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Kommentar

Warum Europa um den Weltmeistertitel spielt

Die Weltmeisterschaft geht in die entscheidende Phase. Von 32 Mannschaften in Russland sind noch 4 übrig: Frankreich, Belgien, England und Kroatien. Also nur europäische Teams.
Raphael Gutzwiller, Moskau

Zur europäischen Dominanz kommt es bereits schon zum fünften Mal in der Geschichte. 1934, 1966, 1982 und 2006 standen ebenfalls nur europäische Teams in den Halbfinals. Schon die Besetzung des Achtelfinals hatte Europa geprägt (10 von 16 Mannschaften), im Viertelfinal waren es bereits 6 von 8 Teams. Dabei hatten die europäischen Aushängeschilder enttäuscht: Holland und Italien haben sich nicht qualifiziert, Deutschland scheiterte in der Vorrunde, Spanien im Achtelfinal.

Doch andere europäische Nationen führen die Dominanz Europas weiter. Belgien mit seiner goldenen Generation, Frankreich und England mit den Früchten einer starken Nachwuchsarbeit und Kroatien mit starken Einzelspielern und besonders viel Leidenschaft. Was alle vier Mannschaften eint, ist eine mannschaftliche Geschlossenheit. Es sind Teams, die in jedem Mannschaftsteil stark besetzt sind. Fast alle Spieler spielen in europäischen Topvereinen.

Südamerika ist geschlagen. Peru scheiterte in der Vorrunde, Argentinien und Kolumbien im Achtelfinal, Uruguay und Brasilien im Viertelfinal. Argentinien und Brasilien machten ihr Spiel von einem Spieler abhängig (Messi, Neymar), dem kleinen Land Uruguay fehlte es an der Breite im Kader. Das Team konnte den verletzten Cavani nicht ersetzen.

Noch viel dramatischer als für die Südamerikaner sieht die Lage für die asiatischen und afrikanischen Teams aus. Sie halten nur dann einigermassen mit, wenn – wie im Fall der knapp ausgeschiedenen Senegalesen, der Nigerianer oder der Japaner – der Grossteil des Kaders bei europäischen Vereinen unter Vertrag steht.

Die eigenen starken Ligen und die damit verbundene gute Nachwuchsarbeit dürften der Hauptgrund für die Dominanz der Europäer sein. Und wie im Clubfussball wird die Dominanz der Europäer zunehmen. Daran wird auch eine Aufstockung auf 48 Mannschaften nichts ändern. Die Europäer profitieren mit nur drei Startplätzen mehr im Verhältnis am wenigsten. Sie dürften wohl aber auch künftig den Titel unter sich ausmachen.

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