusammenzug der Schweizer Fussball Nationalmannschaf beim Teamhotel in Feusisberg. (Bild: Keystone)

Ein bisschen Frischluftzufuhr tue dem Nationalteam gut, befand Petkovic am Tag seiner ersten Kader-Nominierung. Neben den 18 Teilnehmern der Endrunde in Brasilien berief er für den Start zur EM-Qualifikation gegen England zwei Rückkehrer (Frei und Kasami) und drei Neulinge - den Augsburger Keeper Marwin Hitz (26) sowie die beiden vielversprechenden Verteidiger-Talente Loris Benito (22) und Silvan Widmer (21).

«Auf diesen Parkplatz zu fahren, den man natürlich schon lange kennt, tut schon sehr gut», meldete Benito unmittelbar nach seiner Ankunft in Feusisberg. Der «Backup» für den Wolfsburger Ricardo Rodriguez hielt sich mit der persönlichen Zielsetzung beim Einstand selbstredend zurück: «Es geht in erster Linie einmal darum, mich hier einzuleben, das Team und den Trainer kennen zu lernen.» Widmer äusserte sich im gleichen Stil: «Klar versuche ich, mich aufzudrängen. Aber die Neuen beginnen bei null.»

Oben angekommen

Benito überraschte vor wenigen Wochen mit dem Aufstieg zum portugiesischen Europacup-Finalisten Benfica Lissabon, Widmer ist am Sonntag mit Udinese bereits zur zweiten Serie-A-Saison gestartet. Benito verliess die Schweiz als Stammspieler von Cupsieger FC Zürich, sein früherer Kantonsschulkollege riskierte als Aarauer Challenge-League-Spieler einen eigentlichen Quantensprung.

Angekommen sind die beiden langjährigen Copains und selbstbewussten U21-Internationalen nun am gleichen Tag im Camp der A-Nationalmannschaft. Sie werden sich im gemeinsamen Zimmer im Team-Hotel ein paar spannende Anekdoten der letzten Monate zu erzählen haben. Benito tauchte in Portugal in eine neue Welt ein: «Der Kampf um die Plätze ist hart, jedes einzelne Training ist unheimlich intensiv.»

«Problem behoben»

25 teils hoch bezahlte Stars kämpfen beim zweifachen Meistercupsieger um einen Platz in der Startaufstellung. Benito wähnte sich während der Vorbereitung lange auf gutem Weg in den engeren Kreis. In sieben von neun Testspielen kam der linke Aussenverteidiger zum Zug - bis er sich in England im Bereich der Ferse verletzte. In den ersten drei Runden gehörte er deswegen nicht zum Aufgebot. «Das Problem ist behoben, seit einer Woche trainiere ich wieder normal mit.»

Widmer ist weiter. Er hat sich mit den internationalen Gepflogenheiten arrangiert und sich schon im ersten Jahr in einem Feld von rund 40 internen Konkurrenten behauptet. Er hat sich als knapp 20-Jähriger für die harte italienische Schule entschieden. «Das zahlt sich heute aus. Das Aufgebot für die Nationalmannschaft ist in gewisser Weise auch ein Teil des Lohns», blickt Widmer zurück. Behutsam tastete er sich vor. Inzwischen schätzen sie seine Dynamik im früheren Klub von SFV-Captain Gökhan Inler.

Seit der frühere Inter-Ausbildner Andrea Stramaccioni übernommen hat, gehört der Schweizer im 3-5-2-System im rechten Couloir zum Stamm. Für ihn ist der Auftakt gut verlaufen. Im Cup qualifizierte sich der Tabellen-13. der letzten Saison problemlos für die nächste Runde, im Championat siegte er gegen Empoli 2:0. «Ich kam zweimal 90 Minuten zum Einsatz. Der Fahrplan stimmt.»

Sven Schoch (Si), Feusisberg