WM14
Beiss-Attacke: So lacht das Netz über «Kannibale» Suarez – die Fifa ermittelt

Die Beiss-Attacke des uruguayischen Spielers Luis Suarez gegen den Italiener Giorgio Chiellini hat Konsequenzen: Die Fifa ermittelt. Derweil rollt im Internet eine Welle des Spotts über den Liverpool-Stürmer.

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Hier beisst Suarez zu.

Hier beisst Suarez zu.

Screenshot SRF

Der notorische Fussball-Beisser Luis Suarez hat wieder zugeschlagen. Im Spiel gegen Italien biss der Uru seinen Kontrahenten Giorgio Chiellini in die Schulter.

Das Internet verwertet die Attacke mit einer Unmenge an satirischen Meldungen (siehe unten).

Weniger lustig findet das Ganze die Fifa. Der Weltfussballverband teilte mit, dass eine disziplinarische Untersuchung gegen Luis Suarez eingeleitet wurde. Es werde erwartet, dass der Spieler und der uruguayische Landesverband bis heute 17 Uhr eine Stellungnahme abgeben.

Die rasche Eröffnung einer offiziellen Untersuchung zeigt, dass die FIFA den Fall ernst nimmt. Bereits am Samstag steht das WM-Achtelfinal zwischen Uruguay und Kolumbien an. Dann muss die Akte Suarez wieder geschlossen sein, um den Turnierverlauf nicht zu gefährden.

Die FIFA beruft sich unter anderem auf Artikel 77.a ihres Disziplinarkodexes. Demnach kann der Weltverband nachträglich einschreiten, wenn eine Spielszene vom Schiedsrichter nicht beobachtet wurde. Dies war offenbar in Natal der Fall.

Da Suarez ein Wiederholungstäter ist, droht ihm eine lange Sperre. Bereits in seiner Zeit bei Ajax Amsterdam und bei seinem derzeitigen Arbeitgeber Liverpool war er für Beissattacken gesperrt worden. Zudem wurde er auch schon wegen rassistischer Äusserungen gegen den Franzosen Patrice Evra für einen längeren Zeitraum verbannt. Bei der vergangenen WM hatte er im Viertelfinal gegen Ghana für ein absichtliches Handspiel auf der Torlinie die Rote Karte gesehen und den Halbfinal gegen Holland (2:3) verpasst. (rhe/sda)

Und im April 2013 biss er den Chelsea-Spieler Branislav Ivanovic.

Insgesamt brachten Suarez seine kannibalischen-Exzesse schon 17 Spielsperren ein.

Gegenüber dem uruguayischen Fernsehender «Canal 10» sagte der Liverpool-Stürmer beschwichtigend: «So etwas geschieht halt während eines Spiels. Wir sind in einem Duell, er haut mir die Schulter in den Mund und am Auge berührt er mich ebenfalls. Aber ehrlich gesagt, daraus sollte man jetzt keine grosse Geschichte machen.»

Und so spottet das Netz über Suarez