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FUSSBALL: Surseer Jubiläumstor sind zwei zu wenig gegen Luzern U21

Die Luzerner Nachwuchsfussballer gewinnen ein attraktives und torreiches Derby beim FC Sursee mit 4:3. Sursee überrascht taktisch – und hat trotz Niederlage einen seltenen Grund zum Feiern.
Luzerns Marco Rüedi (Nummer 10) lässt sich nach dem 1:0 feiern. (Bild: Eveline Beerkircher (Sursee, 19. 8. 2017))

Luzerns Marco Rüedi (Nummer 10) lässt sich nach dem 1:0 feiern. (Bild: Eveline Beerkircher (Sursee, 19. 8. 2017))

Soll man ein Spitzenteam wie die U21 des FC Luzern bezwingen? Sursees Trainer André Grüter griff gestern Abend tief in die taktische Trickkiste. Von der bewährten Viererabwehrkette der letzten Spiele stellte er sein Team um auf eine Dreierabwehr. «Wir sind ein hohes Risiko eingegangen. Wir wollten die Luzerner nicht spielen lassen», erklärte Grüter die Marschroute. Aber: «Unter dem Strich haben wir den einen oder anderen Fehler zu viel gemacht», so Grüter. Denn die taktischen Umstellungen führten nicht zu einem Surseer Sieg, aber zu einem attraktiven und tor­reichen Spiel.

Ruben Vargas, der die Surseer Hintermannschaft mit seiner Geschwindigkeit immer wieder vor Probleme stellte, eröffnete das Skore schon nach weniger als fünf Minuten. Und als Marco Rüedi nach einer halben Stunde auf 2:0 erhöhte, schien es wie gewohnt bei den Duellen von Luzern gegen Sursee: Die spielerisch starke Nachwuchsequipe des FC Luzern würde nun den Sieg locker nach Hause schaukeln. Doch weit gefehlt, wie auch Luzern-Trainer Gerardo Seoane zugeben musste: «Sursee hat es uns brutal schwer gemacht, ein Riesenkompliment an den Gegner. Sie haben uns übers ganze Spielfeld in Zweikämpfe ver­wickelt.» Dies seien seine Spieler nicht gewohnt. Umso mehr habe der Systemwechsel des FC Sursee dazu geführt, dass sein Team «einen unglaublichen Lehrblätz» erlebt hätte. «Man muss auch in den Zweikämpfen bestehen können, um ein Spiel zu gewinnen», so Seoane.

Das 1000. Sursee-Tor in der 1. Liga

Noch vor der Pause wurde der FC Sursee belohnt. Der starke Neuzugang Elvis Bratanovic und Dominik Trost per Penalty konnten bis zur Pause ausgleichen. Wobei der Treffer von Trost historischen Charakter hat: Es war das 1000. Tor des FC Sursee in der 1. Liga! «Wirklich? Das wusste ich nicht», sagte Trost nach der Partie. Es sei für ihn eine grosse Ehre, dass er ein solches Tor mit Geschichtscharakter habe erzielen dürfen. «Schade aber, dass das Tor nicht zum Sieg oder zu einem Punkt gereicht hat, denn wir haben eine sehr gute Leistung abgeliefert. Dieses neue System ist sicherlich eine Waffe, die wir auch in anderen Spielen einsetzen können», so Trost. Dass es Sursee nicht zu einem Punkt gereicht hat, lag an individuellen Fehlern in der Defensive, welche die Luzerner eiskalt ausnutzten. Das frühe Tor von Vargas entstand nach einem katastrophalen Fehlpass von Bieri, dem 2:3 durch Hoxha ging ein leichter Ballverlust von Ehrler voraus. Fehler, die man sich auf diesem Niveau nicht erlauben darf, zumal nicht gegen ein Spitzenteam wie den FC Luzern.

Allerdings dürfen die Surseer zu Recht auf ihre Leistung stolz sein, denn gegenüber dem letzten Herbst, als der FC Sursee monatelang das Tabellenende zierte, ist eine klare Leistungs- und Qualitätssteigerung sichtbar. Und für Sursee-Trainer André Grüter zahlte sich der taktische Wechsel dennoch aus: «Unsere Taktik ging auf. Und je nach Gegner wissen wir nun, dass wir verschiedene taktische Systeme anwenden können.» (cb)

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