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FUSSBALL: Wenig Lohn für Blitz-Hattrick

Innerhalb von 6:58 Minuten erzielt Mario Gomez gegen Leverkusen drei Tore und dreht das Spiel im Alleingang. Kurz vor Schluss der Partie schmälert ein 17-jähriger Jungspund die Leistung des Goalgetters.
Jürgen Zelustek und Ralph Durry (sid)
Wolfsburger «Lebensversicherung»: Mario Gomez (vorne). (Bild: Martin Meissner/AP (Leverkusen, 2. April 2017))

Wolfsburger «Lebensversicherung»: Mario Gomez (vorne). (Bild: Martin Meissner/AP (Leverkusen, 2. April 2017))

Jürgen Zelustek und Ralph Durry (SID)

Mario Gomez stand gesenkten Kopfes auf dem Rasen und konnte es einfach nicht fassen. Zögerlich nahm der Stürmer des VfL Wolfsburg seinen Lieblingstrainer Andries Jonker nach dem Abpfiff in den Arm – er war immer noch aufgerüttelt, durchgeschüttelt von einer sensationellen Schlussphase beim 3:3 (0:1) in Leverkusen. «Ich kann irgendwie nicht glücklich sein», seufzte Gomez.

Mit dem viertschnellsten Hattrick der Bundesliga-Geschichte hatte der deutsche Nationalstürmer ein verloren geglaubtes Bundesligaspiel auf den Kopf gestellt. 2:0 für Leverkusen nach 79 Minuten, dann dreimal der zuvor so glücklose Gomez in nur 6:58 Minuten (80., 83., 87., Foulelfmeter) – und plötzlich stand es 2:3. Dann kam der eingewechselte Jungprofi Kai Havertz (17) und schnappte den Wölfen doch noch enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf weg.

Mehmedi in der Startformation

Der VfL liegt nach 26 Spieltagen einen Punkt vor dem Relegationsplatz 16, Bayer auch nur drei Punkte. «Das kostet Nerven», sagte Jonker, unter dem Gomez immer trifft, konsterniert: «Du glaubst, noch was holen zu können, holst auch was – und dann schenkst du es wieder her.» Gomez erzielte seine Saisontore zehn, elf und zwölf. Sein Mitspieler Christian Träsch nannte Gomez «unsere Lebensversicherung». Bayer-Trainer Tayfun Korkut erlebte gestern den wohl aufregendsten seiner 43 Geburtstage: «Immerhin haben wir am Ende noch mal eine Reaktion gezeigt», sagte er. Korkut wartet weiter auf den ersten Sieg mit der «Werkself». Die schmeichelhafte Führung für die Gastgeber hatte Karim Bellarabi erzielt, der in der 40. Minute ein präzises Zuspiel von Charles Aranguiz zu seinem zweiten Saisontreffer verwertete. Für Bayer war es wettbewerbsübergreifend nach 303 Minuten ohne Torerfolg der erste Treffer. In der 65. Minute traf Nationalspieler Kevin Vol­land nach feinem Hackentrick des eingewechselten Havertz zum 2:0.

Bayer, das kurzfristig auf Torjäger Javier «Chicharito» Hernandez (Oberschenkel) und Kevin Kampl (Infekt) verzichten musste, agierte vom Start weg mit drei gelernten Stürmern: Der Schweizer Nationalspieler Admir Mehmedi, Kevin Volland und Routinier Stefan Kiessling, der nach langer Zeit mal wieder in der Startformation stand, stellten die Wolfsburger Hintermannschaft vor ihrer neuen Nummer eins Koen Casteels aber zunächst vor keine grossen Probleme.

Vor 28576 Zuschauern, darunter der ehemalige VfL-Sportchef Klaus Allofs, hatten die Gäste in der zwölften Minute die ­erste gute Möglichkeit, als Riechedly Bazoer Keeper Bernd Leno mit einem beherzten Schuss von der Strafraumgrenze prüfte. In der 22. Minute hätten die Niedersachsen in Führung gehen müssen, aber Gomez, der bereits vier Minuten zuvor an Leno gescheitert war, verpasste um Haaresbreite eine hervorragende Hereingabe von Vieirinha. Bayer agierte zunächst viel zu einfallslos und versprühte erstmals bei einem Weitschuss von Bellarabi in der 33. Minute Gefahr. Kurz darauf gelang dem Offensivspieler die glückliche Führung.

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