WM 2018
Cristiano Ronaldo - der 320-Millionen-Mann

Alle Welt redet über Cristiano Ronaldo, doch der Weltfußballer macht sich bei der WM öffentlich rar. Während seine PR-Maschinerie auf Hochtouren läuft, will CR7 im Achtelfinale gegen Uruguay wieder Tore sprechen lassen.

SID
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320 Millionen Follower: Cristian Ronaldo

320 Millionen Follower: Cristian Ronaldo

ABEDIN TAHERKENAREH

Donald Trump fackelte nicht lange. "Wird Cristiano eines Tages gegen Sie antreten?", fragte der US-Präsident seinen verdutzten portugiesischen Amtskollegen Marcelo Rebelo de Sousa bei dessen Staatsbesuch unter der Woche: "Sie würden nicht gewinnen, das wissen Sie!" Innerhalb weniger Sekunden ging der politische Smalltalk aus dem Weissen Haus um die Welt, der grosse Gewinner: Cristiano Ronaldo.

Ronaldos Instagram-Profil

Ronaldos Instagram-Profil

ZVG

Die PR-Strategen des Superstars von Real Madrid dürften sich im fernen Russland jedenfalls begeistert die Hände gerieben haben. Der (ausnahmsweise mal ungeplante) Coup auf der politischen Weltbühne Washingtons dürfte den Markenwert ihres Klienten pünktlich zum WM-Achtelfinale gegen Uruguay am Samstag (20 Uhr) weiter in die Höhe getrieben haben - dabei ist Ronaldo längst schon König der Sozialen Netzwerke.

Das Prinzip Ronaldo

Das Prinzip Ronaldo funktioniert. Zwar verweigert CR7 weiterhin beharrlich den Kontakt zu Journalisten, beantwortet nach Spielen höchstens die Fragen der Fifa-Bediensteten, doch die Maschinerie des Weltfussballers läuft in den WM-Tagen von Russland wie geschmiert. Ronaldo hier, Ronaldo da: Kein Tag vergeht ohne Schlagzeile über den portugiesischen Angreifer.

Aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung gegen den Fussballstar Cristiano Ronaldo sind auch die Aktien seines Fussballklubs eingebrochen. (Archivbild)
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Hat doppelten Grund zur Freude: Juventus Stürmer Cristiano Ronaldo trifft und bereitet Treffer am Laufband vor, trotz Vergewaltigungsvorwürfen...
Hat ein «reines Gewissen»: der portugiesische Fussballstar Cristiano Ronaldo wehrt sich gegen Vergewaltigungsvorwürfe. (Archivbild)
Cristiano Ronaldos Werdegang
Nicht zufrieden, dass er nicht zu Europas Spieler des Jahres gewählt wurde: Juve-Neuzugang Cristiano Ronaldo
Mit 18 Jahren wurde er von Manchester United unter Vertrag genommen und entwickelte sich dort zu einem Weltklassefussballer.
2009 wird Ronaldo von Real Madrid unter Vertrag genommen. Es war damals der teuerste Transer der Fussballgeschichte.
Nebenbei arbeitet Ronaldo auch als Model. Im Bild für die neue Unterwäsche- und Jeanskollektion von Emporio Armani (2010).
Ronaldo wurde 2008, 2013, 2014, 2016 (im Bild) und 2017 zum FIFA Weltfussballer des Jahres gekürt.
Ronaldo mit seiner Freundin Georgina Rodriguez und seinem Sohn Cristiano Ronaldo Junior. Mittlerweile ist Ronaldo auch Vater von Zwillingen.
Cristiano Ronaldo setzt seine Karriere bei Juventus Turin fort.
Cristiano Ronaldo während einem Testspieleinsatz bei seinem neuen Verein: Juventus Turin.

Aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung gegen den Fussballstar Cristiano Ronaldo sind auch die Aktien seines Fussballklubs eingebrochen. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/LUCA BRUNO

Seine vier Treffer in der Vorrunde, seine vierte (und wahrscheinlich letzte) Jagd nach dem WM-Pokal, sein GOAT-Duell ("Greatest Of All Time") mit Lionel Messi: Während sich alle hysterisch die Köpfe heiß reden, kommuniziert Ronaldo fast ausschließlich über die Sozialen Medien. Dabei lässt sich über den Begriff Kommunikation sogar noch vortrefflich streiten.

Auch vor dem Beginn der K.o.-Runde bedient Ronaldo mal wieder ausschließlich seine Werbepartner: Am Mittwoch präsentierte er einen neuen Schuh, mit dem er seine jüngst erzielte europäische Bestmarke von 85 Treffern abfeiert. Wenige Stunden später launchte er eine neue App zum Thema "schlafen".

Jeder 20. Mensch folgt Ronaldo

Sein seltsames Gebaren verwundert kaum, wirft man einen Blick auf die Zahlen. Ronaldo folgen laut einer Social-Media-Studie, die das PR-Netzwerk Ecco International Communications kurz vor der WM durchgeführt hat, inzwischen 320 Millionen Menschen auf Facebook, Instagram und Twitter. Bedeutet: Fast jeder 20. Mensch auf diesem Planeten hängt an Ronaldos Nachrichten-Tropf. Tendenz steigend.

"Ronaldo hat frühzeitig verstanden, wie wichtig die Sozialen Netzwerke sind, um sich selbst zu vermarkten," sagte Studienleiter Patrick Sutter der Welt. Nike lässt sich seinen lebenslangen Sponsoring-Vertrag mit seinem Markenbotschafter eine Milliarde Euro kosten.

Follower-Rangliste auf Facebook, Instagram und Twitter:

1. Cristiano Ronaldo (Portugal) 320 Millionen

2. Neymar Junior (Brasilien) 192 Millionen

3. Lionel Messi (Argentinien) 181 Millionen

4. James Rodriguez (Kolumbien) 86 Millionen

5. Andres Iniesta (Spanien) 73 Millionen

6. Mesut Özil (Deutschland) 71 Millionen

7. Wilmar Barios (Kolumbien) 70 Millionen

8. Sergio Ramos (Spanien) 63 Millionen

9. Luis Suarez (Uruguay) 61 Millionen

10. Gerard Pique (Spanien) 54 Millionen

10. Marcelo (Brasilien) 54 Millionen