Fussball
Schweiz gegen die Ukraine - oder das Drama von Köln

Die Schweizer Nationalmannschaft beendet ihr Fussballjahr mit einem Testspiel gegen die Ukraine. Vor vier Jahren trafen die beiden Teams bereits an der WM in Deutschland aufeinander - mit einem bitteren Ende für die Mannschaft von Köbi Kuhn.

Vasilije Mustur
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Keystone

Die Tore zu den Viertelfinals standen weit offen. Nach einem 0:0 Unentschieden gegen Welt- und Europameister Frankreich sowie zweier Siege gegen die Aussenseiter Togo und Südkorea qualifizierte sich die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft unter Trainer Köbi Kuhn ohne Gegentor für die Achtelfinals an der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Darüber hinaus krönte die Mannschaft ihre Leistung in der Vorrunde mit dem ersten Tabellenplatz und konnte damit dem späteren Weltmeister Italien in den Achtelfinals aus dem Weg gehen.

Doch niemand konnte ahnen, welches Drama die Schweizer Nationalmannschaft während der Achtelfinal-Partie gegen die Ukraine ereilen würde.

Die Osteuropäer, im Wissen um die Offensivschwäche der Schweizer Nationalmannschaft, igelten sich im eigenen Strafraum ein und spielten auf Konter. Die Folge: Alex Frei, Marco Streller und Mauro Lustrinelli bissen sich am Abwehrriegel der Ukraine die Zähne aus.

Als es nach 120 Minuten immer noch 0:0 stand, musste das Elfmeterschiessen entscheiden. Und dieses begann denn auch mit einem Paukenschlag. Pascal Zuberbühler parierte einen hervorragend geschossenen Strafstoss von Superstar Andrij Schewtschenko.

Danach nahm das Drama seinen Lauf: Statt sich zu konzentrieren, träumte Marco Streller vor seinem Penalty und widmete sich viel lieber seiner Zunge. Das Resultat: Marco Streller verschoss den fälligen Elfmeter kläglich.

Damit nicht genug: Nach Streller versagten nacheinander Tranquillo Barnetta und Ricardo Cabanas vom Elfmeterpunkt aus und besiegelten das Schicksal der Mannschaft.

Besonders ärgerlich: Kurz vor Ende der Verlängerung wechselte Jakob Kuhn unverständlicherweise mit Alex Frei seinen besten Skorer und Penaltyschützen aus.

Ein Trost blieb der Schweizer Nationalmannschaft jedoch: Die Mannschaft um Alex Frei, Pascal Zuberbühler und Philipp Senderos war die einzige Mannschaft, welche während dem gesamten Turnier in der regulären Spielzeit kein Tor kassieren musste.

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