FUSSBALL: Zug-94-Spieler wird Bundesliga-Vertrag vorgegaukelt

Böses Erwachen für Zurap Memeti (17) von Zug 94. Der U-19-Spieler ging davon aus, einen rechtsgültigen Vertrag mit mit dem Bundesligisten 1. FC Köln unterschrieben zu haben. Nun stellte sich heraus, dass das Vertragswerk eine Fälschung seines Spielerberaters Nicola S. ist.

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Das Rhein-Energie-Stadion. Hier wollte Zurap Memeti für den 1. FC Köln auflaufen. (Bild: Google Maps)

Das Rhein-Energie-Stadion. Hier wollte Zurap Memeti für den 1. FC Köln auflaufen. (Bild: Google Maps)

Der Berater Nicola S. hatte dem 17-jährigen Albaner Zurap Memeti von Zug 94 in Mails und Dokumenten ein Angebot des 1. FC Köln vorgetäuscht. Sogar einen kompletten Vertrag hatte er dem U-19-Junior vorgelegt, wie deutsche Medien übereinstimmend berichten. Unterschrieben war das Papier unter anderem vom Berater, einem Anwalt, dem Spieler, dem Vater und von Kölns Geschäftsführer Jörg Schmadtke.

Memeti soll für das Engagement beim Bundesligisten seine Ausbildung in einer Luzerner Privatschule abgebrochen haben. Diese Woche wollte er nach Köln reisen und das Training aufnehmen.

Nach Angaben von bild.de hätte Memeti in Köln monatlich 13'200 Euro verdienen sollen. Sogar Prämien für den Titel (80'000 Euro) und die Champions League (70'000 Euro) waren festgelegt.

Allerdings: Kölns Geschäftsführer kennt Memeti überhaupt nicht. «So etwas ist mir in meiner Laufbahn noch nie vorgekommen. Eine echte Räuberpistole», sagte Schmadtke gegenüber bild.de.

Die Dokumente seinen sogar schlecht gefälscht. Der grosse Leidtragende dieser Geschichte sei der Spieler. «Wir haben schon mit der Familie gesprochen und wollen helfen, dass er zumindest die Schule wieder aufnehmen kann», so Schmadtke

Der 1. FC Köln wird den betrügerischen Spielerberater Nicola S. anzeigen. «Unsere Juristen übernehmen jetzt. Die Polizei wird ermitteln.»

pd/zim