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FUSSBALL: Vladimir Petkovic auf der Suche nach einem Mittelstürmer

Der Surseer Haris Seferovic war als einzige Spitze in der Nationalmannschaft gesetzt. Im Verein spielt er aber praktisch nie. Heute (19.00 Uhr, SRF zwei) in Griechenland wollen sich Konkurrenten aufdrängen.
Muss sich im Schweizer Nationalteam bewähren: der Surseer Haris Seferovic. (Bild: Toto Marti/Freshfocus (Athen, 20. März 2018))

Muss sich im Schweizer Nationalteam bewähren: der Surseer Haris Seferovic. (Bild: Toto Marti/Freshfocus (Athen, 20. März 2018))

2017 war eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte der Schweizer Nationalmannschaft. In neun Länderspielen holte sie sieben Siege, verlor einmal und spielte einmal Remis. Das Jahr wurde mit der vierten WM-Qualifikation in Folge belohnt. Wirklich wichtig sind aber bekanntlich die geraden Jahre, dann stehen Endrunden an. Heute will die Schweiz ins 2018 mit einem Sieg starten, sie simuliert gegen Griechenland das WM-Gruppenspiel gegen Serbien.

Zwar schaue man nicht gross auf den Gegner, betont Nationaltrainer Vladimir Petkovic (54). Dennoch sei er froh, gegen einen Gegner zu testen, der mit dem WM-Gruppengegner vergleichbar sei. Die Serben dürften dennoch eine Stufe stärker einzuschätzen sein als die Griechen. Griechenland verpasste die WM, schied in der Barrage gegen Kroatien mit dem Gesamtskore von 1:4 aus. Zudem haben die Griechen noch andere Probleme geplagt. Das Spiel findet wegen Unruhen im Ligabetrieb in Athen statt (siehe Box). Dass das Spiel nicht wie geplant in Thessaloniki stattfindet, stört Petkovic nicht: «Wir müssen flexibel sein, auch in Athen haben wir ideale Bedingungen.» Viel wichtiger als der Spielort ist dem Tessiner sowieso das Wetter. In Athen ist es derzeit zwar auch nicht ideal, selbst wenn es fast zwanzig Grad Celsius wärmer ist als in der Schweiz. «Gutes Wetter verbessert die Stimmung im Team», sagt Petkovic. Kein Wunder, findet das Trainingslager vor der WM in Russland erneut in Lugano statt.

Das Sorgenkind Haris Seferovic

Der eine oder andere Nationalspieler will sich heute gegen Griechenland und am Dienstag (20 Uhr, Luzern) gegen Panama den Frust von der Seele schiessen. Dies gilt insbesondere für das grösste Sorgenkind, Haris Seferovic. Der Stürmer aus Sursee war in der WM-Qualifikation gesetzt, erzielte vier Tore und bereitete drei weitere vor. Dennoch wurde er mit Pfiffen von den eigenen Fans nach dem Barrage-Rückspiel gegen Nordirland (0:0) in Basel verabschiedet. Seither läuft es für den 26-Jährigen auch im Klub nicht mehr rund. In den letzten 17 Runden spielte er für Benfica Lissabon nur noch 34 Minuten. Deshalb braucht Petkovic auf der Position des Mittelstürmers Alternativen.

Die beiden Testspiele gelten daher auch als «Stürmer-Casting». Petkovic sagt jedoch: «Es ist für niemanden eine entscheidende Woche. Sie gibt nur die Möglichkeit, sich zu bestätigen und zusammenzuarbeiten.» Seit Petkovic nach der WM 2014 das Amt des Nationaltrainers übernommen hat, setzte er auf den gleichen Stamm. Daran wird er weiterhin festhalten. Dennoch hat Petkovic neben Seferovic mit Dimitri Oberlin, Breel Embolo, Josip Drmic und Mario Gavranovic vier Spieler aufgeboten, die als Sturmspitze fungieren könnten. Sie wollen sich aufdrängen.

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

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