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FUSSBALL: Shaqiri auf Besuch in Luzern: «Ich komme gerne und oft hierher»

Der Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri (25) war am Samstag zu Besuch an den Coca-Cola-League-Juniorenmeisterschaften in Luzern. Im Interview spricht er über die Nationalmannschaft, seinen Klub Stoke City und die Wechselgerüchte.
René Barmettler
Xherdan Shaqiri (links) demonstriert sein Können beim Torwandschiessen auf der Luzerner Allmend. (Bild: Jakob Ineichen (24. Juni 2017))

Xherdan Shaqiri (links) demonstriert sein Können beim Torwandschiessen auf der Luzerner Allmend. (Bild: Jakob Ineichen (24. Juni 2017))

Interview: René Barmettler

Xherdan Shaqiri, vor zwei Jahren überraschten Sie die C-Junioren des SC Kriens – verkleidet als ausrangierter, in die Jahre gekommener Trainer. Letztes Jahr beglückten Sie das Grümpelturnier in Hellbühl und nun die Coca-Cola-Junioren-Kicker auf der Luzerner Allmend. Besuchen Sie als Basler gerne die Innerschweiz?

Die Innerschweiz und auch die Stadt Luzern gefallen mir sehr. Ich komme gerne und oft hierher.

Ihnen machen solche Engagements mit dem Werbepartner sichtlich Spass.

Es ist mal etwas anderes, als auf dem Platz zu stehen und dem Ball nachzurennen. Ich arbeite seit Jahren mit Coca-Cola zusammen, und es macht mir jedes Mal Spass.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre eigene Juniorenzeit?

Ich spielte sehr gerne in der Halle. In bester Erinnerung bleiben mir aber die internationalen Turniere, bei denen ich mein Können zeigen durfte.

Wo Sie auftauchen, werden Sie von – jungen – Fans ­belagert. Wie fühlt man sich dabei?

Ab und zu fühlt es sich komisch an, aber das gehört dazu. Für die Fans ist es etwas Spezielles, da ich in England spiele und nicht so oft in der Schweiz bin.

Waren Sie in Ihrer Kindheit auch auf Autogrammjagd? Welche Unterschriften haben Sie sich ergattert?

Ich war nicht der Typ dazu. Wir hatten es als Ballbuben mehr auf die Utensilien der FC-Basel-Spieler abgesehen.

Seit dem 2:0-Sieg mit der Schweizer Nationalmannschaft auf den Färöern haben Sie Ferien. Wo haben Sie sich ausgespannt?

Ich war mit meinen Eltern ein paar Tage in Italien und habe mich da super erholt.

Wann geht es für Sie mit der Saisonvorbereitung los?

Am 10. Juli morgens.

Offenbar will Sie die AS Roma für den nach Liverpool transferierten Mohamed Salah verpflichten. Würde Sie nach dem Rückrundenaufenthalt 2016 bei Inter Mailand die Rückkehr in die Serie A reizen?

Darüber kann ich nicht viel sagen. Ich fühle mich wohl bei ­Stoke City. Es ist halt wie bei den Trainern: Das Karussell dreht sich. Aber einen Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt sehe ich nicht.

Ist etwas Italienisch während des Mailand-Aufenthalts haften geblieben?

Ich würde sagen: Auf einer Skala von eins bis sechs eine Vier. Aber dafür verstehe ich fast alles.

Peter Coates, der Klubbesitzer von Stoke, sagte, nicht an einem Verkauf interessiert zu sein. Haben Sie mit ihm darüber gesprochen?

Ich habe nicht mit ihm diskutiert, aber darüber gelesen. Es ist sein gutes Recht, das zu sagen. Ich habe ein gutes Verhältnis zu ihm.

Mit Stoke City beendeten Sie die abgelaufene Saison auf Rang 13. Wie beurteilen Sie die Leistung Ihres Teams?

Es ging auf und ab. Wir wissen, dass wir es besser können. Wir werden in der neuen Saison wieder angreifen.

Und wie sehen Sie Ihre persönliche Leistung?

Solange ich fit war, habe ich meine Leistung gebracht. Leider ­haben mich die Verletzungen ­zurückgeworfen.

In der Stadt Stoke-on-Trent haben überdurchschnittlich viele Bürger für den Ausstieg Grossbritanniens aus der Europäischen Union votiert. Haben Sie etwas von dieser Stimmung mitbekommen?

Da ich mich mit Politik nicht befasse, habe ich von den Diskussionen und der Stimmung nicht viel mitgekriegt.

Wie empfinden Sie das eng­lische Wetter?

Es ist gar nicht so schlecht, wie alle sagen. Und schliesslich bin ich ja nicht deswegen dort, sondern um Fussball zu spielen.

Mit dem Nationalteam sind Sie auf gutem Weg. Wie optimistisch sind Sie, den ersten Platz in der WM-Qualifikation verteidigen zu können?

Wir haben ein paar wichtige kleine Schritte gemacht. Aber es sind noch einige Spiele zu gewinnen. Es wird bis zum letzten Spiel um alles gehen. Wir müssen das jetzt durchziehen.

Nur noch Europameister Portugal kann den Schweizern gefährlich werden. Verfolgen Sie die Spiele von Ronaldo und Co. am Confederations-Cup in Russland?

Es ist nicht unbedingt das Turnier, das überwältigendes Interesse in mir hervorruft. Ich geniesse derzeit noch meine Ferien und schaue deshalb wenig fern.

Wer ist für Sie der weltbeste Fussballer?

Für mich sind es Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Sie spielen auf Augenhöhe.

Sie und Ihr ehemaliger FC-­Basel-Kollege Breel Embolo sind bekanntlich gute Freunde. Was wissen Sie über den Gesundheitszustand des langzeitverletzten Nationalteamkollegen und Schalke-Stürmers?

Ich glaube, Breel ist auf gutem Weg, und das ist das Wichtigste. Es war keine einfache Zeit für ihn. Ich bin froh, dass er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz sein wird. Er hatte noch Glück. Es gibt ja auch Spieler, bei denen nach einer solchen Verletzung die Karriere zu Ende gewesen wäre.

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