FC Basel
Urs Fischer: «Wir hätten aufgrund unserer Leistung mehr rausholen müssen»

Urs Fischer zieht nach dem Spiel gegen Saint-Etienne Bilanz - und blickt bereits auf das nächste Spiel voraus. Dieses findet am Sonntag um 13.45 Uhr im Joggeli gegen Vaduz statt.

Céline Feller
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Mit der Leistung gegen Saint-Etienne sei er zufrieden - mit dem Resultat aber nicht. Urs Fischer, FCB-Coach.

Mit der Leistung gegen Saint-Etienne sei er zufrieden - mit dem Resultat aber nicht. Urs Fischer, FCB-Coach.

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Zuerst ein unglücklicher Rückstand, dann eine starke Aufholjagd und am Ende doch eine bittere Niederlage. Das gestrige Spiel gegen AS Saint-Etienne war emotional aufwühlend für den FC Basel. Trotzdem zeigte sich Cheftrainer Urs Fischer kurz nach der Landung sehr nüchtern bei der Betrachtung: «Wir dürfen und müssen mit unserem Auftritt zufrieden sein. Vor allem wie wir nochmal auf 2:2 ausgleichen konnten.» Ganz zufrieden kann Fischer aber natürlich nach der Niederlage nicht sein: «Wir hätten aufgrund dieser Leistung mehr rausholen müssen. Die Gegentore fielen zu einfach. Wir haben ja gewusst, was auf uns zukommen würde», sagt er und spricht damit die Stärke der Franzosen bei den Standards an.

Trotz der Niederlage habe sich aber an der Ausgangslage nichts geändert: «Wenn du weiter kommen willst, dann musst du zu Hause ohnehin gewinnen.» Und genau dazu ist der FCB nun auch verdammt. Jedoch reicht bereits ein 1:0 um die Achtelfinals zu erreichen.

Auch wenn das Spiel noch viel aufzuarbeiten gäbe, Zeit dafür hat der FCB nicht. Bereits am Sonntag empfängt er um 13.45 Uhr den FC Vaduz. Dementsprechend kurz fällt auch die Erholungsphase aus. Nach der Landung gings für die Spieler kurz ins Stadion und dann nach Hause, morgen früh steht aber schon das Abschlusstraining und die Vorbereitung auf Vaduz an. Somit bleibt auch Urs Fischer nicht viel Zeit zum Feiern - der Cheftrainer wird morgen Samstag nämlich 50 Jahre alt. «Wann sollte ich schon feiern? Dazu bleibt keine Zeit.»

Denn Fischer nimmt das Spiel gegen den Tabellenvorletzten nicht auf die leichte Schulter: «Auch wenn ich wahrscheinlich alleine da stehe mit dieser Meinung: Das wird kein einfaches Spiel. Sie sind ein schwieriger Gegner, das haben die letzten beiden Spiele gezeigt.» Diese konnte der FCB jedoch mit 2:0 und 2:1 jeweils für sich entscheiden. «Wir müssen bereit sein, wenn wir als Sieger vom Platz wollen. Sie sind unbequem und unangenehm und spielen einen guten Fussball.»

Mit welchem System der FCB Vaduz knacken will, ist noch nicht klar. Es könnte ein System mit zwei Sechsern und einem Achter, aber auch mit zwei Achtern und einem Sechser sein. Fischer fehlen neben den verletzten Dereck Kutesa und Andraz Sporar (siehe Box) in der Liga auch noch die gesperrten Marc Janko und Taulant Xhaka. Wer Xhaka, der zuletzt im defensiven Mittelfeld gesetzt war, ersetzten wird, wollte Fischer nicht abschliessend beantworten. Mit Alexander Fransson und Naser Aliji hat Fischer aber zwei Spieler in der Hinterhand, deren bevorzugte Position zwar nicht der Sechser ist, die aber beide dort spielen könnten. «Und auch Birkir Bjarnason könnte dort eingesetzt werden.»

Am Schluss werde er sich für das System und die Spieler entscheiden, von denen er überzeugt ist, dass sie die Differenz gegen Vaduz ausmachen können - und ihm ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk.