FUSSBALL: Zug 94: «Hierarchie wird durch Leistung bestimmt»

In der vergangenen Saison sicherte sich Zug 94 mit einem fulminanten Endspurt die Zugehörigkeit zur 1. Liga. Nun wird ein fundierter Neuaufbau vorangetrieben. Heute geht es zum Saisonstart gegen Solothurn (16 Uhr, Hertiallmend).

Martin Mühlebach
Drucken
Teilen
Trainer Roland Widmer hatte in Zug einen Fehlstart, später ging es dann mit seinem Team aufwärts. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 18. März 2017))

Trainer Roland Widmer hatte in Zug einen Fehlstart, später ging es dann mit seinem Team aufwärts. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 18. März 2017))

Trainer Roland Widmer, der im Verlauf der vergangenen Rückrunde das Zepter von Mark Adams übernahm und Zug 94 den Verbleib in der 1. Liga sicherte, hatte bekanntlich keinen leichten Start. Er setzte von Beginn an klare Leitplanken, die nicht von allen Spielern goutiert wurden. Widmer stellte klar: «Wer sich nicht an meine Vor­gaben hält, kann gehen.» Daniel Feuchter und Atdhe Gashi traten sofort zurück, alle anderen Spieler blieben. Die Mannschaft trat wieder als geschlossene Einheit auf – ein fulminanter Endspurt trug Zug 94 vorzeitig den angestrebten Ligaerhalt ein.

Der Erfolg stellte sich nicht zuletzt ein, weil es dem kompromisslos arbeitenden Trainer gelang, die Grüppchenbildung zu unterbinden. Widmer betont: «Ich setze innerhalb des Teams auf Hierarchie, die durch Leistung bestimmt wird und nicht durch Verdienste vergangener Tage.» Im Hinblick auf die bevorstehende Saison haben Widmer und der Verein ein neues Kader zusammengestellt. Sieben Abgängen stehen ebenso viele Neuzuzüge gegenüber, die voll und ganz die Philosophie des Trainers teilen würden. Roland Widmer verlangt von seinen Spielern: «Ich setze relevante Leistungsziele. Jeder Spieler, der zum Einsatz gelangt, muss topfit sein. Er muss im Stande sein, ein hohes Tempo anzuschlagen, und gewillt sein, sich laufend taktisch zu verbessern.»

Erfolg ist seine Triebfeder

Es sei ihm bewusst, sagt der ehemalige Profi beim FC Luzern, dass sich die Spieler im neu formierten Team noch an­einander gewöhnen müssten, um optimal funktionieren zu können. «Die fussballerische Fähigkeit und der Wille, eine Topleistung abzurufen, sind die Pfeiler des Erfolgs. Wenn das Team funktioniert, wird sich der Erfolg von selbst einstellen, und dieser wird im gesamten Umfeld des Vereins eine Aufbruchstimmung auslösen», ist er überzeugt. Wegweisend sei ein guter Saisonstart.

Dem heutigen Auftaktspiel gegen den stark eingeschätzten FC Solothurn (16 Uhr, Herti­allmend) sehe er aufgrund der «optimalen Vorbereitung» zuversichtlich entgegen.

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch