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Blatter wäre noch im Amt

WM-Kolumne
Daniel Good

Erst in der K.-o.-Runde nimmt eine Fussball-WM Fahrt auf. Das zeigt sich auch am Turnier in Russland. Deshalb muss der internationale Fussballverband Fifa dringend das Format ändern. 128 Mannschaften sollen künftig an einer WM teilnehmen. Von der ersten Begegnung an gilt das K.-o.-System. Damit es schon zu Beginn des Turniers zu spannenden Partien kommt, gibt es keine gesetzten Teams.

Der WM-Modus mit 1/64-Finals bringt ausschliesslich Vorteile. Die Gruppenphase mit lauen Partien wie Japan gegen Polen in der vergangenen Woche entfällt. Selbst Liechtenstein darf hoffen, einmal WM-Teilnehmer zu sein. Die Niederlande, Italien und wohl auch Österreich wären an der Endrunde immer dabei.

Um seine Popularität zu steigern, hat Fifa-Präsident Gianni Infantino das WM-Feld für 2026 von 32 auf 48 Mannschaften aufgestockt. Das ist falsche Bescheidenheit. Bescheidenheit ist ein Wort, das sie in der Fifa sonst nicht kennen und meiden wie der Teufel das Weihwasser. Wenn Infantino das Teilnehmerfeld auf 128 Teams erhöht, ist er auf Lebzeiten gewählt. Denn die Anzahl WM-Teilnehmer ist eines der wichtigsten Argumente im Wahlkampf eines Fifa-Präsidenten. Je mehr WM-Teams, desto besser. Hätte Sepp Blatter den 128er-Modus eingeführt, wäre er immer noch Präsident.

2026 ist das ideale Jahr, um substanziell aufzustocken. Das Turnier in acht Jahren findet in den USA, Mexiko und Kanada statt. In diesen grossen Ländern gibt es genügend Sportstätten, um 64 Erstrundenpartien durchzuführen. Und der jetzt für 2026 angedachte Modus mit 16 Dreiergruppen ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Es drohen viele Vorrundenspiele wie Japan gegen Polen, als die Asiaten alles machten, um einen 0:1-Rückstand zu verteidigen. Denn die knappe Niederlage reichte für die Achtelfinals.

Der neue Modus ist nur eine sanfte Revolution. Der Weltmeister bestreitet wie jetzt sieben Spiele und muss das letzte gewinnen.

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