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Frankreich ist nun das Team Afrikas

Die afrikanische WM-Bilanz ist schwach. Kein Team kam über die Gruppenphase hinaus. Mit Frankreich hat der Kontinent aber weiter ein Eisen im Feuer: 14 Spieler haben afrikanische Wurzeln.
Daniel Gerber
Die Spieler Frankreichs, im Vordergrund Florian Thauvin, jubeln nach dem gewonnenen Match gegen Argentinien. (Bild: Felipe Trueba / EPA (Kazan, 30. Juni 2018))

Die Spieler Frankreichs, im Vordergrund Florian Thauvin, jubeln nach dem gewonnenen Match gegen Argentinien. (Bild: Felipe Trueba / EPA (Kazan, 30. Juni 2018))

Afrikas Teams floppten an der Fussball-WM in Russland. Von den 15 Spielen der fünf Teams wurden nur drei gewonnen: Nigeria siegte gegen Island 2:0; Senegal gewann 2:1 gegen Polen; Tunesien setzte sich mit dem gleichen Resultat gegen Panama durch. Keine Mannschaft schaffte es über die Gruppenphase hinaus – das geschah letztmals 1982.

Dennoch hat der Kontinent noch ein hochkarätiges Eisen im Feuer: Nicht weniger als 14 Spieler der 23 Athleten des Mitfavoriten Frankreichs verfügen über ­afrikanische Wurzeln. So beispielsweise der erst 19-jährige Kylian Mbappé von Paris Saint-Germain, dessen Eltern aus Kamerun stammen, dem Land des amtierenden Afrika-Cup-Siegers. Mbappé erzielte im Achtelfinal mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten den entscheidenden 4:2-Vorsprung gegen Argentinien. Nun spielt Frankreich morgen (16 Uhr) gegen Uruguay den Viertelfinal.

Afrika-Spieler auf sämtlichen Positionen

Die Herkunft der afrikanischen Spieler Frankreichs erstreckt sich auf weite Teile des Kontinents: Drei Spieler stammen aus der Demokratischen Republik Kongo – Steve Mandanda, Presnel Kimpembe und Steven Nzonzi. Nordafrika ist mit Adil Rami (Marokko) und Nabil Fekir (Algerien) ebenso vertreten wie Westafrika beispielsweise mit Ousmane Dembélé. Der Vater der FC-Barcelona-Offensivkraft stammt aus Mali, während die Mutter ihre Wurzeln in Senegal und Mauretanien hat. Mit Blaise Matuidi von Juventus Turin erfreut sich die «Grande Nation» eines Vertreters mit Herkunft aus Angola und somit dem südlicheren Afrika.

Mit dabei sind zudem sämtliche Positionen auf dem Spielfeld: von Torhüter Steve Mandanda, der in Kinshasa in der DR Kongo zur Welt gekommen ist, über Verteidiger wie Samuel Umtiti, der in Yaounde (Kamerun) das Licht der Welt erblickte, oder Paul Pogba (die Wurzeln des Manchester-United-Stars liegen in Guinea) bis hin zur Offensive mit Mbappé und Dembélé.

Eine afrikanische Kontinentalauswahl

Dank Frankreich kann Afrika auch nach dem Ausscheiden der fünf eigenen Mannschaften mit einer Art Kontinentalauswahl mitfiebern.

Und auch bei Belgien, einem weiteren hoch gehandelten Viertelfinalisten, der morgen um 20 Uhr gegen Brasilien antritt, haben acht Spieler – allesamt in Belgien geboren – ihre Wurzeln in Afrika, fünf davon (Vincent Kompany, Dedrick Boyata, Youri Tielemans, Romelu Lukaku und Michy Batshuayi) in der DR Kongo, der ehemaligen belgischen Kolonie. Marouane Fellaini und Nacer Chadli haben Verbindungen zu Marokko, während Mousa Dembélé malische Wurzeln hat. So ist Afrika nach dem Aus von Ägypten, Marokko, Nigeria, Senegal und Tunesien indirekt noch in den Viertelfinals vertreten.

Übrigens standen auch in der Schweizer Nati sieben Spieler mit afrikanischen Wurzeln im Team: Yvon Mvogo, François Moubandje und Breel Embolo wurden in Kamerun geboren; Johan Djourou in der Elfenbeinküste und Gelson Fernandes auf Kap Verde. Die Wurzeln von Manuel Akanji und Denis Zakaria liegen in Nigeria respektive in der DR Kongo.

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