Thun - Servette 5:1

Thuner deklassieren ermüdete Servettiens

Der FC Thun macht einen weiteren grossen Schritt Richtung Ligaerhalt. Die Mannschaft, die in der Winterpause mit vier Punkten Rückstand Letzter gewesen ist, deklassiert daheim Servette 5:1.

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Thuns Linksverteidiger Chris Kablan (Mitte) freut sich nach seinem Tor zum 2:0

Thuns Linksverteidiger Chris Kablan (Mitte) freut sich nach seinem Tor zum 2:0

KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Innenverteidiger Nikki Havenaar, der japanische Doppelmeter niederländischer Abstammung, brachte Thun schon in der 8. Minute mit seiner Spezialität, einem Kopfball, in Führung. Er verwertete einen Corner von Matteo Tosetti mit einem unhaltbaren Aufsetzer. Nach 32 Minuten traf auch Chris Kablan auf einen Corner Tosettis, allerdings auf unkonventionelle Weise. Der Ball fand von Kablans Schulter via der Schulter von Miroslav Stevanovic den Weg ins Tor. Servettes Goalie Jérémy Frick hatte die Cornerflanke unterlaufen. In zwei anderen Szenen vor der Pause bewahrte Frick seine Mannschaft mit glänzenden Reflexen vor weiteren Gegentoren.

In der zweiten Halbzeit zogen die Thuner noch weiter davon, zumal Goalgetter Ridge Munsy zweimal traf. Der Krienser hat in diesem Frühling in zwölf Einsätzen zehn Tore erzielt.

Thun hatte im Herbst keines von neun Heimspielen gewonnen und nur mit zwei Remis Punkte geholt. Im Jahr 2020 ist die Heimstärke der Berner Oberländer fast schon unheimlich. Nur Luzern konnte einen Punkt aus der Stockhorn-Arena mitnehmen, wogegen der Reihe nach Sion, Lugano, YB, Zürich, Xamax und St. Gallen geschlagen heimfuhren. Derart entfesselt wie im Match gegen Servette erlebte man die Thuner jedoch noch nicht.

Servette geht auf den Zahnfleisch. Die lange Absenzenliste führt dazu, dass die Leistungsträger keine Pausen bekommen und dass sich Trainer Alain Geiger genötigt sieht, immer mehr junge Spieler aus der U21 (2. Liga interregionale) ins Kader zu nehmen und sogar einzusetzen. So debütierten in Thun drei von ihnen in der Startformation oder als Eingewechselte. In der derzeitigen Verfassung ohne Kraftreserven könnte es für die Genfer schwierig werden, den 4. Platz zu verteidigen.

Telegramm und Rangliste

Thun - Servette 5:1 (2:0)

1000 Zuschauer. - SR Bieri. - Tore: 8. Havenaar (Tosetti) 1:0. 32. Kablan (Tosetti) 2:0. 50. Munsy (Castroman) 3:0. 52. Schalk (Ondoua) 3:1. 56. Castroman (Salanovic) 4:1. 71. Munsy (Karlen) 5:1.

Thun: Faivre; Glarner, Havenaar, Stillhart, Kablan (59. Hefti); Tosetti (59. Karlen), Fatkic, Castroman (75. (Breitenmoser), Hasler; Munsy (75. Chihadeh), Bandé (56. Salanovic).

Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Vouilloz (77. Henchoz), Mazzolini (61. Gonçalves); Maccoppi (61. Ricky); Stevanovic (77. Monteiro), Ondoua; Cespedes; Schalk (64. Ajdini), Koné.

Bemerkungen: Thun ohne Bertone, Rapp (beide gesperrt), Bigler, Sutter und Roth (alle verletzt). Servette ohne Cognat (gesperrt), Iapichino, Routis, Sasso, Kyei, Imeri, Tasar und Severin (alle verletzt). Super-League-Debüts von Magnus Breitenmoser (21-jährig), Matteo Mazzolini (19), Noah Henchoz (18) und Lucas Monteiro (19). Verwarnungen: 41. Mazzolini (Foul), 52. Rouiller (Foul), 76. Glarner (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 32/64 (74:40). 2. St. Gallen 32/62 (69:47). 3. Basel 32/56 (65:34). 4. Servette 33/46 (51:42). 5. Zürich 31/42 (40:61). 6. Luzern 32/42 (39:46). 7. Lugano 32/37 (37:41). 8. Thun 33/35 (41:63). 9. Sion 31/29 (33:51). 10. Neuchâtel Xamax FCS 32/27 (32:56).