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FUSSBALL: Stahel hilft hinten und vorne

Mit seinem sechsten Tor für den FC Luzern rettet Florian Stahel seinem Team in Thun einen Punkt – und sorgt für Stabilität in der zuletzt kritisierten Abwehr.
Jonas von Flüe, Thun
FCL-Verteidiger Florian Stahel (rechts) bejubelt in Thun seinen Treffer zum 1:1, Passgeber Adrian Winter jubelt mit. (Bild: EQ/Daniel Teuscher)

FCL-Verteidiger Florian Stahel (rechts) bejubelt in Thun seinen Treffer zum 1:1, Passgeber Adrian Winter jubelt mit. (Bild: EQ/Daniel Teuscher)

Das hat FCL-Sportchef Alex Frei gar nicht gefallen. Neuzugang Mahmoud Kahraba (19), der noch über keine Spielerlaubnis verfügt, erscheint in der Pause des gestrigen Spiels zwischen Thun und Luzern (1:1) mit vollen Händen auf der Tribüne: links eine Cola, rechts eine Portion Pommes frites und ein Käsesandwich. Der Ägypter kann mit der Schweizer Küche noch nicht so viel anfangen. Immerhin kam für den Muslim eine Bratwurst nicht in Frage.

Die wäre ihm wohl spätestens in der 53. Minute ohnehin im Hals stecken geblieben, als der FCL in Rückstand geriet.

Vier Minuten später aber nutzte FCL-Innenverteidiger Florian Stahel eine Lücke im Thuner Mittelfeld und ging mit dem Ball am Fuss in den Angriff. Nach einem Doppelpass mit Adrian Winter schloss er mit einem wunderschönen Innenristschuss zum 1:1 ab. Kahraba klatschte auf der Tribüne, und Stahel lief zu den zahlreich mitgereisten Fans, die für ein akustisches Heimspiel sorgten. «Ich bin ja eigentlich nicht für meine Tore bekannt», sagte Stahel schmunzelnd, doch auch er musste eingestehen, dass sein gestriger Treffer durchaus sehenswert war. «Adi und ich verstehen uns gut, und dann habe ich den Ball einfach optimal getroffen.»

Stahels zwiespältige Bilanz

Ja, die Luzerner Welt sah gestern bedeutend besser aus, als in der letzten Rückrunde, in der man in Thun ebenfalls 1:1-Unentschieden gespielt hatte. Damals tobte Trainer Carlos Bernegger im Kabinengang, verstand nicht, wie seine Mannschaft den sicher geglaubten Sieg in den Schlussminuten noch verschenken konnte, während seine Spieler mit hängenden Köpfen in die Kabine trotteten. Gestern war die Stimmung locker. Kein Wunder: Die zehn Punkte aus den ersten fünf Partien sorgen für Selbstvertrauen und die nötige Ruhe.

Restlos zufrieden waren die Luzerner mit dem einen Punkt aber doch nicht. Stahel sah seine Mannschaft näher am Sieg und sprach von einem zwiespältigen Gefühl: Zum einen freute er sich natürlich über sein sechstes Tor für den FCL, zum anderen wurmte es ihn, dass seine Teamkollegen aus den zahlreichen Torchancen keinen weiteren Treffer zu Stande brachten. «Die Kaltschnäuzigkeit fehlt uns», bemängelte er. Dabei stellt der FCL hinter Leader YB und Thun mit neun Treffern momentan die drittbeste Offensive der Liga.

Verbessertes Stellungsspiel

Was sich jedoch seit den ersten Saisonspielen verbessert hat, ist das defensive Stellungsspiel. Nur ein Tor kassierten die Luzerner in den letzten beiden Partien, nachdem sie gegen Aarau (2:4) und den FC Zürich (3:2) grosse Mühe mit den gegnerischen Angreifern hatten. Trainer Bernegger spricht von einem Findungsprozess, den seine Mannschaft momentan durchlaufe. «Wir trainieren hart, um Fehlpässe in der Offensivbewegung zu vermeiden. Denn riskante Pässe können schnell gefährlich werden», erklärt er. Auch wenn er in der Defensive ebenfalls Fortschritte sehe, müsse noch einiges verbessert werden. «Die Abstimmung zwischen Offensive und Defensive gefällt mir schon gut.»

Während Tomislav Puljic auch gestern einen unsicheren Eindruck machte, sorgte Stahel genau für jene Stabilität, die Bernegger von seinem Team verlangt. «Wir haben im Vergleich zum Spiel in Aarau sicher Fortschritte machen können, doch unsere Abwehr war nie so schlecht, wie sie dargestellt wurde», sagt der 28-jährige Stahel. Vor zwei Jahren sei die genau gleiche Abwehr ja die beste der Liga gewesen, deswegen wisse er genau, über welche Qualitäten die Luzerner Hintermannschaft verfüge.

Mahmoud Kahraba seinerseits freute sich mit seinen Teamkollegen über den gewonnenen Punkt. Er klatsche im Kabinengang seine Mitspieler ab. Als ihn Carlos Bernegger erspähte, sagte der Trainer: «Du hättest heute das entscheidende Tor gemacht.» Ob der Ägypter den Wink seines Trainers verstanden hat?

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