FUSSBALL: Schattdorf nimmt den Aufstieg ins Visier

Der FC Schattdorf besiegt Verfolger Emmenbrücke nach einem souveränen Auftritt mit 2:0. Damit qualifizieren sich die Urner für die Aufstiegsspiele zur 2. Liga regional.

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Simon Gamma, der Schattdorfer Torschütze zur 1:0-Führung, zeigt eine sehenswerte Direktabnahme. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 27. Mai 2017))

Simon Gamma, der Schattdorfer Torschütze zur 1:0-Führung, zeigt eine sehenswerte Direktabnahme. (Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 27. Mai 2017))

Allein schon die Rekordkulisse mit 685 Zuschauern in der Saison 2016/17 im Stadion «Grüner Wald» liess erahnen, dass es im letzten Heimspiel um sehr viel ging. Der FC Schattdorf empfing seinen direkten Verfolger Emmenbrücke, der den Urnern mit einem Sieg die vorzeitige Qualifikation für die Aufstiegsspiele zur 2. Liga regional noch hätte vermasseln können. Aber die Gastgeber liessen nichts mehr anbrennen und hatten die Luzerner, die ihnen vor sieben Monaten im Hinspiel die bis anhin letzte Meisterschaftsniederlage beigebracht hatten, von Beginn weg problemlos im Griff.

Emmenbrücke verzeichnete zwar in der Startphase deutlich mehr Ballbesitz, konnte jedoch gegen die sattelfeste Defensive der Schattdorfer keine Torchancen kreieren. Die Hausherren agierten offensiv deutlich effizienter und gefährlicher. In der 23. Minute hämmerte Philipp Gisler ­einen aus der Drehung abgegebenen Schuss nur um Zentimeter über die Latte. Und nur wenig später wäre Simon Gamma beinahe mit einer spektakulären Direktabnahme zum Torerfolg gekommen. Sekunden vor dem Pausenpfiff konnte Gamma dann doch noch jubeln. Er erzielte eine flache Hereingabe von Ramon Scheiber eiskalt zur verdienten 1:0-Führung.

Hürlimann überlistet den Keeper

Nach dem Seitenwechsel blieben die Schattdorfer am Drücker. Sie suchten vehement die Vorentscheidung und wurden für ihre Bemühungen belohnt, wenn auch mit viel Glück und einem kuriosen Tor. Verteidiger Martin Hürlimann erwischte in der 51. Minute den zu weit vorne postierten Gäste-Keeper Oliver Omlin mit einem Lobball. Der Goalie konnte das Leder in der Rückwärtsbewegung zwar noch fangen, stürzte dann jedoch mit dem Ball hinter die Torlinie.

Die endgültige Entscheidung in dieser einseitigen Partie fiel dann in der 67. Minute in Form eines Platzverweises. Emmenbrückes Stürmer Emanuel Duzmani wurde wegen eines rüden Fouls am Schattdorf-Schlussmann Raphael Imhof vorzeitig unter die Dusche geschickt. Mit dem Mut der Verzweiflung spielten die Gäste in Unterzahl nun plötzlich deutlich besser. Sie erarbeiteten sich sogar einige Torchancen. Allerdings blieb ihnen der Anschlusstreffer verwehrt. Dank diesem Heimsieg qualifiziert sich Schattdorf bereits eine Runde vor Abschluss der Qualifikation definitiv für die Aufstiegsspiele. Der Vorsprung auf Emmenbrücke beträgt sieben Punkte.

Mit Zuversicht in die Aufstiegsrunde

«Ich bin überrascht, dass wir diesen starken Gegner derart dominieren konnten. Wir haben den Luzernern nur wenige Torchancen zugestanden», meinte Schattdorfs Trainer Mario Trovatelli nach dem Schlusspfiff. Und dann fügte er noch an: «Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die nun schon elf Siege aneinandergereiht hat. Das ist einfach unglaublich. Dieser Sieg und die Qualifikation werden nun noch gebührend gefeiert. Doch ab der nächsten Woche geben wir Vollgas im Hinblick auf die Aufstiegsspiele. Meine Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen. Wenn wir jetzt in diesem Stil weitermachen, bin ich zuversichtlich, dass es dieses Mal klappt mit dem Aufstieg in die 2. Liga regional.»

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch