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FUSSBALL: Zuger Torjäger mit klaren Ambitionen

Zurzeit schiesst er seine Treffer für den Erstligisten Zug 94. Doch der 21-jährige Kemil Festic träumt von einem Engagement bei einem höherklassigen Verein.
Martin Mühlebach
Kemil Festic sagt zum Trainerwechsel bei Zug 94: «Aus sportlicher Sicht war er keinesfalls zwingend.» (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Mai 2018))

Kemil Festic sagt zum Trainerwechsel bei Zug 94: «Aus sportlicher Sicht war er keinesfalls zwingend.» (Bild: Werner Schelbert (Zug, 9. Mai 2018))

Martin Mühlebach

sport@zugerzeitung.ch

Der in Stans wohnhafte Kemil Festic hat seine ersten fussballerischen Gehversuche bei den Junioren des SC Buochs gemacht. Anschliessend trug er in der U14 und U15 die Farben des SC Kriens. Daraufhin wechselte er zur U16 des FC Luzern, den er nach der U18 in Richtung Spanien verliess. «Ich trainierte während zwei Jahre mit dem Segunda-Division-Team von Albacete Balompié. Die Meisterschaftsspiele bestritt ich mit der zweiten Mannschaft in der dritten Division. Es war das bisherige Highlight in meinem Leben», schildert Festic.

Die frohe, offene Art der Menschen, die stets strahlende Sonne und die vergnüglichen Abende in den Strassencafés hätten ihm behagt. «Ich habe Freundschaften geknüpft, die heute noch gehegt und gepflegt werden. Ich kehre jedes Jahr mehrmals nach Spanien zurück, um mich mit meinen im ganzen Land verstreuten ehemaligen Teamkollegen zu treffen.»

Seit Januar 2017 steht der ehemalige Buochser Junior beim Erstligisten Zug 94 unter Vertrag. In der laufenden Saison hat er für die Elf von Trainer Roland Widmer bereits 13 Tore in der Meisterschaft und ein Tor im Cup erzielt. Übers ganze Gesicht strahlend sagt Festic: «Den schönsten Treffer erzielte ich im Vorrundenspiel gegen Black Stars. 20 Meter vor dem Tor stehend nahm ich den Ball an und hämmerte ihn mit dem rechten Fuss ins Lattenkreuz zum 1:0-Sieg»

Die Sache mit Trainer Widmer

Dieses Tor stand am Beginn einer imposanten Aufholjagd, die es Zug 94 vom Tabellenende wegführte. Heute, drei Runden vor dem Saisonende, haben die auf dem achten Tabellenrang liegenden Stadtzuger den angestrebten Ligaerhalt bereits geschafft. Kemil Festic betont: «Dies ist nicht zuletzt das Verdienst von Trainer Roland Widmer. Er hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Aus sportlicher Sicht erfolgt der bereits bekannt gegebene Trainerwechsel keinesfalls zwingend.» Was Zug 94 und Roland Widmer zur Trennung bewogen hätten, wisse er nicht.

Festic weiss auch nicht, wo er in der kommenden Saison auf Torjagd gehen wird. Er sagt zwar: «Mir gefällt es bei Zug 94.» Aber er macht kein Hehl daraus, dass er Ambitionen hegt: «Ich möchte so rasch wie möglich in höheren Ligen Fuss fassen – Kontakte bestehen.» Fussballerische Vorbilder habe er keine, aber er bewundere Spieler wie Ibrahimovic oder Isco. Spieler eben, die genau wüssten, was sie könnten und wollen. Er, so Festic, liebe den schnellen, einfachen Fussball der ihn in seine gewünschten Abschlusspositionen bringe.

Der 21-Jährige investiert viel Zeit in den Fussball und in sein Wirtschaftsstudium an der Uni Zürich. Umso mehr schätzt er die wenigen Stunden, die er im Kreis von Familie und Freunden verbringen kann. Er betont: «Ich bin stolz auf meine Familie. Meine Mutter Ursula ist eine waschechte Urnerin, die mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Von meinem Vater Camil (63) habe ich die Liebe zum Team- und Ballsport geerbt. Er spielte in der jugoslawischen Handballnationalmannschaft als Flügel. Und nach seiner Aktivkarriere trainierte er mehrere Schweizer Handballklubs, unter anderen auch Borba Luzern.» Stolz sei er auch auf seine Schwester Noemi (24), die an der Uni Zürich ihr Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft erfolgreich abgeschlossen habe und nun bei ihrem Uni-Professor ihr Doktorat mache.

Mit Kochlöffel und Kamera

Sehr viel würden ihm auch die Hobbys Kochen und Fotografieren bedeuten, versichert Festic. Nach seinen Kochkünsten gefragt, antwortet er wie aus der Pistole geschossen: «Mein Chili con Carne, in dessen Zubereitung viel Liebe steckt, wird besonders geschätzt.» Wenn er den Kochlöffel mit der Kamera tausche, bevorzuge er Menschen an verschiedenen Anlässen abzulichten. Dabei lege er Wert darauf, dass das Bild Harmonie ausstrahle.

Kemil Festic bezeichnet sich selbst als «ruhigen Typen». Er begegnet seinen Mitmenschen mit einem frohen, offenen Gemüt. Auf dem Platz aber macht er keine Kompromisse.

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