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FUSSBALL: Robin Benhauresch setzt klare Prioritäten

Der 19-jährige Robin Benhauresch gehörte dem Kader des Erstligisten Zug 94 an. Nun gilt sein Fokus einem anspruchsvollen Studium. Für den morgigen Spitzenkampf mit dem Zuger 3.-Liga-Team findet er aber Zeit.
Martin Mühlebach
Robin Benhauresch (im Stadion Hertiallmend) will Chirurg werden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. September 2017))

Robin Benhauresch (im Stadion Hertiallmend) will Chirurg werden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 27. September 2017))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Robin Benhauresch erlernte das Fussball-Abc beim FC Rotkreuz und Team Zugerland. Im Alter von 15 Jahren erwog er einen allfälligen Übertritt zur U16 des SC Kriens oder des FC Luzern. «Nach einigen Überlegungen verwarf ich dieses Ansinnen. Da ich zu diesem Zeitpunkt die Kantonsschule in Zug besuchte, fehlte mir schlichtweg der Glaube, den Mehraufwand an Fussballtrainings und die Schule bewältigen zu können», sagt Benhauresch offen. Weil er weiterhin Fussball spielen, aber mehr Zeit für die Schule haben wollte, spielte er fortan im B-Junioren-Team von Zug 94. Als A-Junior wurde der begabte Mittelfeldspieler in das erweiterte Kader des 1.-Liga-Teams berufen.

Obwohl er in dieser Spielklasse einige Teileinsätze bestritt und die Chance auf einen Stammplatz bestand, entschied er, die Fussballschuhe für Zug 94 II zu schnüren. «Es war die richtige Entscheidung. Ich hatte genügend Zeit, um zu lernen und die Matura erfolgreich zu bestehen», betont Robin Benhauresch, der vor wenigen Wochen sein Medizinstudium an der Uni Zürich antrat. Mit nur zweimal Training pro Woche mit Zug 94 II könne er auch jetzt den Fussball und das Studium unter einen Hut bringen. Wenn es später zeitlich möglich wäre, würde er wieder gerne in einem 1.-Liga-Team Fussball spielen – Zug 94 hätte Vorrang.

Wenn nötig, offen für etwas anderes

Nun aber habe das Medizinstudium Priorität. Von rund 3000 Prüflingen hätten 500 die Aufnahmeprüfung bestanden. Dass er sich unter diesen 500 befinde, freut ihn sehr. Robin Benhauresch verrät: «Mich interessiert, wie der menschliche Körper funktioniert und wie man verunfallten oder kranken Menschen helfen kann.» Mit der Matura in der Tasche sei es für junge Leute schwierig, sich für einen Beruf zu entscheiden. Er habe das Medizinstudium gewählt, weil es ein breites Spektrum an Fachrichtungen biete. Welche Richtung er einschlagen werde, wisse er noch nicht. Im Moment favorisiere er eine spezifische Ausbildung zum Chirurgen. Natürlich würde es ihn reizen, später einmal eine eigene Praxis zu eröffnen, sagt er.

Robin Benhauresch bezeichnet sich selbst als «ruhigen, ausgeglichenen und kommunikativen» jungen Mann, der es gerne lustig hat, wenn er mit seinen Kollegen im Ausgang ist. Er habe immer für alle Menschen ein offenes Ohr. Nicht auszustehen vermöge er allerdings Unaufrichtigkeit und Oberflächlichkeit. Und ganz besonders nerve ihn Unfairness – «vor allem auf dem Fussballplatz» – schickt er hinterher. Fasziniert sei er von der Spielübersicht und der Passqualität von Sergio Busqets und Xabi Alonso. Am meisten zu begeistern vermöge ihn aber Ronaldinho mit seiner stupenden Technik, seiner einzigartigen Spielübersicht und seiner vor Lebensfreude strotzenden Unbeschwertheit am Ball.

Unbeschwertheit ist auch das Stichwort für das Leben, das Robin Benhareusch im Kreis seiner sportlichen Familie geniessen darf. Mit seinem Vater Abdel (50), einem gebürtigen Marokkaner, und den Brüdern Noah (16) und Alex (21) kann er vor seinem Wohnhaus Fussball spielen. «Wir alle sind sportlich sehr ehrgeizig – keiner von uns will verlieren.» Seine Mutter Carmen habe früher kaum Sport betrieben, aber seit einiger Zeit spiele sie hin und wieder Tennis mit seinem Vater, der einem Interclub-Team im TC Risch-Rotkreuz angehöre.

Begeistert erzählt Robin Benhauresch von seinem vier Monate dauernden Sprachaufenthalt in Australien. «Während zehn Wochen besuchte ich die Schule, um mein Englisch zu verfeinern. Dabei lernte ich viele Kollegen kennen, mit denen ich heute noch Kontakt pflege.» Nach der Schule habe er drei Wochen lang die von vielen Touristen bevölkerte Ostküste Australiens bereist und an «unvergesslichen Partys» teilgenommen. Anschliessend habe er ebenfalls während dreier Wochen die Westküste Australiens ausgekundschaftet.

Bevorstehender Spitzenkampf

Morgen reist der Tabellendritte Zug 94 II zum Tabellenzweiten Horw b (18.00, Seefeld). Benhauresch erwartet einen ausgeglichenen Spitzenkampf. «Wichtig wird sein, dass wir Geduld bewahren und dem Gegner nicht ins offene Messer rennen.» Mit Blick voraus sagt er: «Da unser entwicklungsfähiges Teams im Hinblick auf die laufende Saison einige personelle Veränderungen vollzog, sind wir noch nicht wunschgemäss eingespielt. Wenn die Automatismen zu klappen beginnen, liegt das Erreichen der Aufstiegsrunde zur 2. Liga durchaus drin.»

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