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FUSSBALL: Trotz sicherem Rang 3: FCL-Spieler sind für letztes Heimspiel topmotiviert

Obwohl der FC Luzern Schlussplatz 3 auf sicher hat, sind die Spieler für das letzte Heimspiel am Sonntag (16 Uhr) gegen GC besonders motiviert. Das verspricht Routinier Christian Schneuwly.
Daniel Wyrsch
Viel Cleverness, weniger Schnelligkeit: Christian Schneuwly. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 11. Februar 2018))

Viel Cleverness, weniger Schnelligkeit: Christian Schneuwly. (Bild: Walter Bieri/Keystone (Zürich, 11. Februar 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Christian Schneuwly (30) hat zwei Runden vor dem Saisonende 6 Tore und 9 Assists auf seinem Konto. 15 Punkte ist der gemeinsame Topskorer-Spitzenwert beim FC Luzern mit Pascal Schürpf (10 Treffer, 5 Assists). Der aus Wünnewil im Kanton Freiburg stammende Schneuwly und der 28-jährige Basler Schürpf haben auf dem Platz ein fast blindes Spielverständnis. Nach dem 3:2-Sieg am Mittwoch in St. Gallen schwärmte Doppeltorschütze Schürpf, angesprochen auf seinen spektakulären Kopfball zum 1:1: «Dieses Tor konnte ich einfach erzielen, weil die Flanke von Christian Schneuwly pfannenfertig getreten war.»

Flankenspezialist Schneuwly, der in der Vorsaison sogar auf zwölf Assists gekommen war, gibt das Kompliment zurück: «Pascal und ich verstehen uns sehr gut. Er weiss, wohin ich die Bälle spiele, ich kenne umgekehrt seine Laufwege.» Das sei nicht ihre erste gemeinsame Torproduktion gewesen. Sie würden halt auf solche Gelegenheiten spekulieren. «Weil wir nicht mehr die schnellsten Spieler auf dem Platz sind, machen wir das Handicap mit unserer Cleverness wett», sagt er verschmitzt lächelnd.

In der Tabelle 2018 steht Luzern auf Platz 2

Die SCH-Aussenangreifer Schneuwly und Schürpf zählen in der Tat zu den cleversten Spieler im Team und in der ganzen Liga. Mit ihrer Effizienz haben sie einen wichtigen Anteil am derzeitigen Erfolg des FCL. Beide gehören zudem zur Fraktion der Profis, die auch in schwierigen Phasen positiv gestimmt bleiben und Ruhe bewahren. Doch am Mittwoch nach dem zehnten Sieg im 15. Match unter Gerardo Seoane war selbst der sonst eher ruhige Christian Schneuwly nicht mehr zu halten gewesen. Erstmals habe er der Freude freien Lauf lassen können, erzählt er. «Es ist nicht selbstverständlich, dass wir den Sprung von Platz 9 auf 3 geschafft haben. Das ist wohl einmalig», freut er sich über die hervorragende Bilanz im Jahr 2018. In den 15 Runden nach der Winterpause sammelte der FCL 32 Punkte, belegt in dieser Phase hinter Meister YB (38) und vor Basel (30) sogar Platz 2.

Schneuwly genoss die Feierlichkeiten im Hotel Schweizerhof, die bis am Donnerstag in der Früh um 4 Uhr dauerten. Mit den jungen Teamkollegen habe er beim Festen problemlos mithalten können – und findet: «Es war sensationell mit den Fans, sie haben die Feier genossen. Ich glaube, sie freuten sich sehr, dass wir nicht unter uns geblieben sind, sondern nach der Rückkehr aus St. Gallen mit ihnen feierten.» Der Austausch sei sehr schön, wenn es so gut laufe. Schneuwly findet aber generell: «Kompliment an die Anhänger, dass sie immer hinter uns gestanden sind, auch in weniger guten Zeiten. Das ist nicht selbstverständlich.»

Die grosse Frage vor den letzten beiden Partien gegen GC vom Sonntag (16 Uhr, Swisspor-Arena) und in Basel am nächsten Samstag (19 Uhr) ist: Wie könnt ihr eine Spannung aufbauen für Spiele, in denen es nicht mehr um eine Verbesserung in der Tabelle geht? Schneuwly: «Ich glaube, das ist kein grosses Problem. Wir wollen die Saison sicher positiv beenden.» Besonders für das Heimspiel gegen GC, zu dem er viele Fans erwartet, verspricht er ein hellwaches FCL-Team: «Wir geben Vollgas und probieren, die drei Punkte zu gewinnen.» Wenn dann die Meisterschaft am nächsten Wochenende zu Ende geht, wird der Cupfinal vom 27. Mai in Bern im sportlichen Fokus von Christian Schneuwly stehen. Wegen seiner Herkunft aus der Region Fribourg/Bern ist er als Bub YB-Fan gewesen, spielte später auch für die Young Boys. Klar, dass er im Endspiel des K.-o.-Wettbewerbs den Bernern beide Daumen drückt.

«Die YB-Spieler können Geschichte schreiben»

Allerdings auch mit dem Hintergedanken an die eigenen FCL-Interessen, denn nur wenn YB im Final den FC Zürich bezwingt, stehen die Innerschweizer direkt in der lukrativen Europa-League-Gruppenphase. Andernfalls müssten die Innerschweizer eine Qualifikationsrunde überstehen.

Schneuwly spielte bei YB noch mit Marco Wölfli, Steve von Bergen sowie Sportchef Christoph Spycher. Seine Einschätzung ist: «Der Cupfinal wird sicher ein Highlight für die Young Boys, die erstmals seit 60 Jahren das Double holen können. Die Spieler würden in die Geschichte eingehen, wenn sie das schaffen.» Schneuwly ist überzeugt, dass YB extrem motiviert sein wird, «und wir freuen uns auf den Match, müssen schauen, wer gewinnt».

Hinweis
Grosses Interview mit FCL-Trainer Gerardo Seoane in der kommenden Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».

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