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FUSSBALL: St. Galler Lektion für den FCL

Böses Erwachen für den FC Luzern aus einem süssen Traum: Das kriselnde St. Gallen kämpft den Tabellenzweiten verdient 3:0 nieder. FCL-Coach Markus Babbel spricht Klartext.
Daniel Wyrsch, St. Gallen
St. Gallens Verteidiger Roy Gelmi bleibt standhaft, Luzerns Stürmer Marco Schneuwly nicht. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

St. Gallens Verteidiger Roy Gelmi bleibt standhaft, Luzerns Stürmer Marco Schneuwly nicht. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

Daniel Wyrsch, St. Gallen

So hat man Markus Babbel (43) seit Monaten nicht mehr nach einem Spiel gesehen. Der Luzern-Coach sass schwer enttäuscht an der Medienkonferenz. Die klare 0:3-Pleite war abzulesen an der gebeugten Körpersprache des Bayern.

Dazu passten Babbels schonungslose Worte: «Gratulation an die St. Galler und ihren Coach Joe Zinnbauer. Sie haben verdient gewonnen. Leider zeigten wir eine extrem schwache Leistung.»

Für Babbel muss dieser Auftritt seiner Mannschaft ein unerwarteter Rückfall in vermeintlich längst überstandene FCL-Zeiten gewesen sein. Denn vor dem Spiel beim bislang kriselnden FC St. Gallen, der in den ersten fünf Partien nur einmal siegte und viermal verlor, hatte der Deutsche nicht geglaubt, dass es in der Ostschweiz zu einem Charaktertest für seine Mannschaft kommen könnte. Von der Mentalität her sei das Team gefestigt, hatte er noch am letzten Freitag festgestellt. Nur zwei Tage später musste er gestern in St. Gallen analysieren: «Nach langer Zeit ist das unser schlechtester Auftritt gewesen. Wir haben alles vermissen lassen, was uns in den letzten Wochen und Monaten ausgezeichnet hat. Diesmal funktionierten wir weder als Mannschaft, noch waren wir bereit, einen grossen Aufwand zu betreiben.»

Die St. Galler dagegen schon: Sie spielten für ihren Trainer Joe Zinnbauer, der nach dem miserablen Saisonstart arg in der Kritik gestanden ist. Natürlich war der frühere Bundesliga-Coach des Hamburger SV erleichtert. So sehr, dass ihm in der Medienkonferenz etwas die Worte fehlten. Er schloss sich der Meinung seines deutschen Landsmanns Babbel an, mehr Worte brauchte es nicht für das Engagement der siegeswilligen Gastgeber.

Im Gegensatz zu den Gästen aus der Innerschweiz wollten die Ostschweizer unbedingt die drei Punkte ergattern. Während die nach wie vor Tabellenzweiten aus Luzern süss träumend darauf hofften, dass der fünfte Saisonsieg irgendwie schon realisiert werden könnte, powerten die St. Galler drauflos.

Schon zur Pause hätte es 2:0 für das Heimteam stehen können. FCL-Goalie David Zibung rettete gegen Yannis Tafer (33.) und Danijel Aleksic (45.). Dazwischen hätte Marco Schneuwly (35.) mit einem Kopfball das Spiel auf den Kopf stellen können. Der Ball ging übers Tor.

Aleksic (54.) scheiterte dann allein vor dem Tor noch einmal an Zibung. Doch in der 63. Minute passierte es: Roman Buess tauchte nach einem Kopfball von Alain Wiss allein vor Zibung auf und nutzte die Chance zum 1:0. Erneut reichte eine weite Vorlage, um die FCL-Abwehr mit einem Zug schachmatt zu setzen. Woran lag es? Babbel: «Die Zuordnung hat nicht gestimmt, wir haben nur reagiert, nie agiert.» Eine Ausrede wegen der Hitze lässt er nicht gelten: «Mit der Physis hat das nichts zu tun, wir waren vom Kopf her nicht bereit.»

FCL muss Länderspielpause nützen

Der Match war nach dem 0:1 entschieden. Marco Aratore (72.) und der eingewechselte Seifedin Chabbi (93.) erhöhten dann noch auf 3:0. Selbst in dieser Höhe geht der Sieg in Ordnung.

Für Luzern ist es nach dem unglücklichen 2:3 zu Hause gegen Basel die zweite Niederlage. In der Länderspielpause wird Babbel Gelegenheit haben, seinen Profis diesen Rückfall in Sachen mangelhafter Einstellung auszutreiben.

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