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FUSSBALL: Willisau siegt auch auf Kunstrasen

Der SC Obergeissenstein (2. Liga regional) kann gegen den FC Willisau nicht punkten: 1:2-Niederlage. Die beiden Topskorer Manuel Bucheli und Christian Binde haben für einmal Ladehemmungen.
Ruedi Vollenwyder
Obergeissenstein-Mittelfeldspieler Reto Albisser (am Ball) dringt in den Willisauer Strafraum ein. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 24. März 2018))

Obergeissenstein-Mittelfeldspieler Reto Albisser (am Ball) dringt in den Willisauer Strafraum ein. (Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 24. März 2018))

Ruedi Vollenwyder

regionalsport@luzernerzeitung.ch

12 der 33 geschossenen Tore gehen beim SC Obergeissenstein auf das Konto von Manuel Bu­cheli (30). Beim FC Willisau sorgte der unverwüstliche 34-jährige Christian Binde mit den bisherigen 18 Treffern dafür, dass sein Team wieder an die Türe zur 2.-Liga-Interklasse anklopfen kann. Im Match gegen den SC Obergeissenstein musste der FC Willisau für einmal auf Tore von Christian Binde verzichten. Dafür sprang mit Abwehrstratege Dominik Vogel ein viel Ruhe ausstrahlender Spieler in die Bresche. Der Tabellenzweite unter dem Trainerduo Roger Felber/Gody Bühler bekundete allerdings gegen die kämpferisch überzeugenden, aber spielerisch zu wenig bietenden Stadtluzerner unter Trainer Micha Egli etwelche Mühe, um die anvisierten drei Siegpunkte zu sichern.

Nach einer torlosen ersten Halbzeit mit nur zwei Willisau-Chancen (25./27.) von Manuel Dahinden (OG-Goalie Jérome Hajnal wehrte toll ab) und Simon Brun, brauchte es ein unkontrolliertes Einsteigen von José Pereira im Strafraum, um den niveaumässig schwachen Match zu lancieren. Dominik Vogel versenkte den Elfmeter souverän (52.) zur 1:0-Führung. Mit der ersten nennenswerten OG-Chance fiel völlig überraschend der Ausgleich. Ein weites Zuspiel von Marc Wattenberg verwertete Reto Albisser zum 1:1 (64.). Die Entscheidung fiel in der 79. Minute. Diesmal holte Christoph Günther im Strafraum den kurz zuvor eingewechselten Gjon Paluca von den Beinen: erneuter Elfmeter. Auch diesmal zeigte Dominik Vogel keine Nerven und versorgte den Ball zum 2:1-Siegtreffer. OG verzeichnete kurz vor Schluss durch Reto Albisser noch eine Torchance zum Ausgleich. Doch er konnte das weite Zuspiel von Manuel Bucheli nicht nützen. Der 30-jährige OG-Torschütze vom Dienst, der mit dem SC Buochs in der Saison 2014/15 gar 36-mal ins gegnerische Tor traf (Bucheli: «Solche Highlights bleiben immer haften») war mit dem Auftritt seiner Teamkollegen trotz der Niederlage zufrieden. «Wir haben dem starken Gegner mit unserem kampfbetonten Auftreten viel abverlangt. Unser grosses Manko ist aber das Kreieren von Torchancen. In der ersten Halbzeit sah ich keine. Erst ganz zum Schluss der Partie konnten wir eine, zwei Möglichkeiten herausarbeiten. Zu wenig, um erfolgreich zu sein.» Seiner Meinung nach hat Willisau, «dem wir spielerisch und auch technisch nicht das Wasser reichen konnten, verdient gewonnen». Bucheli meinte, was das Topskorer-Duell angeht, ironisch schmunzelnd: «Den Christian Binde, den hatte unsere Defensivabteilung im Griff.»

Zwei Aussetzer der SCOG-Verteidigung

Ganz und gar nicht cool agierten hingegen die OG-Defensivleute in den Szenen, welche zu den beiden spielentscheidenden Elfmetern führten. In diesen Zweikampfaktionen war zu wenig Cleverness auszumachen. Diese beiden Aussetzer der OG-Abwehrleute liessen Architekt Dominik Vogel kalt. Der viel Ruhe ausstrahlende 29-jährige Innenverteidiger löste die Penalty-Aufgaben souverän. Auf seine Coolness angesprochen, meinte er spassig: «Jemand muss ja die Ruhe bewahren. In meinem Team hat es genug Hitzköpfe.»

Für den Innenverteidiger, der vor zwei Jahren vom FC Schötz zum FC Willisau wechselte, war klar, dass der Match gegen die im Abstiegskampf stehenden OG-aner nicht zu einem Selbstläufer wird. «Wir mussten uns auf dem kleinen Spielfeld und der für uns ungewohnten Spielfeldunterlage dem Gegner anpassen. Deshalb unsere von aussen gesehen unattraktive Hau-Ruck-Spielweise.» Und erklärt: «Wir haben uns dieser Aufgabe gestellt und diese Vorgabe meiner Meinung nach gut gelöst. Allerdings hätten wir in diesem Match viel früher alles klarmachen müssen. Die Chancen waren da.» Auch ohne die sonst fast selbstverständlichen Tore von Christian Binde.

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