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FUSSBALL: Zuger verschlafen den Wiederanpfiff

Zug 94 drückte der ersten Halbzeit klar den Stempel auf. Nach dem Pausentee drehte Luzern U21 auf und wandelte einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Sieg um.
Der Zuger Julian Wüest (links) versucht sich gegen den Luzerner Lukas Riedmann durchzusetzen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Oktober 2017))

Der Zuger Julian Wüest (links) versucht sich gegen den Luzerner Lukas Riedmann durchzusetzen. (Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 21. Oktober 2017))

Martin Mühlebach

redaktion@zugerzeitung.ch

Der Tabellensechste Zug 94 dominierte die Erstligapartie gegen den Tabellenfünften Luzern U21 in den ersten 45 Spielminuten beinahe nach Belieben. Die Nachwuchself des FC Luzern fand kein Mittel, um vor dem Tor der Gäste für Gefahr zu sorgen. Die zögerlich vorgetragenen Angriffsbemühungen der Platzherren wurden von den Gästen schon früh abgeblockt und mit schnell und direkt vorgetragenen Angriffen bestraft.

Trotz einer Vielzahl von Eckbällen und guten Einschussmöglichkeiten schaute für die Zuger lange nichts Zählbares raus. Dass sie in der 32. Minute durch Nicola Peter mittels Foulpenalty 1:0 in Führung zu gehen vermochten, hatten sie dem ansonsten tadellos aufspielenden Luzerner Keeper Simon Enzler zu verdanken. Er gestand: «Ich sah den Ball in die Tiefe kommen und hätte entschlossen hinauslaufen müssen. Es kam zu einem Prellball, der zwischen den Füssen von Kemil Festic landete, den ich in meinem Rücken übersehen hatte und nur noch durch ein Foulspiel am Torschuss zu hindern vermochte.» Die Zuger 1:0-Führung war hochverdient. Luzerns Trainer Gerardo Seoane sagte nach dem Schlusspfiff: «Wir liessen in der ersten Halbzeit das nötige Engagement und den Willen aktiv nach vorne zu spielen total vermissen. In der Pause verlangte ich von meinen Spielern, diese Tugenden im zweiten Durchgang abzurufen.»

Luzern dreht das Spiel

Seoanes Forderung wurde mustergültig umgesetzt. Seine Elf stürmte nach dem Wiederanpfiff auf Teufel komm raus. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Zug 94 vermochte sich kaum mehr aus der Umklammerung zu lösen. In der 54. Minute wuchtete Stefan Wolf einen scharf getretenen Eckball mittels Kopfstoss zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Nur drei Minuten später führten die Luzerner 2:1 durch ein Tor von Lukas Riedmann. Die Zuger versuchten sich nochmals aufzurappeln, aber ihre Abschlussversuche versandeten in der kompakt stehenden Abwehr der Platzherren oder wurden eine sichere Beute ihres Torhüters. Zugs Trainer Roland Widmer sinnierte: «Wir wussten, dass die Luzerner nach der Pause furios auf den Ausgleich drücken würden. Aber wir waren in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff nicht wach genug und gaben den Vorteil aus der Hand.» Widmer nimmt die Niederlage gelassen. Dass seine Elf nicht mehr zuzusetzen vermochte, führt er auf die grosse Laufbereitschaft des Gegners zurück. Schalkhaft lächelnd schob Widmer nach: «Nun haben wir nach fünf Siegen in Serie wieder einmal verloren. Und da man aus Niederlagen bekanntlich mehr lernt als aus Erfolgen, sehe ich den kommenden Spielen gelassen entgegen.»

Weitere Bilder vom Spiel unter: zugerzeitung.ch/bilder

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