FUSSBALL: Wo die Wolle wie Gold ist

Die Schweiz spielt am Freitag (20.45 Uhr, SRF zwei) auswärts in der WM-Qualifikation gegen das Team der Färöer-Inseln. Ein Blick in Zahlen auf die im Mittelalter entdeckten sogenannten Schafsinseln.

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Idyllische Färöer im Dorf Funningur. (Bild: Marc Perella/Getty)

Idyllische Färöer im Dorf Funningur. (Bild: Marc Perella/Getty)

Turi Bucher

arthur.bucher@luzernerzeitung.ch

882 Meter hoch ist der höchste Berg auf den Färöern. Er heisst Slaettaratindur. 70'000 Schafe gibt es auf den Inseln, 5000 Fussballer.

Dies und weitere Fakten in unserer Bildergalerie:

6000 Zuschauer fasst das Nationalstadion der Färöer-Inseln. Es wurde im Jahr 2000 eingeweiht, steht in der Hauptstadt Torshavn und heisst Torsvöllur (Thors Platz). Für Uefa-Qualifikationsspiele ist die Zahl der Besucher auf 4800 begrenzt. Es gibt auf den Färöern insgesamt zehn Fussballstadien. (Bild: Georgios Kefalas / Keystone)
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210 Regentage gibt es pro Jahr durchschnittlich auf den Färöer-Inseln. Das Wetter auf den Färöern ist feucht und äusserst wechselhaft. Die Luft ist meist klar, und es herrscht oft ein frischer Wind. Auf Sturm und Regen muss man eingestellt sein, doch es gibt selten gänzlich verregnete Tage. (Bild: Matt Dunham / EPA)
9,1 Grad Celsius ist die Durchschnittstemperatur auf den Färöer-Inseln im Juni. Die Durchschnitts- temperatur in den Sommermonaten beträgt 11 Grad Celsius, im Winter 3 Grad. Im Winter bleibt auf den Inseln im Nordatlantik gelegentlicher Schnee in den bewohnten niederen Lagen nicht lange liegen. (Bild: Georgios Kefalas / EPA)
882 Meter an Höhe misst der höchste Berg auf den Färöern. Der Berg heisst Slaettaratindur, was übersetzt «flacher Gipfel» heisst. Der Slaettaratindur liegt ganz im Norden der zweitgrössten Insel Eysturoy. Vom Gipfel aus kann man bei schönem Wetter die gesamten Färöer überblicken. Direkt gegenüber im Nordosten erhebt sich der Gráfelli, mit 856 Metern der zweithöchste Berg des Archipels. Insgesamt gibt es auf den Färöern zehn Berge, die über 800 Meter aus dem Meer ragen. (Bild: Visit Faroe Islands)
18 Inseln gehören zu den Färöern, auf dem Bild Tindhólmur. Die grösste Insel heisst Streymoy, hat rund 22'000 Einwohner und ist 373,5 Quadratkilometer gross. Die Hauptstadt Torshavn befindet sich auf Streymoy. Die kleinste Insel (0,8 Quadratkilometer) heisst Litla Dimun und ist unbewohnt. Dazu kommen noch elf Holme und 750 Schären – das sind unbewohnbare Felsengebilde und freistehende Klippen. Kein Punkt auf den Färöern ist mehr als 5 Kilometer vom Meer entfernt. (Bild: Visit Faroe Islands)
70'000 Schafe gibt es auf den Färöer-Inseln. Auf dem Bild zu sehen ist die Stadt Fámjiin. Der Name Färöer bedeutet Schafsinseln. Die färöische Wolle war seit der Wikingerzeit (9. Jahrhundert) über 1000 Jahre bis zur Aufhebung des dänischen Handelsmonopols 1856 die wichtigste Exportware des Landes. «Die Schafswolle der Färöer ist das Gold der Färöer» – dieser Satz ist so etwas wie das inoffizielle Motto des Landes. Die färöische Wolle wird von den Einheimischen gerne als die beste der Welt bezeichnet. Heute prägt aber vor allem die Fischerei die Wirtschaft des Landes. (Bild: Visit Faroe Islands)
0:1 unterlag Österreich am 12. September 1990 auf den Färöern. Eine historisch peinliche Niederlage, ähnlich jener 0:1-Blamage der Schweiz 1996 in Aserbaidschan. Am Freitag heisst es für die Schweiz allerdings nicht «Verlieren verboten», sondern «Siegen ist Pflicht» – dies mit Blick auf den Schweizer Verfolger Portugal. (Bild: Screenshot Youtube)
5000 Fussballer sind auf den Färöer-Inseln aktiv. Das bedeutet umgerechnet, dass rund 10 Prozent der Menschen auf den zum dänischen Königreich gehörenden Inseln kicken. (Bild: Visit Faroe Islands)
0:1 verloren die Färöer ihr erstes Länderspiel. Es fand am 24. August 1988 auswärts gegen Island statt. Von den bisher 175 Länderspielen haben sie 23 gewonnen. Dazu kommen 18 Unentschieden. Auf dem Bild: der aktuelle Färöer-Trainer Lars Olsen. (Bild: Georgios Kefalas / Keystone)
5 Siege aus ebenso vielen Spielen hat die Schweiz gegen die Färöer erzielt. Die Bilanz in Sachen Tore: 17 Schweizer Treffer gegen die Färöer – 2 Färöer-Tore gegen die Schweiz. Auf dem Bild zu sehen ist ein jubelnder Stephan Lichtsteiner nach dessen Tor in der EM-Quali in der Swissporarena. Die Schweiz gewann am 13. November 2016 in Luzern 2:0.
10 Treffer hat der beste färöische Torschütze Rogvi Jacobsen (oben) bisher in Länderspielen erzielt. Der 1,94 m grosse «Wikinger» spielt am Freitag gegen die Schweiz allerdings nicht: Jacobsen ist bereits 38 Jahre alt. Zuletzt viermal Torschützenkönig in Serie wurde in der Färöer-Meisterschaft der 26-jährige Klaemint A. Olsen von der NSI Runavik. Olsen dürfte am Freitag mit dabei sein, hat aber in 8 Länderspielen noch nie geskort. (Bild: Kevin Frayer / EPA)
6:0 gewann die Schweiz (auf dem Bild Johann Vogel, Johan Vonlanthen und Alexandre Rey, von links) am 4. September 2004 in Basel gegen die Färöer. Dieser Sieg in der WM-Qualifikation ist der höchste Schweizer Erfolg gegen die Nordländer. Dem heutigen Wil-Stürmer Johan Vonlanthen gelangen drei Tore. (Bild: Yoshiko Kusamo / EPA)
Drei Penaltys verwertete Kubilay Türkyilmaz beim ersten Länderspiel der Schweiz gegen die Färöer im Oktober 2000. Die Schweiz siegte 5:1. (Bild: Walter Bieri / Keystone)
49'615 Menschen leben laut einer Volkszählung vom September 2016 auf den Färöer-Inseln. Inzwischen machen sich die Färinger daran, die 50 000er-Grenze zu knacken. (Bild: Visit Faroe Islands)
2 Siege landeten die Färinger gegen Griechenland in der Qualifikation zur Euro 2016. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel wurde Griechenlands italienischer Nationaltrainer Claudio Ranieri entlassen. Ranieri seinerseits wurde in der Folge mit Leicester City englischer Meister. (Bild: David Davies / EPA)

6000 Zuschauer fasst das Nationalstadion der Färöer-Inseln. Es wurde im Jahr 2000 eingeweiht, steht in der Hauptstadt Torshavn und heisst Torsvöllur (Thors Platz). Für Uefa-Qualifikationsspiele ist die Zahl der Besucher auf 4800 begrenzt. Es gibt auf den Färöern insgesamt zehn Fussballstadien. (Bild: Georgios Kefalas / Keystone)