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Schweizer Test auf Kunstrasen gegen Liechtenstein

Die Schweiz testet am Mittwoch in Thun gegen Liechtenstein. Vier Tage vor dem EM-Qualifikationsspiel in Litauen geht es in erster Linie um die Annäherung an den Kunstrasen.

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Schweizer Nati gewöhnt sich an den Kunstrasen

Schweizer Nati gewöhnt sich an den Kunstrasen

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

Sieben Mal schon hat die Schweiz gegen Liechtenstein gespielt. Sieben Mal hat sie gewonnen. Das letzte Mal vor vier Jahren beim 2:1 in Vaduz. Keines dieser Spiele ist eine Wegmarke in der Geschichte des Schweizerischen Fussball-Verbandes (SFV). In einem Wettbewerbsspiel sind sich Schweizer und Liechtensteiner noch nie begegnet. Und aus Schweizer Sicht war der Aussenseiter vielfach sogar weniger Testspielgegner als vielmehr ein geeigneter Sparringpartner.

In Thun wollen sich die Schweizer vor allem auf den Kunstrasen von Vilnius vorbereiten, wo es am Sonntag gegen Litauen um Punkte in der EM-Qualifikation geht. Da die meisten Schweizer Spieler in einer ausländischen Top-Liga engagiert sind, ist die synthetische Unterlage gewöhnungsbedürftig. Mittelfeldspieler Granit Xhaka spricht von einer "enormen Umstellung".

Vor dem Spiel gegen Liechtenstein sorgte daher der grüne Plastik in der Thuner Arena für mehr Gesprächsstoff als die taktische Vorbereitung und die Startformation. "Immerhin haben wir jetzt schon längere Zeit auf dem Kunstrasen trainiert", ist Xhaka froh, während Captain Gökhan Inler gewohnt ruhig blieb: "Das ist keine grosse Sache. Jeder von uns hat schon mal darauf gespielt. Wenigstens in einem Vorbereitungsspiel oder bei den Junioren."

Die Liechtensteiner sind zumindest auf den ersten Blick im Vorteil. Fünf Spieler aus dem zu erwartenden Team spielen beim FC Vaduz und damit zweimal pro Saison in der Super League in Thun auf Kunstrasen. Der Schweizer Verteidiger Timm Klose sieht darin jedoch keinen Nachteil. "Der Kunstrasen ist eine schnelle Unterlage. Das kommt dem technisch und spielerisch stärkeren Team entgegen. Also müssen wir von Beginn weg zeigen, wer der Favorit ist."

Das Spiel gegen Liechtenstein ist nicht nur die Schweizer Länderspiel-Premiere auf Kunstrasen und in Thun, sondern auch das Debüt von Torhüter Marwin Hitz. "Ich habe lange Geduld gebraucht. Jetzt ist das eine schöne Belohnung für die harte Arbeit der letzten Jahre", so der Keeper von Bundesligist Augsburg. Was er sich für seine Premiere vorgenommen hat? "Alle Bälle halten", sagte er. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass ihm das gegen Liechtenstein gelingt. Die Stürmer von Trainer René Pauritsch haben in der EM-Qualifikation in fünf Spielen erst ein Tor erzielt (gegen Moldawien). Zuletzt gab es auch im Test gegen San Marino bloss einen Treffer.