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FUSSBALL: «Unser erster Saisonsieg ist überfällig»

Der Erstligist Zug 94 hat erst einen Punkt auf seinem Konto. Aussenverteidiger Marco Weiss glaubt, gegen Buochs den ersten Saisonsieg einfahren zu können. Er spricht von einem guten Omen.
Martin Mühlebach
Aussenverteidiger Marco Weiss in den Farben von Zug 94. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. August 2017))

Aussenverteidiger Marco Weiss in den Farben von Zug 94. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 22. August 2017))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Der erst 22-jährige Marco Weiss, der seine Fussballkarriere beim FC Baar startete und übers Team Zugerland bei der U16 des SC Kriens landete, schwärmt heute noch von seiner Zeit beim Luzerner Vorortclub. «Unter Trainer Bigi Meyer lernte ich enorm viel. Und unter ihm erlebte ich auch mein bisher grösstes fussballe­risches Highlight. Im Schweizer Cup bezwangen wir der Reihe nach Sion, St. Gallen und Ser­vette Genf und qualifizierten uns für den Final gegen den FC Basel. Dass wir gegen die hoch über­legenen Basler eine brutale 0:8-Niederlage einstecken mussten, mochte die Freude über das zuvor Erreichte nicht zu trüben.» Über die Fanionteams des FC Baar und des FC Küssnacht stiess Marco Weiss vor einem Jahr zum Erstligisten Zug 94, wo der gelernte Mittelfeldregisseur zum Aussenverteidiger umfunktioniert wurde.

Nach einer kurzen Angewöhnungsphase an die für ihn ungewohnte Position etablierte er sich unter Trainer Roli Widmer, der ihn schon beim FC Baar unter seinen Fittichen hatte, zum unbestrittenen Stammspieler. Marco Weiss versichert glaubhaft: «Ich bin stolz, ein Teil einer Mannschaft zu sein, in der ein aus­gesprochen guter Teamgeist herrscht. Der Teamgeist ist meines Erachtens der Schlüssel zum Erfolg.»

Der Trainer wird’s schon richten

Nach den ersten drei Saisonspielen hat Zug 94 erst drei Punkte auf dem Konto. Marco Weiss erklärt: «Wir spielen nicht schlecht, aber nach dem Wechsel von Goalgetter Petar Ugljesic zum ­­FC Tuggen bereitet uns die Chancenauswertung noch etwas Mühe. Die neu verpflichteten Stürmer Denis Pozder und Kevin Vögeli kommen aber immer besser in Schuss. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie ihr unbestrittenes Können in Tore ummünzen werden.» Marco Weiss ist überzeugt, dass sich die harten Trainings von Roli Widmer auszahlen werden. Der Trainer erteile klare Anweisungen und lege grossen Wert auf Disziplin. Er fordere viel vom Team und sage sehr offen, was ihm gefalle und was nicht. Jeder Spieler, der sich an die Anweisungen des Trainers halte und sein Bestes gebe, erhalte eine faire Chance auf einen Einsatz im Fanionteam. Marco Weiss betont: «Ich fühle mich wohl bei Zug 94. Ein Clubwechsel wäre höchstens ein Thema, wenn ich von einem oberklassigen Verein ein Angebot erhielte.» Doch selbst dann müsste er es sich gut überlegen. Als Wirtschaftsstudent, im fünften Semester an der Universität Zürich, hätten die beruflichen Ziele Vorrang, sagt er. Derzeit macht Weiss bei der Partners Group AG in Zug ein Praktikum.

Vom Umschaltspiel Dortmunds beeindruckt

Er sei froh, versichert Marco Weiss, etwas zu verdienen und seine Eltern finanziell ein wenig entlasten zu können. «Sie haben für mich schon so viel getan. Als ich noch keinen Führerschein besass, fuhren sie mich wie selbstverständlich zum Training und zu den Spielen. Meine Mutter Patricia bekocht mich heute noch immer, wenn ich zu Hause bin, und sie sorgt dafür, dass ich stets saubere Wäsche zu tragen habe. Ihr bin ich zu grossem Dank verpflichtet, wie auch meinem Vater Walo, der in Zug ein Reisebüro führt und mich schon als kleines Kind mit dem Fussball vertraut machte.» Wie sein Vater sei auch er ein Fan des FC Bayern München. «Wir fahren jedes Jahr mindestens einmal in die Stadt an der Isar, um unsere› Mannschaft vor Ort spielen zu sehen.»

Tony Kroos ist das Vorbild

Als sein fussballerisches Vorbild bezeichnet Marco Weiss, den von den Bayern zu Real Madrid abgewanderten Mittelfeldstrategen Tony Kroos. Er sage es nicht gerne, aber bezüglich der Spielanlage gefalle ihm, wegen des be­eindruckenden Umschaltspiels, ­Bayern Münchens grösster Rivale Borussia Dortmund am besten.

Dieses Eingeständnis zeugt von einem Mann, der mit Offenheit und Selbstbewusstsein und starkem Rückhalt durchs Leben geht. «Den starken Rückhalt verdanke ich nebst meinen Eltern und meiner Schwester Gina auch meiner Freundin Carla Estermann, die ich an der Uni kennen gelernt habe. Ich bin manchmal etwas ungeduldig, wenn etwas nicht auf Anhieb klappt. Carla versteht es dann immer wieder ausgezeichnet, mich von meinem Problem abzulenken und zu beruhigen.»

Imposante Aufholjagd in der Rückrunde

In der vergangenen Rückrunde verblüffte Zug 94 mit einer imposanten Aufholjagd, die dem Verein zum vorzeitigen Ligaerhalt verhalf. Auch der SC Buochs, der morgen um 16 Uhr auf der Hertiallmend zu Gast ist, musste die Heimreise mit einer 1:2 Niederlage im Gepäck antreten. «Dass Buochs unser nächster Gegner ist, ist ein gutes Omen für uns. Ich denke, dass uns die Nidwaldner ein ausgeglichenes Duell liefern werden, aber unser erster Saisonsieg ist überfällig», betont Marco Weiss.

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