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Xherdan Shaqiri: Zuerst das Impf-Chaos, jetzt das Treffen mit Lionel Messi

Wie sich der Schweizer Nati-Star Xherdan Shaqiri in Lyon bereits die Gunst des Publikums sicherte. Und was ihn nun nach einer turbulenten Woche erwartet.

Etienne Wuillemin
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Xherdan Shaqiri hat den Fans von Olympique Lyon bereits in seinem ersten Einsatz grosse Freude bereitet.

Xherdan Shaqiri hat den Fans von Olympique Lyon bereits in seinem ersten Einsatz grosse Freude bereitet.

Laurent Cipriani / AP

Xherdan Shaqiri ist ein Phänomen. Gerade einmal ein paar Wochen sind vergangen, seit er von Liverpool nach Frankreich zu Olympique Lyon gewechselt ist - und bereits ist er auf dem Weg, die Herzen der Fans zu erobern.

Nichts könnte das besser illustrieren, als eine Szene bei seinem Debüt gegen Strasbourg (3:1) am letzten Samstag. Shaqiri macht sich an, einen Eckball auszuführen. Er realisiert, dass die Fans seinen Namen skandieren. Er hebt seinen Daumen, worauf die Shaqiri-Rufe so richtig Fahrt aufnehmen. Wenige Sekunden später bereitet er mit seinem «schwachen» rechten Fuss ein Tor vor und sorgt damit für Ekstase auf den Tribünen.

Nach dem geglückten Start folgt eine Woche, die nicht weniger aufregend und vor allem turbulent ist. Lyon war am Donnerstag in der Europa League bei den Glasgow Rangers zu Gast. Zunächst hiess es, Shaqiri dürfe die Reise nicht mitmachen – weil er erst einmal geimpft ist. Es hätte darum eine 10-tägige Quarantäne gedroht nach der Rückkehr.

Doch plötzlich die Wende: Sein Verein Lyon macht geltend, dass sich Shaqiri in diesem Jahr bereits ein zweites Mal mit Corona angesteckt hat und darum die einfache Impfung genügend Schutz bietet. Also reist Shaqiri mit nach Glasgow, wird in der 71. Minute eingewechselt. Viel auffällige Szenen hat er indes nicht, sein Team gewinnt gleichwohl souverän 2:0.

In der Nati wog seine Abwesenheit schwer – hilft dies dafür seinem Klub?

Und nun folgt am Sonntag das Rendez-Vous mit Lionel Messi, Neymar, Kylian Mbappé und Co. Lyon trifft auswärts auf Paris St.Germain. Für Shaqiri wird es ein erstes grosses Highlight am neuen Wirkungsort. Es ist für Lyon nach einem Saisonstart, der nicht wirklich geglückt ist, die grosse Chance, ein Ausrufezeichen zu setzen. Wobei die Angriffs-Maschinerie von PSG bereits in grosser Form ist, in fünf Ligaspielen wurden 16 Treffer erzielt. Und zuletzt die drei grossen Tenöre im Sturm – Messi, Neymar, Mbappé – erstmals gemeinsam aufliefen. Für Spannung ist gesorgt.

Bleibt für die Schweizer Nati zu hoffen, dass sich die 10 Tage zusätzliche Vorbereitung, die sich Shaqiri mit Lyon während der Länderspiel-Pause gönnte, zumindest mittelfristig auszahlen. Beim 0:0 gegen Nordirland in der WM-Qualifikation wurde offensichtlich, wie sehr Shaqiri fehlt. In drei Wochen steht das nächste Duell mit Nordirland an – seine Kreativität wird der Schweiz gut tun.

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