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FUSSBALL: Zittern bis zum WM-Ticket

Trotz neun Siegen in zehn Spielen musste die Schweiz in die Barrage – und machte es spannend bis zum Schluss.
Schussversuch des Schweizer Offensivspielers Xherdan Shaqiri (rechts) im Regen von Belfast. (Bild: Laurent Gilliéron/Keystone (Belfast, 9. November 2017))

Schussversuch des Schweizer Offensivspielers Xherdan Shaqiri (rechts) im Regen von Belfast. (Bild: Laurent Gilliéron/Keystone (Belfast, 9. November 2017))

In der Nachspielzeit brauchte es sogar noch den Fuss von Ver­teidiger Ricardo Rodriguez, der auf der Linie retten konnte. Erst dann war die Qualifikation zur Weltmeisterschaft Tatsache für die Schweizer Fussballnationalmannschaft. Nach dem 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel in Nord­irland reichte in Basel ein torloses Unentschieden.

Zuvor hatte das Team von Vladimir Petkovic in der Gruppenphase in zehn Spielen neunmal gewonnen, nur in Portugal ging es als Verlierer vom Platz (0:2). Mit 27 Punkten waren die Schweizer trotz der besten Qualifikation aller Zeiten Gruppenzweiter und mussten den Umweg über die Barrage antreten.

Dort wartete mit Nordirland ein Gegner, der auf dem Papier schwächer einzustufen war als das Schweizer Team. Doch einfach sollten es die kämpferisch starken Nordiren dem Favoriten nicht machen. Nur ein äusserst umstrittener Handspenalty sorgte für den Unterschied. Rodriguez verwandelte in Belfast den Elfmeter souverän zum 1:0 – es war der entscheidende Treffer.

Zehn Siege in Serie ist Rekord

Das Ticket nach Russland war der verdiente Lohn einer Schweizer Mannschaft, die sich gefestigt hatte. Der Mix schien zu stimmen. Rund um die Routiniers ­Valon Behrami und Stephan Lichtsteiner übernahmen in der Kampagne Spieler wie Granit Xhaka und Yann Sommer noch mehr Verantwortung. Zudem überzeugte die Schweiz gerade gegen vermeintlich kleine Gegner. Gegen Ungarn, Lettland, die Färöer-Inseln und Andorra gewann man jeweils zweimal. Es ist noch nicht lange her, da hatte die Schweiz dann, wenn sie als Favorit ins Spiel ging, grosse Mühe.

Alles in allem geht das Jahr 2017 als sehr erfolgreiche Zeit in die Geschichte des Schweizer Fussballs ein. Das Team von Vladimir Petkovic stellte einen neuen Rekord auf. Zum ersten Mal siegte die Schweizer Nationalmannschaft in zehn Länderspielen in Folge. Zuvor hatte der Rekord bei fünf Siegen gelegen – aufgestellt Anfang der Sechzigerjahre.

Zum bereits vierten Mal in Serie ist die Schweiz im nächsten Sommer an einer Weltmeisterschafts-Endrunde mit dabei. Und die Losfee meinte es gut: Als erster Gegner wartet auf die Schweiz gleich die erfolgreichste Fussballnation der Welt: der fünffache Rekord-Weltmeister Brasilien. Die weiteren Gruppengegner sind Serbien und Costa Rica.

Man darf sich getrost auf ein Fussballfest freuen.

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

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