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Illustre Experten kommentieren die Spiele an der Fussball-WM

Von Gary Lineker über Eric Cantona bis zu José Mourinho – an der WM kommentieren diverse Persönlichkeiten das Geschehen auf den Plätzen.
Kristof Stühm (SID)
Gary Lineker ist als Moderator für die BBC an der WM im Einsatz. (Bild: PD)

Gary Lineker ist als Moderator für die BBC an der WM im Einsatz. (Bild: PD)

Gary Lineker ist mittlerweile auch schon 57 Jahre alt, aber immer noch erstaunlich gut in Form – und das ist für Englands TV-Zuschauer keine schlechte Nachricht. Sollte die englische Nationalmannschaft am Sonntag in Russland den WM-Titel gewinnen, will der Experte der BBC und ehemalige Captain des Nationalteams äusserst knapp bekleidet eine Sendung moderieren. «Es wäre grossartig», sagte Lineker, der weiss, wie man Aufmerksamkeit schafft. Als sein Heimclub Leicester vor zwei Jahren überraschend englischer Meister wurde, moderierte er eine Ausgabe von «Match of the Day», die englische TV-Fussballsendung, nur in Unterhosen bekleidet.

Das «Who is Who» des Fussballs kommentiert wieder das Geschehen rund um die WM – und Lineker ist so etwas wie der Anführer. Der ehemalige Stürmer ist schlagfertig, selbstironisch, meinungsstark und bietet dem Publikum auch Emotionen. «Es macht mir nichts aus, zuzugeben, dass ich danach eine Träne im Auge hatte», sagte Lineker nach Englands historischem Triumph im Penaltyschiessen gegen Kolumbien. Seine Kollegen Alan Shearer, Frank Lampard und Rio Ferdinand stellt er mit seiner lockeren Art wie selbstverständlich in den Schatten.

Der Albtraum von Eric Cantona

Eine treue Fangemeinde hat sich längst auch Eric Cantona erarbeitet. Der komische Kauz unter den Experten macht sich mit witzigen Videos bei Eurosport über die grossen WM-Themen lustig. So nennt der langjährige Stürmer der französischen Nationalmannschaft seinen Rollkoffer mittlerweile Neymar. «Man muss ihn nur leicht berühren, und er dreht und dreht sich - für Stunden», sagt Cantona, der auch von einem nächtlichen «Albtraum» heimgesucht wurde: «England dominierte so wie die Deutschen.» Dieser Albtraum könnte noch Realität werden.

Nicht ganz so beliebt wie Lineker und Cantona sind Peter Schmeichel, Europameister 1992 mit Dänemark, und José Mourinho. Sie lassen sich für ihre Auftritte bei «Russia Today», einem kremlnahen Sender, der auch «Tele-Putin» genannt wird, fürstlich entlöhnen. Laut Medienberichten erhält allein Mourinho über 400 000 Euro pro Tag als Experte. Doch der Portugiese hat ganz andere Probleme. Das Schwierigste an dem Job sei es, «sich jeden Morgen zu rasieren». Das mache er sonst nicht.

Derweil irrlichtert Diego Maradona nicht mehr nur auf der Tribüne umher, auch vor der Kamera ist der einstige Wunderknabe kaum noch ernst zu nehmen. In seiner eigenen Show bei «Telesur» in Venezuela sprach er von einem «monumentalen Betrug», der Kolumbien gegen England um den Einzug in die Viertelfinals gebracht habe, und deutete wegen der Ansetzung des Schiedsrichters Mark Geiger aus den USA eine Fifa-Verschwörung an.

Harsche Kritik an den TV-Frauen

Bittere Realität ist derweil der Sexismus gegenüber Frauen, welche die WM-Spiele kommentieren oder analysieren. Neben Claudia Neumann vom ZDF wurden auch Hanna Marklund in Schweden und Vicki Sparks in England massiv angefeindet. BBC-Kommentatorin Sparks begleitete in Russland als erste Frau überhaupt im britischen Fernsehen ein WM-Spiel und wurde dabei nicht nur von irgendwelchen Trollen im Internet beschimpft, auch Abwehr-Legende John Terry liess sich zu einem Spruch verleiten. «Ich muss mir dieses Spiel ohne Ton anschauen», sagte der langjährige Captain des FC Chelsea und der englischen Nationalmannschaft.

Auf der Insel analysieren zudem mit Alexandra Scott und Eniola Aluko erstmals zwei ehemalige Profispielerinnen als Expertinnen die Partien. Dabei produzierte Frankreichs Altmeister Patrice Evra mit seinem Macho-Gehabe gegenüber Aluko in einer Livesendung einen Eklat. Nach einer Analyse Alukos applaudierte Evra hämisch und fügte an: «Sie weiss mehr über Fussball als wir.» Der «Guardian» wählte ihn zuletzt zum schlechtesten WM-Experten in England.

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