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3 Mal Freude, 3 Mal Frust: Diese Schweizer WM-Momente bleiben in Erinnerung

Die Tür zum Viertelfinal schien für die Schweizer Nationalmannschaft weit offen zu stehen. Doch nach dem Aus gegen Schweden bleibt die grosse Enttäuschung. Welche rot-weissen Momente bleiben dennoch von der WM 2018 in Erinnerung? Ein Rückblick.
Martin Oswald, Tim Naef

Freude Nummer 1:
Valon Behrami dominiert Superstar Neymar

So kennen ihn die Schweizer Fans; kämpfend bis zum Umfallen. Valon Behrami zeigte im Startspiel gegen Brasilien eine grossartige Leistung und gab gegen den brasilianischen Ballzauberer keinen Ball verloren. Neymar bekam die aggressive Härte des Schweizers Mal um Mal zu spüren und so bleibt dieses Bild für lange Zeit in Erinnerung; Ein lächelnder Valon Behrami, ein gequälter Neymar.

(Bild: Keystone)

(Bild: Keystone)

Apropos Neymar: Die Theatralik des Brasilianers sorgte im Netz für jede Menge Häme.

Freude Nummer 2:
Das Tor von Shaqiri gegen Serbien

Die Dramaturgie war perfekt. Nachdem die Schweiz früh in Rückstand geraten war, drehte das Team von Trainer Petkovic in der zweiten Halbzeit mächtig auf. Zuerst gelang Granit Xhaka ein herrliches Tor zum Ausgleich und dann kam der grosse Auftritt von Xherdan Shaqiri. Es lief die 90. Minute, ein langer Pass in die Tiefe, Shaqiri spurtete auf das gegnerische Tor zu und erzielte unter Bedrängnis den Schweizer Siegestreffer. Die rot-weisse Fangemeinde zwischen Genf und Arbon lag sich in den Armen.

Die Jubelpose ohne Doppeladler. (Foto: Keystone, Laurent Gillieron)

Die Jubelpose ohne Doppeladler. (Foto: Keystone, Laurent Gillieron)

In zweifelhafter Erinnerung bleiben wird aber auch der Doppeladler-Jubel von Shaqiri und Xhaka, welcher zu tagelangen Diskussionen unter Fans, Politikern und in den Schweizer Medien sorgte. Lesen Sie dazu den Kommentar von Tagblatt-Sportredaktor Christian Brägger.

Freude Nummer 3:
Torhüter Yann Sommer und seine Paraden

Der Torhüter im Dienste von Borussia Mönchengladbach spielte ein starkes Turnier und war wesentlich dafür mitverantwortlich, dass sich die Schweiz für den Achtelfinal qualifizieren konnte. Mal für Mal hexte er einen gegnerischen Abschluss um den Pfosten. Auch im entscheidenden Spiel gegen Schweden bewahrte Sommer die Schweizer vor einem Gegentreffer - bis ihn schliesslich mit Akanji ein eigener Verteidiger düpierte. Leider macht ein Sommer allein noch kein Sommermärchen.

Respekt für seine "Big Saves" bekam er auch aus dem Ausland.

Frust Nummer 1:
Viel Pech beim entscheidenden Gegentor

Es war einer der wenigen Schüsse der Schweden, welche das Spiel schliesslich entschied. Emil Forsberg fand die Lücke in der Schweizer Verteidigung und hielt drauf. Die TV-Zeitlupen zeigen; der unplatzierte Schuss wäre leichte Beute für den gut postierten Yann Sommer gewesen, denn der Ball kam geradewegs auf ihn zu. Innenverteidiger Manuel Akanji, der ein ansprechendes Turnier spielte, stellte in bester Absicht den Fuss dazwischen und lenkte damit den Ball unhaltbar ins eigene Tor. Pech.

Akanji mit dem entscheidenden Ablenker ins eigene Tor. (Bild: Keystone)

Akanji mit dem entscheidenden Ablenker ins eigene Tor. (Bild: Keystone)

Der abgelenkte Schuss in der Wiederholung:

Frust Nummer 2:
Ideen- und kampflose Schweizer

Wenn die kleine Schweiz an einem grossen Turnier etwas erreichen will, dann kann sie dies nicht mit Klasse und Können allein, sondern sie muss kämpfen. Diese Tugend bewies die Truppe von Petkovic in den letzten Jahren immer, wenn es zählte. Auch an der WM gegen überlegene Brasilianer und starke Serben. Doch gegen bescheidene Schweden fehlte im entscheidenden Spiel der Biss, der letzte Wille.

Die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. (Bild: Keystone)

Die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. (Bild: Keystone)

Frust Nummer 3:
Eine goldene Generation und dennoch kein Exploit

Was hat man von dieser National-Elf geschwärmt. Seit der EM 2016 hat sie in 20 Partien nur einmal verloren. Geprägt von einer Generation spielstarker Secondos, schienen der Nati Flügel zu wachsen. Teamgeist, Trainer, Talent - alles schien zu passen, um endlich einmal über den Achtelfinal hinauszukommen. Doch für den grossen Coup scheint die Schweiz nie bereit. Nicht zu Zeiten von Chapuisat, Knup und Bregy, nicht mit Streller und Frei, und auch nicht mit Xhaka und Shaqiri. Letzterer meinte nach dem Spiel:

«Wir müssen lernen, solche Spiele zu gewinnen.»

Die Schweiz besteht in diesen Duellen um alles oder nichts einfach nicht. 2006, 2014, 2016, 2018. Viermal in den Achtelfinals, viermal ausgeschieden. Vor allem eine Zahl hinter den vier Niederlagen ist erbärmlich: In den vier Achtelfinals gegen die Ukraine, Argentinien, Polen und Schweden gelang der Schweiz ein einziges Tor.

Ein enttäuschter Granit Xhaka nach dem Aus gegen Schweden. (Bild: Keystone)

Ein enttäuschter Granit Xhaka nach dem Aus gegen Schweden. (Bild: Keystone)

Und so bleiben am Ende den Spielern, wie auch den Fans, nur Frust und Enttäuschung.

Frustrierte Fans im Public Viewing in Winterthur. (Bild: Keystone, Melanie Duchene)

Frustrierte Fans im Public Viewing in Winterthur. (Bild: Keystone, Melanie Duchene)

(Bild: Keystone, Melanie Duchene)

(Bild: Keystone, Melanie Duchene)

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