Schweizer Cup

Neun Tore im zweiten Durchgang: Basel gewinnt in Echallens mit 7:2 und steht im Cup-Achtelfinal

Der FC Basel gewinnt im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups gegen den Erstligisten Echallens Region gleich mit 7:2. Was sich zunächst anhört wie ein Spaziergang, war tatsächlich ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich der Oberklassige zumindest 45 Minuten lang enorm schwer tat.

Julian Förnbacher
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FC Echallens - FC Basel
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Samuele Campo trifft zum zwischenzeitlichen 5:1.
In der zweiten Halbzeit ist es eine klare Angelegenheit. Der FCB trifft und trifft.
Echallens kam zwischenzeitlich noch einmal auf 2:1 heran. Doch nach 70 Minuten ist alles klar, 4:1 für den FC Basel.
Basels Albian Ajeti beim Abschluss.
Kurz nach der Pause setzt Ajeti zum Doppelschlag an. Er trifft innerhalb einer Minuten gleich zwei Mal.
Kevin Bua kommt über die linke Angriffsseite.
Basels Kevin Bua beim Eckstoss.
Zahlreiche FCB-Fans sind nach Echallens mitgereist.
Luca Zuffi (rechts) im Zweikampf mit Waidi Adam.
Ricky van Wolfswinkel scheitert zu Beginn der Partie an Echellens-Keeper Ludovic Zwahlen.
Basels Samuele Campo (rechts) hat gegen Echallens Christophe Deblue das Nachsehen.
Basels Kevin Bua (rechts) versucht an Echallens Baptiste Bersier vorbei zu kommen.
Volksfest in Echallens: Die Spieler laufen auf den Platz ein.

FC Echallens - FC Basel

Keystone

Der Spielverlauf: Erst Knorz, dann Feuerwerk

Wäre dieses Spiel erst nach 45 Minuten angepfiffen worden, hätte FCB-Trainer Marcel Koller wohl kaum etwas auszusetzen an der Performance seiner Mannschaft. Dem ist aber leider nicht so. Denn der höchstspektakulären zweiten Halbzeit mit neun Treffern geht ein fahriger erster Durchgang voraus, in dem der FCB zwar stets Herr der Lage ist, seine Überlegenheit aber nur selten in hochkarätige Chancen umzumünzen weis.

Nach dem Seitenwechsel brechen dann alle Dämme: Zuerst sorgt ein Ajeti-Doppelpack aus dem Nichts für eine komfortable FCB-Führung. Zwei Zeigerumdrehungen später jedoch kocht das Centre Sportif de Trois Sapins wieder: Yassine El Allaoui profitiert von einem schlimmen Stoppfehler Eder Balantas und trifft - zwischen den Beinen des unglücklich aussehenden FCB-Keepers Martin Hansen hindruch - zum 2:1.

Der FCB verliert in der Folge aber nicht die Fassung - ganz anders als der Underdog aus der Romandie. Mit dem 3:1 durch Ricky van Wolfswinkel in der 63. Minute ist die Messe gelesen. Die tapfere Gegenwehr der Gäste ist gebrochen - in der Folge wirken die Defensivabteilung und Torhüter Ludovic Zwahlen überfordert. Darum trifft der FCB in Person von Bua, Campo, Oberlin und Frei auch noch viermal.

Den Schlusspunkt setzt aber der FC Echallens Région: Mit einem sehenswerten Freistosstor zum 7:2 sorgt Saliminah Galokho für einen versöhnlichen Abschluss.

Der Beste: Ricky van Wolfswinkel

Bereits nach zwei Minuten könnte der Niederländer den FCB auf die Siegesstrasse bringen. Er zögert jedoch einen Moment zu lange und verpasst die perfekte Abschlussposition - sein Versuch zischt ab Tor vorbei. In der Folge bleibt der Stürmer ein offensiver Aktivposten und sorgt mit seinem Tor zum 3:1 für die Entscheidung.

Das gab sonst noch zu reden: Kein Debüt von Zambrano

Vor dem Spiel war vermutet worden, dass Neuzugang Carlos Zambrano sein Debüt in der Innenverteidigung des FCB geben könnte. Vor dem Spiel dann die Botschaft: Zambrano fällt bis auf Weiteres verletzt aus. Der Peruaner hat sich eine Muskelverletzung am Oberschenkel zugezogen und muss deshalb weiter auf seinen ersten Einsatz in rotblau warten.

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