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FUSSBALL: Zug 94 wirft Kickers aus dem Cup

Die Cup-Partie zwischen Zug 94 und Kickers steht lange Zeit auf Messers Schneide. Die Entscheidung zu Gunsten der Zuger fällt erst in der Verlängerung (3:1).
Zug 94 überspringt die Cup-Hürde: Davide Palatucci gegen Eldin Baganovic. (Bild: Maria Schmid (Zug, 7. 10. 17))

Zug 94 überspringt die Cup-Hürde: Davide Palatucci gegen Eldin Baganovic. (Bild: Maria Schmid (Zug, 7. 10. 17))

Mit Zug 94 und Kickers Luzern trafen in der 1. Cup-Qualifikationsrunde der 1. Liga zwei Teams aufeinander, die sich bereits am 2. September in der Meisterschaft gegenüberstanden. Die Luzerner siegten damals 1:0. Bemerkenswert ist, dass das Siegtor der einzige Treffer und der ein­zige Punktegewinn ist, den die Kickers in den bisherigen neun Meisterschaftsrunden erzielten. Für die Zuger, die ihre letzten vier Meisterschaftsspiele gewannen, galt es, sich für diese schmachvolle Niederlage zu revanchieren.

Dieses Vorhaben geriet aber schon früh durcheinander, denn die favorisierten Platzherren wurden kalt erwischt. Nach nur gerade 2 Minuten und 50 Sekunden zogen die Gäste durch einen platzierten Flachschuss von Philippe Fischer 1:0 in Front. Kickers-Trainer Pour Hayavi Zaseh Faras sagte später: «Wir hatten einen Plan, der aufzugehen schien. Es ist bitter, dass dieser Plan durch ein Eigentor und zwei Foulpenaltys zunichtegemacht wurde.»

Die mit langen Bällen operierenden Luzerner machten den sich mehrheitlich in Ballbesitz befindenden, aber zu behäbig und ungenau spielenden Zugern das Leben schwer. Das dokumentiert sich auch in der Tatsache, dass der 1:1-Ausgleich in der 42. Minute durch ein Eigentor des Kickers-Verteidigers Manuel Maumar fiel. Wer glaubte, die Platzherren hätten nun leichtes Spiel, der irrte. Trotz gefühlten 75 Prozent Ballbesitz mussten die Zuger gegen die spielerisch klar unterlegenen Gäste eine Verlängerung in Kauf nehmen.

In der 30 Minuten dauernden ­Zusatzschlaufe schwanden die Kräfte der Luzerner zusehends. Sie vermochten sich oftmals nur noch mit einem Foulspiel zu wehren. So auch in der 96. Minute, als der wirblige Davide Palatucci im Strafraum umgesäbelt wurde. ­Nicola Peter verwandelte den Strafstoss souverän zur 2:1-Führung der Gastgeber.

In der 117. Minute wurde Palatucci erneut im Luzerner Strafraum zu Fall gebracht. Diesmal trat Mirzet Mehidic zur Ausführung an: Er traf, und mit dem 3:1 war der Sieg der Zuger in trockenen Tüchern.

Zugs Trainer Roland Widmer gestand: «Wir wollten spielerisch zum Erfolg gelangen. Das klappte zwar nicht wunschgemäss, aber wir sind im Cup eine Runde weitergekommen. Und letztlich zählt nur dies.»

Martin Mühlebach

regionalsport@luzernerzeitung.ch

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