FUSSBALL: Verband verärgert Innerschweizer Vereine

Es brodelt bei den Innerschweizer Vereinen. Zahlreiche Trainer und Funktionäre beklagen sich über den Innerschweizer Fussballverband (IFV). Grund dafür seien neue obligatorischen Workshops und der ausgebuchte Schiedsrichter Grundausbildungskurs, heisst es auf regiofussball.ch.

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Die Vereine zeigen dem IFV die gelbe Karte. (Bild: Archiv / Neue LZ)

Die Vereine zeigen dem IFV die gelbe Karte. (Bild: Archiv / Neue LZ)

In den letzten Wochen seien zahlreiche E-Mails von verärgerten Trainern und Funktionären Innerschweizer Fussballvereine bei der Redaktion von regiofussball.ch eingegangen, teilt das Portal auf seiner Homepage mit. In der Kritik stünde dabei der Innerschweizer Fussballverband (IFV). Aus Sicht der Vereine geht der Verband zwei Probleme völlig falsch an. Es geht ein Mangel an Schiedsrichtern und Trainer, genauer um einen Mangel an Angeboten zur Ausbildung derer.

Zu wenige Schiedsrichter, zu wenige Kurse

In der aktuellen Saison hätten bereits Partien verschoben werden müssen, da in der Innerschweiz zu wenige Schiedsrichter verfügbar waren. Der IFV hat dazu die Vereine aufgefordert mehr Schiedsrichter zu stellen, insbesondere Vereine, welche noch ein Defizit diesbezüglich aufweisen. «Doch wie sollen die Vereine Schiedsrichter in einen einzigen bereits ausgebuchten Schiedsrichter-Grundausbildungskurs schicken?», heisst es rhetorisch in der Mitteilung.

Der IFV habe bereits vermeldet, dass der Schiedsrichter-Grundausbildungskurs vom März 2015 mit 25 Teilnehmern restlos ausgebucht sei. Der nächste Grundausbildungskurs finde erst wieder im Herbst 2015 statt. Es gäbe lediglich die Möglichkeit den Kurs in der SSV-Sportwoche in Arosa zu besuchen.

Trainer werden zusätzlich belastet

Viele Fussballvereine würden sich weiter über fehlende Trainer insbesondere im Juniorenbereich beklagen.Sie seien auf Trainer angewiesen, die eine enorme Freitzeitbelastung in Kauf nehmen würden um den Nachwuchs zu fördern.

Nun plane die technische Kommission des Innerschweizer Fussballverbandes neue obligatorische Workshops für Trainer im Bereich der A bis C Junioren. Dies sei eine weitere belastende Aufgabe, welche die vielen freiwilligen Helfer auf sich nehmen müssten. Konkret werden die Kurszeit und -Dauer kritisiert.

Weiter wären die thematischen Inhalte der Workshops nicht bekannt. Viele Betroffene nähmen mit Verärgerung zur Kenntnis, dass diese neu geschaffenen Workshops obligatorisch seien. Ob dies in den Zeiten fehlender Trainer eine förderliche Massnahme sei, wird von den Vereinen in Frage gestellt.

pd/uus