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FUSSBALL: Robben ist nicht zu stoppen

Keine Chance für Borussia Dortmund in Duell gegen Bayern München: Das Ancelotti-Team siegt deutlich mit 4:1 (2:1)
Thomas Häberlein und Marco Mader (sid), München
Arjen Robben (Nr. 10) kommt von rechts und erzielt mit links das 3:1. (Bild: Andreas Gebert/Keystone (München, 8. April 2017))

Arjen Robben (Nr. 10) kommt von rechts und erzielt mit links das 3:1. (Bild: Andreas Gebert/Keystone (München, 8. April 2017))

Thomas Häberlein und Marco Mader (SID), München

Der Holländer Arjen Robben blickte schon auf die Champions-League-Duelle mit Real Madrid: «Das wird ein 50:50-Spiel, aber wir sind bereit», meinte der Superstar von Bayern München nach dem 4:1 (2:1) gegen Borussia Dortmund im deutschen Klassiker. Es war eine Demonstration der Stärke des deutschen Rekordmeisters.

Die Stars des FC Bayern sind in der Tat gerüstet für die Duelle gegen den Titelverteidiger aus Spanien am Mittwoch. Alles überragend einmal mehr Robben, der von der Dortmund- Abwehr nicht zu stoppen war. Einziger Wermutstropfen für die Bayern: Torjäger Robert Lewandowski, der zwei Treffer beisteuerte, wurde mit einer Schulterverletzung ausgewechselt. Einen Tag vor dem Bayern-Real-Hit trifft Dortmund, das gestern bei seiner höchsten Saisonniederlage unter Wert geschlagen wurde, in der Königsklasse auf Monaco.

In einer starken Anfangsphase gingen die Bayern durch Franck Ribéry (4.) und Lewandowski (10.) schnell in Führung, doch die ersatzgeschwächten Dortmunder schienen davon erstaunlich unberührt. Raphael Guerreiro (20.) verkürzte, danach waren die Gäste ebenbürtig und gut im Spiel, ehe ihnen der hervorragende Robben auf seine typische Art einen Dämpfer verpasste (49.). Lewandowski stellte mit einem an ihm verschuldeten Foulelfmeter den Endstand her (68.), musste aber wenig später mit der Blessur an der Schulter ausgewechselt werden. «Hoffentlich ist es nicht so schlimm, wir brauchen ihn am Mittwoch», sagte Robben zur Blessur des Polen und war begeistert vom Auftritt seines Teams: «Es ist ganz was Schönes, gegen einen solchen Gegner so zu spielen. Wir haben denen keine Chance gelassen. Mit ein bisschen Glück schiessen wir in der ersten Halbzeit noch mehr Tore.»

Ribéry trifft einen Tag nach seinem 34. Geburtstag

«Wichtig ist, dass wir uns trauen», hatte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel vor dem Spiel betont. Tatsächlich rannte Ousmane Dembélé bereits nach eineinhalb Minuten völlig unbedrängt in den Strafraum – verzog aber. Eineinhalb Minuten später das 1:0 für die Bayern: Auf Flanke von Philipp Lahm traf Ribéry einen Tag nach seinem 34. Geburtstag aus 13 Metern. Etwas mehr als 3 Minuten waren da gespielt.

Dortmund schien unbeeindruckt, traute sich weiter etwas zu, spielte mutig nach vorne – kam aber dafür hinten nicht mit. Ribéry wurde von Marc Bartra gefoult, Lewandowski verwandelte den Freistoss. Etwas mehr als 9 Minuten waren gespielt. Der BVB blieb unverdrossen. Weil Ribéry es nicht für nötig befand, Felix Passlack zu verfolgen, und Arturo Vidal nicht konsequent genug klärte, verkürzte Guerreiro mit einem Schuss von der Strafraumgrenze. Die Bayern wirkten nun etwas schwerfälliger, Dortmund spielte weiter gut mit.

Der Anschlusstreffer verlieh Dortmund in der Tat mehr Sicherheit in der Abwehr, so leicht, wie sie am Anfang auf das Tor von Roman Bürki stürmen konnten, hatten es die Münchner nun nicht mehr. Nur Robben war nicht zu bremsen. Mit seinem sechsten Torschuss hatte er dann endlich auch Erfolg – vorausgegangen war sein obligatorischer Lauf von den rechten Seite am Strafraum entlang, bis sich die Lücke auftat.

Noch einmal hatte Dortmund die Chance heranzukommen – Pierre-Emerick Aubameyang spitzelte nach langem Pass von Sebastian Rode den Ball an Torhüter Sven Ulreich vorbei –, Boatang aber klärte kurz vor der Torlinie (67.). Fast im Gegenzug holte Roman Bürki im Strafraum Lewandowski von den Beinen: Elfmeter – und Saisontreffer Nummer 26 für den Polen.

Bayern München – Dortmund 4:1 (2:1)

75 000 Zuschauer. – Tore: 4. Ribéry 1:0. 10. Lewandowski 2:0. 20. Guerreiro 2:1. 49. Robben 3:1. 68. Lewandowski (Foulpenalty) 4:1. – Bemerkung: Dortmund mit Bürki.

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