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FUSSBALL: Shaqiri hat es kapiert

Vom kritisch Beäugten zum umjubelten Skorer: Jetzt reden sie auf der Insel alle vom Schweizer Nationalspieler Xherdan Shaqiri.
«Ich wusste, was ich mache.» Xherdan Shaqiri über sein herrliches Tor. (Bild: Keystone / Matthias Schrader)

«Ich wusste, was ich mache.» Xherdan Shaqiri über sein herrliches Tor. (Bild: Keystone / Matthias Schrader)

Raphael Honigstein, London

Im Moment des Triumphes genoss Xherdan Shaqiri (24) die Stille. Nach dem zweiten, traumhaft schönen Treffer des Schweizers beim 4:3-Auswärtssieg gegen Everton war das Heimpublikum geschockt und verzaubert. Dem Tor mutete etwas Unwirkliches an. Es sah aus, als ob es in ein Computerspiel gehört, nicht zu einem nassen windigen Montagnachmittag kurz vor Jahreswechsel. «Für mich war es aber wichtiger, dass wir gewonnen haben. Deswegen bin ich glücklich», sagte Shaqiri hinterher.

Für Stoke City, das sich unter Trainer Mark Hughes von der einstigen Anti-Fussball-Truppe in eines der offensivstärksten Teams der Insel verwandelt hat – «Stokelona», eine Mischung aus Stoke und Barcelona nennt der «Daily Star» die Mannschaft –, bedeuteten die drei Punkte aus dem Duell an der Mersey eine Bestätigung des positiven Trends der vergangenen Wochen.

Hughes: «Er wird immer stärker»

Nach zwei neunten Plätzen in Folge könnten die «Potters» («Töpfer», gemäss dem entsprechenden Industriezweig der Stadt, Anm. d. Red.) die beste Saison ihrer Geschichte spielen. Aus Shaqiris persönlicher Sicht aber war die Leistung am Montag noch weitaus bedeutsamer. Der 24-Jährige hatte lange auf seinen ersten Treffer in der Premier League gewartet. Dass es nun gleich zwei wurden und das zweite «Tor des Jahres»-Qualitäten aufwies, setzte ein grosses Ausrufezeichen hinter seinen Namen. «Shaq», wie ihn Hughes nennt, erfüllt endlich die Erwartungen. «Wir sind sehr zufrieden mit ihm», sagte der Waliser Hughes, «er wird immer stärker und hat es kapiert, um was es in der Premier League geht.» Zusammengefasst: um Effektivität.

«Arnautovic redet einfach zu viel»

Die ersten Monate hatte man den Rekordeinkauf (12 Millionen Pfund) in der Liga eher kritisch beäugt. Aus Italien, Deutschland und der Schweiz war ihm der Verdacht vorausgeeilt, er habe vor allem aus finanziellen Gründen den Weg nach Staffordshire gefunden. Die Fans im Britannia-Stadion gehören zwar zu den leidenschaftlichsten, lautesten auf der Insel, doch dass ihn der Besuch eines Stoke-Spiels überzeugt hätte, zu City zu wechseln, nahmen ihm im August nur unverbesserliche Fussballromantiker ab. Mittlerweile lässt Hughes’ Spektakelfussball den Schweizer aufblühen, als feste Grösse auf der rechten Aussenbahn hat er zudem deutlich mehr Einsätze als in den Stationen zuvor.

Unterdessen muss er noch beweisen, dass sein Heber aus vollem Lauf kein Unfall war, wie die «Match of the Day»-Experten der BBC, Ian Wright und Alan Shearer, frech behaupteten. «Es tut mir leid, aber er wollte das nicht», sagte Wright, der frühere Arsenal-Stürmer. Shearer pflichtete ihm bei: «Man sieht es an der Körperhaltung.» Teamkollege Marko Arnautovic insistierte ebenfalls, Shaqiri habe den Ball eigentlich zu ihm flanken wollen. «Ich wusste, was ich mache», entgegnete Shaqiri lachend. «Was, Arnautovic sagt, es war eine Flanke? Der Typ redet einfach zu viel!»

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