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FUSSBALL: Schweiz startet gegen Ecuador in die WM

Die Schweiz kann sich nicht über fehlendes Losglück beklagen. Sie trifft bei der Fussball-WM in Brasilien im kommenden Juni in der Vorrunde auf Ecuador, Honduras und Frankreich.
Fifa-Chef Sepp Blatter und Dilma Rousseff, Präsidentin von Brasilien (zweite von links), zusammen mit den Moderatoren Fernanda Lima und Rodrigo Hilber (Bild: Keystone)

Fifa-Chef Sepp Blatter und Dilma Rousseff, Präsidentin von Brasilien (zweite von links), zusammen mit den Moderatoren Fernanda Lima und Rodrigo Hilber (Bild: Keystone)

Gruppe E: Die Spiele der Schweiz

Schweiz-Ecuador, Sonntag, 15. Juni, 18 Uhr MESZ in Brasilia.
Schweiz-Frankreich, Freitag, 20. Juni, 21 Uhr MESZ in Salvador.
Schweiz-Honduras, Mittwoch, 25. Juni, 22 Uhr MESZ in Manaus.

Spielmodus: Jeder spielt gegen jeden. Die besten zwei Teams pro Gruppe qualifizieren sich für die Achtelfinals.

Lösbare Aufgabe für die Schweiz

Es ist eine lösbare Aufgabe für die Mannschaft von Ottmar Hitzfeld. Vor allem die Gegner aus den Töpfen zwei und drei, Ecuador und Honduras, gehören nicht zu den renommiertesten. Erfahrungswerte haben die Schweizer gegen diese Gegner aber kaum. Gegen Ecuador haben sie noch nie gespielt und gegen Honduras erst einmal, 2010 in der WM-Vorrunde. Frankreich ist derweil ein alter Bekannter. Auf dem Papier sind die Schweiz und Frankreich am besten gerüstet, um in die Achtelfinals vorzustossen.

Die Mission Achtelfinal beginnt für die Schweiz am 15. Juni in Brasilia gegen Ecuador. Die Nationalmannschaft aus dem 15 Millionen Einwohner zählenden Land gehört zu den Kleinen im südamerikanischen Fussball. In der Qualifikation profitieren die Ecuadorianer jeweils vom Heimvorteil in Quito auf rund 2700 m über Meer. Nach grossen Namen sucht man im Kader Ecuadors vergeblich, einen in der Schweiz bekannten findet man durchaus: Felipe Caicedo. Der ehemalige Basler Stürmer spielt derzeit bei Lokomotive Moskau. Trainer Ecuadors ist Reinaldo Rueda, der vor vier Jahren bei der WM 2010 den Schweizer Gruppengegner Honduras betreute und gegen das Team von Ottmar Hitzfeld 0:0 spielte.

Eben dieses Honduras ist wieder, wie vor vier Jahren, der letzte Gruppengegner der Schweiz. Inmitten des Dschungels in Manaus wird die SFV-Auswahl auf ein Team treffen, dass sich in den letzten Jahren positiv entwickelt hat. Dass man international mithalten kann, bewies die U23-Auswahl von Honduras, als sie an den Olympischen Spielen 2012 in London die Viertelfinals erreichte - nicht zuletzt dank des Sieges gegen Spanien. Goalgetter von Honduras ist Jerry Bengtson. Der Stürmer, der in der Major League Soccer für New England Revolution spielt, schoss in der Qualifikation neun Tore, darunter eines beim historischen 2:1-Auswärtssieg gegen Mexiko sowie das 2:1-Siegtor im Heimspiel gegen die USA.

Zwischen den beiden Partien, wo die Schweiz als Favorit antreten wird, tritt sie in Salvador gegen Frankreich an. Bereits 36 Mal standen sich die beiden Mannschaften gegenüber, zuletzt 2006 bei der WM-Vorrunde in Deutschland (0:0). Die Franzosen, die sich erst in der Barrage gegen die Ukraine für Brasilien qualifizierten, befinden sich seit dem verlorenen WM-Final 2006 in einem Tief. Wichtigster Leistungsträger der Mannschaft von Didier Deschamps ist Franck Ribéry. Aber auch einige junge Spieler sind zu beachten, etwa Paul Pogba. Der Mittelfeldspieler von Juventus Turin führte die "Equipe tricolore" im letzten Sommer zum U20-WM-Titel.

Nicht für alle Mannschaften war die Auslosung in Costa do Sauipe so erfreulich wie für die Schweiz. Gastgeber Brasilien trifft in der Gruppe A auf Kamerun, Mexiko und Kroatien. Weltmeister Spanien bekommt es in der Gruppe B mit dem Finalgegner von 2010, Holland, sowie mit Chile und Australien zu tun. In der Gruppe D wurden Uruguay, Italien, Costa Rica und England gelost. Deutschland spielt in der Gruppe G gegen Ghana, Portugal und die von Jürgen Klinsmann trainierten Amerikaner.

Das Eröffnungsspiel bestreiten Gastgeber Brasilien und Kroatien. Der Final findet am 13. Juli in Rio de Janeiro statt.

Ecuador: Begegnung mit zwei alten Bekannten

Ecuador gehört zu den «Kleinen» im südamerikanischen Fussball. Es ist auf den ersten Blick ein unbekannter Gegner. Doch bei genauem Betrachten stechen zwei Namen ins Auge: Reinaldo Rueda und Felipe Caicedo. Trainer Rueda (57) begegnete der Schweiz schon bei der WM in Südafrika. Damals versperrte sein defensiv tadellos organisiertes Team aus Honduras der SFV-Auswahl den Weg in die Achtelfinals (0:0). Nach der Endrunde vor vier Jahren wechselte der Kolumbier zum ecuadorianischen Verband.

Unter Rueda enttäuschte Ecuador zunächst bei der Copa America 2011 mit dem letzten Gruppenrang. Doch in der WM-Qualifikation war Ecuador von Beginn weg in den ersten Rängen klassiert - einmal mehr dank dem Heimvorteil in Quito auf rund 2700 m über Meer. In den acht Heimspielen gab es 22 Punkte, auswärts aber blieb Ecuador ohne Sieg. Stürmer Caicedo (25) ist bekannt aus seiner Zeit beim FC Basel (2005 bis 2008). Mittlerweile spielt er nach Stationen in England, Spanien und Portugal bei Lokomotive Moskau. Dort kommt er meist als Einwechselspieler zum Einsatz. Ganz anders bei «La Tri»: Auf dem Weg nach Brasilien schoss er sieben von 20 Toren.

Ecuador in Zahlen.Gründung Verband: 1925. - FIFA-Ranking (November 2013): 23. - Trainer: Reinaldo Rueda (Kol/seit 2010). - WM-Teilnahmen (2): 2002, 2006. - Bestes WM-Resultat: Achtelfinals (2006). - Qualifikation: 4. Platz Südamerika. - Bester Torschütze Qualifikation: Felipe Caicedo (7 Tore) - Bilanz gegen die Schweiz: noch kein Spiel.

Frankreich: Ribéry und zwei 20-Jährige

Die zehnte Endrunden-Teilnahme in Folge erspielte sich Frankreich mit einem 3:0 gegen die Ukraine. In Paris konnte die «Equipe tricolore» das 0:2 im Barrage-Hinspiel korrigieren und damit ihr Image im eigenen Land wieder etwas aufbessern. Dieses litt in den letzten Jahren massiv, vor allem nach den Turbulenzen bei der WM 2010, die in einem Streik mündeten. Einige der Spieler, die in Südafrika dabei waren, werden auch in Brasilien mit von der Partie sein, etwa Franck Ribéry. Der Flankenläufer von Bayern München ist der sicherste Wert in der französischen Mannschaft und war mit fünf Treffern auch der beste Torschütze in der WM-Qualifikation. Während sich im Sturm weder Karim Benzema noch Olivier Giroud als Goalgetter durchsetzen konnten, haben mit Verteidiger Raphael Varane und Mittelfeldspieler Paul Pogba zwei 20-Jährige den Durchbruch geschafft. Pogba, bei Juventus Turin zum Leistungsträger aufgestiegen, führte die französische U20-Nationalmannschaft im letzten Sommer zum WM-Titel. Seit 2006 und der Niederlage im WM-Final konnte Frankreich bei keiner Endrunde mehr überzeugen.

Frankreich in Zahlen. Gründung Verband: 1919. - FIFA-Ranking (per November 2013): 19. - Trainer: Didier Deschamps. - Bisherige WM-Teilnahmen (13): 1930, 1934, 1938, 1954, 1958, 1966, 1978, 1982, 1986, 1998, 2002, 2006, 2010. - Bestes WM-Resultat: Weltmeister 1998. - Qualifikation: Zweiter in der Gruppe I hinter Spanien; Sieger in der Barrage gegen die Ukraine (0:2, 3:0). - Bester Torschütze Qualifikation: Franck Ribéry (5). - Bilanz gegen die Schweiz: 36 Spiele (19 Siege, 2 Remis, 15 Niederlagen).

Honduras: Physisch stark und verjüngt

Wer erinnert sich nicht an diesen kalten südafrikanischen Winterabend im Juni 2010 in Bloemfontein? Auch damals hiess der Schweizer Gruppengegner Honduras. Die Schweizer bemühten sich um einen Sieg mit zwei Toren Differenz, doch heraus kam ein 0:0 und die SFV-Auswahl reiste heim. Auch für Honduras endete die WM in Südafrika mit der Nullnummer in Bloemfontein. Ohne Sieg, ohne Tor und als Gruppenletzter. Seither hat sich das Team unter dem Kolumbier Luis Fernando Suarez (seit 2011) spielerisch verbessert, ohne auf die physische Spielweise zu verzichten.

Dass man international mithalten kann, bewies die U23-Auswahl von Honduras, als sie an den Olympischen Spielen 2012 in London die Viertelfinals erreichte - nicht zuletzt dank des Sieges gegen Spanien. Seit diesem Erfolg hat Suarez, der in London für das Olympia-Team zuständig war, junge Spieler ins A-Nationalteam nachgezogen. Einer von ihnen ist Jerry Bengtson (26). Der Stürmer, der in der Major League Soccer für New England Revolution spielt, schoss in der Qualifikation neun Tore, darunter eines beim historischen 2:1-Auswärtssieg gegen Mexiko sowie das 2:1-Siegtor im Heimspiel gegen die USA.

Honduras in Zahlen. Gründung Verband: 1951. - FIFA-Ranking (November 2013): 41. - Trainer: Luis Fernando Suarez (Kol/seit 2011). - WM-Teilnahmen (2): 1982, 2010. - Bestes WM-Resultat: Vorrunde. - Qualifikation: 3. Platz in der Finalrunde der CONCACAF-Zone. - Bester Torschütze Qualifikation: Jerry Bengtson (9 Tore). - Bilanz gegen die Schweiz: 1 Spiel, 0 Siege, 1 Unentschieden, 0 Niederlagen.

Die weiteren Gruppen:

+++ Gruppe A: Brasilien, Kamerun, Mexiko, Kroatien.

+++ Gruppe B: Chile, Spanien, Australien, Holland

+++ Gruppe C: Kolumbien, Elfenbeinküste, Japan, Griechenland

+++ Gruppe D: Italien, Uruguay, Costa Rica, England

+++ Gruppe F: Argentinien, Nigeria, Iran, Bosnien-Herzegowina

+++ Gruppe G: Deutschland, Ghana, USA, Portugal

+++ Gruppe H: Belgien, Algerien, Südkorea.

Der Liveticker zur Auslosung

+++ Brasilien ist in Gruppe A, Spanien in Gruppe B, Kolumbien in Gruppe C, Uruguay in Gruppe D.Die Schweiz spielt in der Gruppe E. Das erste Spiel der Schweiz ist demnach am 15. Juni um 18 Uhr MESZ in Brasilia. Argentinien ist in Gruppe F, Deutschland in Gruppe G und Belgien in Gruppe H.

+++ Das Wahlprozedere wird nochmals erklärt.

+++ Jetzt gehts los: Die Leitung der Auslosung obliegt FIFA-Generalsekretär Jêrôme Valcke. Assistiert wird er glanzvollen Persönlichkeiten: Alcides Ghiggia (Uruguay), Geoff Hurst (England), Cafu (Brasilien), Fabio Cannavaro (Italien), Mario Kempes (Argentinien), Fernando Hierro (Spanien), Zinedine Zidane (Frankreich) und Lothar Matthäus (Deutschland).

+++ Jetzt werden die 12 WM-Spielstätten präsentiert. Es sind dies: São Paulo, Natal, Fortaleza, Manaus, Brasilia, Recife, Salvador, Cuiaba, Porto Alegre, Rio de Janeiro, Curitiba und Belo Horizonte. Das Eröffnungsspiel findet am 12. Juni, 22 Uhr MESZ in Sâo Paulo statt. Das Endspiel am 13. Juli, 21 Uhr MESZ in Rio de Janeiro.

+++ Péle betritt die Bühne. Er glaubt an Brasilien und glaubt daran, dass Brasilien die WM gewinnt.

+++ Der nächste Showblock: Das Duo Vanessa da Mata und Alexandre Pires mit Sambaklängen.

+++ Nun wird das Maskottchen vorgestellt: Es heisst Fuleco. Es ist ein Kugelgürteltier, das Hosen trägt und so eine Art Umweltbotschafter darstellt.

+++ Ronaldo präsentiert den offiziellen WM-Ball: Er heisst Bazuca.

+++ Nun werden die 32 Teams in einer Videoeinspielung vorgestellt. Die Auslosung zieht sich hin, bis es richtig los geht.

+++ Geschichten aus der Vergangenheit: Die Fifa blickt auf 19 WM-Turniere zurück.














+++ Fifa-Chef Sepp Blatter und Brasiliens-Präsidentin Dilma Rousseff werden auf der Bühne willkommen geheissen. Im Saal gibt es eine Schweigeminute für den verstorbenen Nelson Mandela. «Brasilien freut sich auf ein farbenfrohes Spektakel», sagt Rousseff. Und Blatter kommt ins Schwärmen: «Das wird die grösste und beste Weltmeisterschaft aller Zeiten.»

+++ Die Zeremonie der Endrundenauslosung hat um 13 Uhr Ortszeit (17 Uhr MESZ) in Costa do Sauipe begonnen. Fernanda Lima und Rodrigo Hilbert sind die beiden Moderatoren des «Final Draw». Ein Showblock eröffnet die Sendung.

Die Ausgangslage

In Topf 1 befinden sich die gesetzten Teams, in Topf 2 befinden sich die Mannschaften aus Afrika und die verbleibenden südamerikanischen Teams. Den dritten Topf bilden die Vertreter Asiens sowie Nord- und Mittelamerikas und der Karibik. Im vierten Topf sind die verbliebenen europäischen Teams. Weil im Topf der Europäer neun Mannschaften sind und in jenem mit den Südamerikanern und Afrikanern nur sieben, wird vor der eigentlichen Auslosung zunächst per Los bestimmt, welches europäische Team in den Topf 2 "transferiert" wird. Das ist deshalb von Bedeutung, weil nur jeweils zwei Europäer in der gleichen Gruppen sein dürfen. Das heisst: Die europäische Mannschaft, die letztlich im Topf 2 landete, trifft zwangsläufig auf einen Topgesetzten aus Südamerika (Brasilien, Argentinien, Kolumbien oder Uruguay).

Topf 1: Brasilien, Spanien, Deutschland, Argentinien, Kolumbien, Belgien, SCHWEIZ, Uruguay

Topf 2: Chile, Ecuador, Algerien, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Nigeria

Topf 3: Australien, Iran, Japan, Südkorea, Costa Rica, Honduras, Mexiko, USA

Topf 4: Holland, Italien, England, Portugal, Griechenland, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Russland, Frankreich.

Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke zieht das Los mit der Schweiz, im Hintergrund Moderatorin Fernanda Lima. (Bild: Keystone)

Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke zieht das Los mit der Schweiz, im Hintergrund Moderatorin Fernanda Lima. (Bild: Keystone)

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