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FUSSBALL: Überragendes Sursee im Landderby

Der FC Sursee setzt ein gewaltiges Ausrufezeichen und deklassiert Schötz im 1.-Liga-Derby gleich mit 5:0. Der Beste war Doppeltorschütze Jordan Otomo.
Antreiber im Mittelfeld: Sursees Jordan Otomo (am Ball). (Bild: Nadia Schärli (Sursee, 4. November 2017))

Antreiber im Mittelfeld: Sursees Jordan Otomo (am Ball). (Bild: Nadia Schärli (Sursee, 4. November 2017))

Verwundert rieben sich die 600 Zuschauer auf der Surseer Schlottermilch gestern Abend die Augen. Entgegen der Tabellensituation gewann der FC Sursee das Luzerner Landderby gegen Schötz. Es war nicht nur das hohe Resultat, das für Verwunderung sorgte, sondern auch die Art und Weise, wie das 5:0 zu Stande kam. Auf der einen Seite ein leidenschaftlich kämpfendes, aber auch mit spielerischen Mitteln auftretendes Sursee; auf der anderen Seite ein FC Schötz, der kaum ein Bein vors andere brachte und sich auch gegen die Kanterniederlage nicht gross zur Wehr setzte. Oder wie es Captain Luca Ferricchio nach dem Spiel ausdrückte: «Man hätte auch elf Stecken auf den Platz stellen können. Da war kein Kampfgeist zu erkennen, kein Teamgeist. Das ist der Tiefpunkt in dieser Saison.»

Die Stimmung beim FC Schötz war nach dem Spiel derart im Keller, dass weder Stürmer Labinot Aziri noch Trainer René Erlachner etwas zum Spiel sagen wollten. Das Einzige, was Erlachner über die Lippen brachte: «Ich bin sprachlos – das war zu viel!» Derart vorgeführt zu werden, und dies erst noch im prestigeträchtigen Derby, das ist für die Schötzer schwer zu verkraften. Immerhin redete Luca Ferricchio Klartext: «Jetzt muss sich jeder bei uns selbst hinterfragen. Habe ich alles gemacht, mich richtig vorbereitet, richtig trainiert? Ich hoffe, dass es jetzt im Training auch mal etwas härter zur Sache geht.» Äusserungen, die darauf hindeuten, dass es auf Wissenhusen brodelt und dass auf die Hinterländer vor der Partie gegen Bassecourt eine unruhige Woche wartet.

Ganz anders die Befindlichkeit in der Surseer Kabine. Beim FC Sursee ging alles auf. Nach einem fürchterlichen Stockfehler von Kälin eröffnete Pinto das Skore, danach trafen Jordan Otomo und Elvis Bratanovic je doppelt. Wobei insbesondere Jordan Otomo im Surseer Spiel enorm belebend war. Bezeichnend sein Tor zum 2:0, als er zuerst mit einem einfachen, zur Stadion-Tormusik passenden Hüftwackler seinen Gegenspieler ins Leere laufen liess und Torwart Hönger zwischen den Beinen erwischte. «Wir haben alles genau so umgesetzt, wie es uns der Trainer vorgegeben hat», analysierte Jordan Otomo das Spiel der Surseer. Und er freute sich natürlich auch über sein erstes Doppelpack in der 1. Liga. «Nach der langen Verletzung sind die Tore ein schönes Gefühl, und ich freue mich, dass ich dem Team helfen konnte.»

Schötzer lassen sich taktisch überraschen

In der Offensive zeigten die Surseer ihr volles Potenzial mit teilweise herrlich herausgespielten Kombinationen und mit Effizienz. Und – was in dieser Saison beim Team von Trainer André Grüter nicht selbstverständlich ist: Die Defensive stand stabil, liess den Schötzern kaum eine Torgelegenheit zu. Für Captain und Innenverteidiger Samuel Huber war das zweite Heimspiel in Folge ohne Gegentor ein weiterer Beweis dafür, dass die vorgenommenen Umstellungen fruchten. «Wir spielen mehr auf den Mann und getrauen uns wieder, in die Zweikämpfe zu gehen», sagt Huber. Er vermutet, dass die Schötzer von den Surseern taktisch überrascht wurden, «denn wir spielten von Beginn an Pressing und konnten den FC Schötz so zu Fehlern zwingen. Und mit jedem Tor spielten wir uns noch mehr in einen Rausch. Wir waren total ‹geladen› und wollten dieses Derby unbedingt gewinnen», so Huber. Mit dem nun gewonnenen Selbstvertrauen sei auch im letzten Spiel dieses Kalenderjahres am nächsten Sonntag auswärts in Delémont der eine oder andere Punkt zu holen.

Der Blick auf die Tabelle zeigt jedoch: Der FC Sursee steht nach wie vor im Abstiegskampf, während der FC Schötz sich im gesicherten Mittelfeld befindet. Und dennoch haben sich seit gestern Abend die Vorzeichen total verändert. In Sursee schlug die Ruhe in Euphorie um, während man in Schötz Trübsal bläst und um die richtigen Worte ringt. (cb)

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