Fussballklub schoss bei Kündigung Eigengoal

Das Luzerner Obergericht hat die Klage eines Fussballspielers geschützt, der von seinem Klub fristlos entlassen wurde. Die Kündigung erfolgte laut dem am Montag publizierten Urteil zu spät. Der Fall geht nun ans Arbeitsgericht zurück.

Drucken
Teilen
Ein Luzerner Fussballclub (kein Bezug zum Bild) drohte einem Spieler mit fristloser Entlassung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Ein Luzerner Fussballclub (kein Bezug zum Bild) drohte einem Spieler mit fristloser Entlassung. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Kläger spielte in der ersten Mannschaft eines Luzerner Fussballklubs. Als die Mannschaft 2009 aufstieg, wurde er nur noch für die zweite Mannschaft aufgeboten. Diesen Aufgeboten kam er unentschuldigt nicht nach.

Der Klub verwarnte ihn und drohte mit fristloser Entlassung. Nach rund vier Wochen und über 20 weiteren Absenzen des Spielers kündigte der Fussballklub das Arbeitsverhältnis fristlos auf. Der Spieler klagte auf 30'000 Franken Lohnersatz.

Seine Forderung wurde vom Arbeitsgericht abgewiesen. Er zog den Fall ans Obergericht weiter, wo er jetzt vorerst Erfolg hatte. Laut Obergericht erfolgte die fristlose Kündigung zu spät. Wenn ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung gegeben sei, so das Urteil, müsse diese umgehend erfolgen, sonst sei sie ungerechtfertigt.

Der Fall geht nun ans Arbeitsgericht zurück. Dieses muss entscheiden, ob der Fussballklub seinem ehemaligen Spieler die eingeklagten 30'000 Franken bezahlen muss.

sda