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FUSSBALL: Remo Stierli verlässt den FC Ägeri

Der Trainer kehrt zu seinem vorherigen Verein Zug 94 zurück. Auch in Cham und Steinhausen stehen Wechsel an der Seitenlinie bevor. Der Rück- und Ausblick der Zuger Zweit- und Drittligisten.
Martin Mühlebach

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

2. Liga: FC Ägeri (Platz 5)

Elf Siege, vier Unentschieden und sieben Niederlagen – so lautet die insgesamt erfreuliche Saisonbilanz des FC Ägeri. Dem in der Sommerpause neu verpflichteten Trainer Remo Stierli gelang es, ein mehrheitlich aus jungen Spielern bestehendes Team zu formen, das als verschworene Einheit auftrat. Um den vom Verein zum Saisonziel proklamierten Ligaerhalt musste zu keinem Zeitpunkt gebangt werden. Ebenso erfreulich ist, dass praktisch jeder einzelne Spieler und somit das ganze Team erfreuliche Fortschritte gemacht hat in spiele­rischer und taktischer Hinsicht. Stierli verdient für seine hervorragend geleistete Arbeit Aner­kennung und Respekt.

Nach seinen Vorstellungen und Wünschen betreffend die kommende Saison befragt, lässt Stierli eine Bombe platzen: «Ich werde als Chef Préformation zum Team Zugerland wechseln. Diese Aufgabe reizt mich, zumal ich mich als Ausbildungstrainer sehe und schon vor dem Wechsel zu Ägeri beim Team Zugerland tätig war.» Da ihm der «gut geführte» FC Ägeri ans Herz gewachsen sei, werde er dem Verein aber noch bis auf weiteres mit Rat und Tat zur Seite stehen, versichert Stierli. Mike Waltens­pühl, der Vizepräsident des FCÄ, sagt: «Wir bedauern den Wegzug von Remo, der unsere erste Mannschaft mit viel Herzblut trainiert und gecoacht hat. Wer seine Nachfolge antreten wird, wissen wir zurzeit noch nicht. Sicher ist einzig, dass der neue Trainer gerne mit jungen Spielern arbeiten und gewillt sein muss, diese zu fördern und zu fordern.»

3. Liga: Cham II (Aufstieg)

Trainer Marco Spiess krönt seine vierjährige Trainertätigkeit bei Cham II mit der Promotion in die regionale 2. Liga. Es ist sozusagen sein Abschiedsgeschenk – Spiess wird in der kommenden Saison den FC Brunnen (2. Liga inter) coachen. Pascal Nussbaumer, der als Neo-Trainer die Nachfolge von Spiess antreten wird, kann ein technisch und taktisch versiertes – vornehmlich aus eigenen Nachwuchsspielern zusammengesetztes – Team übernehmen. Dieses sollte durchaus in der Lage sein, auch in der 2. Liga einen der vorderen Mittelfeld­ränge erreichen zu können.

FC Rotkreuz (Platz 4)

Die Rangierung mag vielerorts als Erfolg gewertet werden. Wenn man aber bedenkt, dass Rotkreuz vom 9. Rang zur Winterpause noch derart viele Plätze gutgemacht hat, muss die Frage erlaubt sein, was in der Vorrunde falsch gelaufen ist. Mit dem im Team vorhandenen Potenzial an überdurchschnittlich guten Spielern mit Erst- und Zweitligaerfahrung hätte zumindest die Aufstiegsrunde erreicht werden müssen. Ob es klug ist, weiterhin auf das Trainerduo Roger Schmid/Enzo Palatucci zu setzen, das nicht im Stande war, der Mannschaft den Stempel aufzudrücken, wird sich zeigen.

FC Baar (Platz 5)

Der FC Baar, der im 2. Rang überwinterte, ist im Verlauf der Rückrunde – nach dem Wechsel von Trainer Roli Widmer zum Erstligisten Zug 94 – abgerutscht. Das proklamierte Erreichen der Aufstiegsrunde wurde, wie schon so oft in den letzten Jahren, klar verpasst. Ein Unglück ist das nicht. Für den ehemaligen Baarer A-Junioren-Trainer Antonio Bozzi, der Widmers Nachfolge angetreten hat, bietet sich die Chance, aus den ihm vertrauten eigenen Nachwuchskräften eine schlagkräftige Elf zu formieren. Cham II hat vorgemacht, dass dies der Schlüssel zum Erfolg sein kann.

Zug 94 II (Platz 6)

Das von Besnik Reci trainierte Reserveteam des Zuger Erstligisten kam im Verlauf der Saison immer besser in Schwung. In der Winterpause noch auf dem 8. Platz liegend, gelang der Vorstoss auf Rang 6. Man darf gespannt sein, wie sich die spielstarke Reci-Elf in der kommenden Saison schlagen wird. Ein Vorstoss auf einen vorderen Mittelfeldrang – oder gar das Erreichen der Aufstiegsrunde – würde nicht überraschen.

SC Steinhausen (Platz 7)

Steinhausen hat gegenüber der Vorrunde einen Rang verloren. Die vor dem Saisonstart gehegte Hoffnung, die Aufstiegsrunde zu erreichen, wich der Ernüchterung. Die Elf von Trainer Kusi Winiger, der nun eine Denkpause einlegt, verfügte ganz einfach nicht über die nötige Substanz, um an der Tabellenspitze ein Wörtchen mitreden zu können. Ohne den Zuzug von tatsächlichen Verstärkungen wird Steinhausen wohl auch unter Winigers Nachfolger Egidio Verta mit einem Mittelfeldplatz vorliebnehmen müssen.

Menzingen (Abstieg)

Die Bergler legten kurz vor und nach der Winterpause einen beachtlichen Zwischenspurt ein. Dass der Abstieg nach 38 Jahren 3.-Liga-Zugehörigkeit dennoch nicht verhindert werden konnte, mag schmerzen – eine Überraschung ist er aber nicht. Dem aus mehreren Junioren und 4.-Liga-Spielern bestückten Team mangelte es an Erfahrung, um im harten Abstiegskampf bestehen zu können. Trainer Mauro Melina, der Menzingen trotz des Abstiegs treu bleibt, hat nun die Gelegenheit, in aller Ruhe ein neues Team aufzubauen. So gesehen, ist die Relegation eine Chance. Und Unterstützung von aussen ist der Mannschaft während der Matches gewiss: Die Fangruppe Supporters Menzingen hat auf ihrer Homepage angekündigt, auch in der 4. Liga für das Team da zu sein.

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