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FUSSBALL: Rückrundenstart in der Bundesliga: Fünf Trainer im Fokus

Am Freitag (20.30 Uhr, ZDF) startet die Rückrunde der Fussball-Bundesliga mit dem Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München. Im Blickpunkt stehen in den nächsten Monaten vor allem die Trainer.
Frank Amberg
Bayern-Trainer Jupp Heynckes überwacht während des Trainingslagers in Katar eine Übung. (Bild: Alex Grimm/Getty (Doha, 4. Januar 2018))

Bayern-Trainer Jupp Heynckes überwacht während des Trainingslagers in Katar eine Übung. (Bild: Alex Grimm/Getty (Doha, 4. Januar 2018))

Frank Amberg

sport@luzernerzeitung.ch


Jupp Heynckes, Bayern München

Die meisten Teams sprechen über die sportlichen Aussichten in der Liga. Die Bayern nicht. Warum auch? Die einzige Frage ist nur: Werden sie im April oder doch erst im Mai Meister? Also wendet man sich in München bedeutenderen Themen zu. Zum Beispiel den Chancen in der Champions League. Und natürlich der Trainerpersonalie. Seit Oktober hat Jupp Heynckes wieder das Sagen an der Säbener Strasse. Ein Freundschaftsdienst bis Ende der Saison sei das, sagt der 72-Jährige, danach sei Schluss. Doch das wollen sie bei den Bayern nicht wahrhaben. Erstens schwärmen alle vom neuen Geist, der mit Heynckes Einzug gehalten habe. Und zweitens wissen die Verantwortlichen einfach nicht, wen sie sonst verpflichten sollen. Sie scheinen weder von Hoffenheims Julian Nagelsmann noch vom Ex-Dortmunder Thomas Tuchel restlos überzeugt. Also versucht Präsident Uli Hoeness seinen Kumpel zu einem weiteren Jahr zu überreden – und kann sich der Unterstützung der Fans gewiss sein. Kürzlich erst war er auf einer Fanclub-Feier in der Nähe von Ulm. Dort liess er die Anhänger abstimmen: Soll Heynckes Trainer bleiben? Das Ergebnis fiel recht eindeutig aus. Ja-Stimmen: 300. Nein-Stimmen: 0.

Domenico Tedesco, Schalke 04

Schalkes Aufsichtsratsvorsit­zender Clemens Tönnies (61) hat schon eine ganze Menge erlebt – und er dachte eigentlich nicht, dass ihn noch etwas überraschen könnte. Bis er seinen neuen Trainer Domenico Te­desco bei der Arbeit erlebte. Der 32-Jährige kam im Sommer vom Zweitligisten Aue zum vielleicht emotionalsten Verein der Liga. Und es gab nicht wenige im traditionell aufgeregten Umfeld, die das nicht für die klügste Idee von Manager Christian Heidel hielten. Nach einem halben Jahr will davon niemand mehr etwas wissen. Schalke steht auf Platz zwei, es herrscht unglaubliche Ruhe, und Tedesco wird gefeiert wie Justin Bieber in seinen besten Tagen. Oder um es mit Tönnies zu sagen: «Wir haben noch nie so ­einen kompetenten, sympathischen Trainer gehabt.» Der Einzige, der nicht in die Lobes­hymnen einsteigt, ist: Te­des­co selbst. Bei der starken Hinrunde sei auch eine gehörige Portion Glück im Spiel gewesen, mahnt er: «Wir sollten aufpassen, dass der Hype nicht zu gross wird, und weiter konzen­triert arbeiten.»

Peter Stöger, Borussia Dortmund

Im Fussball, das ist ja nicht neu, gibt es die verrücktesten Geschichten. Aber so ein Karriereverlauf wie der von Dortmunds Trainer Peter Stöger ist selbst für diese Bran-che eher aussergewöhnlich. Am 3. Dezember vergangenen Jahres wurde er beim 1. FC Köln entlassen – nach einer bemerkenswerten Saisonbilanz von 14 Spielen ohne Sieg. Da gibt es nichts schönzureden, so etwas kann einer Trainerkarriere schon mal einen Knick geben. Stöger wurde nur sieben Tage später Trainer von Borussia Dortmund – und soll dort nun mindestens mal bis zum Saisonende dafür sorgen, dass das Kader nicht nur luxuriös aussieht, sondern auch so spielt. Der Auftakt wurde mit Siegen gegen Mainz und Hoffenheim sowie dem damit verbundenen Sprung auf Platz drei gemacht. Aber Stöger weiss selbst, dass da in der Rückrunde noch mehr kommen muss: «In Dortmund kannst du mit dem dritten Platz nicht glücklich sein.» Platz zwei hinter den Bayern sollte es schon werden. Dann könnte aus dem Aushilfstrainer vielleicht sogar eine Dauerlösung werden.

Martin Schmidt, VfL Wolfsburg

Eines muss man Martin Schmidt lassen: Er hat nach seinem ­Amtsantritt in Wolfsburg Mitte ­September eine Mannschaft geformt, die nur sehr schwer zu schlagen ist. Das Problem: Sie gewinnt auch kaum. Die bisherige Bilanz unter dem Walliser: 15 Spiele, 4 Siege, 2 Niederlagen, 9 (!) Unentschieden. Macht in der Tabelle Platz 12 und gerade mal vier Pünktchen Vorsprung auf den Barrage-Platz. Das verträgt sich allerdings nur schlecht mit den ambitionierten Zielen des Clubs, die auch durch einen üppigen Etat unterfüttert werden. Doch vor dem Start in die Rückrunde herrscht grosse Zuversicht bei Sportchef Olaf Rebbe, der Schmidt in Form der Verpflichtung von Basels Renato Steffen noch ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk präsentierte. Damit sieht Rebbe sein Team gut gerüstet für die nächsten 17 Spiele. Er sagt: «Ich wünsche mir, dass unsere Fans mehr Siege als Unentschieden von uns sehen.» Könnte schwerer werden, als es sich anhört.

Stefan Ruthenbeck, 1. FC Köln

Pessimisten würden sagen, dass der Job als Trainer des 1. FC Köln ein sport­liches Himmelfahrtskommando sei. Opti­misten würden dagegenhalten: «Warum denn? Du hast doch nichts mehr zu verlieren.» Recht haben beide. Wer nach 17 Spielen nur sechs Punkte hat, hat nicht mehr allerbeste Chancen auf den Klassenverbleib. Aber das wird von Stefan Ruthenbeck auch gar nicht mehr verlangt. Der 45-Jährige ist seit Anfang Dezember im Amt und soll die Saison möglichst würdevoll zu Ende bringen. Ruthenbeck selbst will davon aber nichts wissen: «Wir haben Hoffnung, dass wir noch eine Sensation schaffen können», sagt er, «wir sind in der Pflicht, jetzt Siege einzufahren.» Da hat er sich einiges vorgenommen.

Domenico Tedesco, Trainer von Schalke 04. (Bild: Mike Hewitt (Getty Images Europe))

Domenico Tedesco, Trainer von Schalke 04. (Bild: Mike Hewitt (Getty Images Europe))

Peter Stöger, Trainer von Borussia Dortmund. (Bild: Richard Heathcote (Getty Images Europe))

Peter Stöger, Trainer von Borussia Dortmund. (Bild: Richard Heathcote (Getty Images Europe))

Martin Schmidt, VfL Wolfsburg. (Bild: Harold Cunningham (Getty Images Europe))

Martin Schmidt, VfL Wolfsburg. (Bild: Harold Cunningham (Getty Images Europe))

Stefan Ruthenbeck, Trainer 1. FC Köln. (Bild: Srdjan Stevanovic (Getty Images Europe))

Stefan Ruthenbeck, Trainer 1. FC Köln. (Bild: Srdjan Stevanovic (Getty Images Europe))

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