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FUSSBALL: Sursee sieht wieder Land

Sursee zeigt Charakter und gewinnt das Spiel der letzten Chance in Muri mit 2:1. Bei den Freiämtern nimmt derweil die Ratlosigkeit im Abstiegskampf zu.
Stephan Santschi
Die Hürde Muri übersprungen: Der Surseer Aussenverteidiger Tobias Wyder rennt dem am Boden liegenden Muri-Mittelfeldspieler Baykal Bellusci davon. (Bild: Pius Amrein (Muri, 9. April 2017))

Die Hürde Muri übersprungen: Der Surseer Aussenverteidiger Tobias Wyder rennt dem am Boden liegenden Muri-Mittelfeldspieler Baykal Bellusci davon. (Bild: Pius Amrein (Muri, 9. April 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

In Muri lag gestern das Epizentrum im Abstiegskampf. Die Freiämter, die vor einer Woche in die Abstiegszone gefallen waren, empfingen Schlusslicht Sursee zum sportlichen Überlebenskampf. Die Surseer siegten am Ende mit 2:1, weil sie die solidarischere, kompaktere und auch leidenschaftlichere Mannschaft waren. Das gab selbst der schwer enttäuschte Muri-Trainer Carmine Pascariello zu: «Sursee hat hart gearbeitet bis zum Schluss, das war tipptopp. So kann man etwas erreichen.» Seine Mannen nahm er derweil hart ins Gebet: «Ich habe den Willen, in der 1. Liga zu bleiben, vermisst. Die Spieler haben sich gegenseitig kaum gepusht. Sursee trat als Mannschaft auf, wir mit Einzelspielern. So reicht es hinten und vorne nicht.»

Es war beileibe keine Augenweide, was die Surseer bei herrlichem Frühlingswetter auf den Platz brachten, «die technisch feine Klinge fehlte», stellte ihr Trainer André Grüter hinterher fest. Doch es war von Beginn weg ein Team am Werk, das wusste, worum es ging. Die Defensive liess kaum etwas zu, hatte auch den ehemaligen Publikumsliebling des FC Luzern, Cristian Ianu, über weite Strecken im Griff und lancierte über Lazar Lukic den einen oder anderen gefährlichen Konter über die linke Seite. Zu konkreten Abschlusschancen gereichte das den Luzernern vorderhand nicht, doch das sollte sich nach der Pause und einer klaren Ansprache von Grüter ändern: «Ich forderte von meinen Spielern, dass sie die Bremse lösen. Dass sie in die Box gehen, dorthin also, wo es weh tut.»

Muri ärgert sich über zwei Offsidetore

Freud und Leid lagen so für Sursees Flügel Emanuel Pinto Teixeira in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit nahe beisammen. Zunächst stand ihm ein Gegenspieler auf die Hand, wenig später entwischte er auf der rechten Seite, passte den Ball zur Mitte, wo ihn Muri-Verteidiger Simone Parente über die eigene Linie drückte (48.). Sursee war auch nach dem Führungstreffer die geschlossenere Auswahl und hätte in der 69. Minute beim Lattenschuss von Andreas Bieri fast den Vorsprung ausgebaut. Und dann kamen jene Momente, in denen die so oft vom Pech verfolgten Surseer auch mal Glück in Anspruch nehmen konnten. Innert 120 Sekunden wurden den Aargauern gleich zwei Tore aberkannt, sowohl Tobias Müller (71.) als auch Marko Marjanovic (73.) standen bei ihren Abschlüssen im Offside. Als Dominik Trost auf der Gegenseite mit einem direkt verwandelten Freistoss auf 2:0 erhöhte (77.), schien die Partie entschieden.

Muri aber fand mit dem Mute der Verzweiflung doch noch den Weg in die gegnerische Gefahrenzone, erzwang in der 81. Minute einen Penalty, den Luigi Milicaj souverän zum 1:2 verwertete. Und hätte Marjanovic den Ball aus bester Position in der 89. Minute nicht neben, sondern ins Tor geköpfelt, hätte Muri sogar noch einen Punkt aus diesem missglückten Auftritt ziehen können. So aber beanspruchte Sursee das bessere Ende verdientermassen für sich. Für diese Charakterleistung gebührt der Mannschaft ein Kompliment, «hätten wir verloren, wären wir wahrscheinlich bereits abgestiegen gewesen», vermutete Trainer Grüter. Nun fehlen ihr nur noch drei Punkte auf das rettende Ufer, wo derzeit Zug positioniert ist. Jenes Zug, bei dem Sursee am übernächsten Samstag zum nächsten Finalspiel im Abstiegskampf gastiert.

Muri – Sursee 1:2 (0:0)

Brühl. – 420 Zuschauer. – SR Ghisletta. – Tore: 48. Parente (Eigentor) 0:1. 77. Trost 0:2. 81. Milicaj (Foulpenalty) 1:2. – Muri: Gazsi; Nietlispach, Parente, Knezevic (72. Marjanovic), Matoshi; Streuli, Bellusci (59. Tafa), Müller; Thaqai (82. Keller), Ianu, Milicaj. – Sursee: Peterhans; Kronenberg, Bieri, Huber, Wyder; Liloia; Pinto (75. Vrazic), Graf, Trost, Lukic; Bolliger (65. Nagbe/89. Kozarac). – Bemerkungen: 69. Lattenschuss Bieri. 71. Offsidetor von Müller aberkannt. 73. Offsidetor von Marjanovic aberkannt.

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