GC Amiticia besiegt – aber Raemy verloren

Dank dem 28:22-Heimerfolg über GC Amicitia Zürich klettert der HCK auf Rang 4 in der Tabelle. Den Sieg haben die Krienser mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Nicolas Raemy aber teuer bezahlt.

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Der sechsfache Torshütze Benjamin Steiger beim Sprungwurf. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Der sechsfache Torshütze Benjamin Steiger beim Sprungwurf. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Keine 5 Minuten waren gespielt, und HCK-Linkshänder Nicolas Raemy lag nach einer Angriffsaktion vor Schmerz schreiend in der Defensivzone von GC Amicitia Zürich. Sein Abgang wirkte vorerst wie ein Schock fürs Team. Und Trainer Torben Winther konnte nach dem Spiel kaum Hoffnung machen: «Wir müssen die genauen Untersuchungen am Montag abwarten – aber gut sieht das nicht aus.» Raemy selber war im Rollstuhl bis Spielschluss wieder in der Halle. Bleibt die Hoffnung, dass es nicht ganz so schlimm ist.

Aufs Spiel aber hatte der Vorfall keinen entscheidenden Einfluss. Weil das Team geschlossen Reaktion zeigte und wohl auch für Raemy noch einen Zacken zulegte. Und weil mit Yves Mühlebach ein junger Linkshänder bereit stand, der seine Sache beim ersten längeren NLA-Einsatz mehr als anständig machte.

Zwar gab es bei den Kriensern immer wieder den einen oder anderen Fehler – doch weil bei ihnen mit Roman Schelbert ein Keeper in Topform zwischen den Pfosten stand, blieben diese ohne weitreichende Folgen. GC Ami blieb zwar dran - aber mehr als zweimal den zwischenzeitlichen Ausgleich und damit so etwas wie ein Strohfeuer schafften die Zürcher nicht.

«Gegen so aggressive Deckungen zu spielen ist immer höchst unangenehm,» wusste HCK-Coach Torben Winther das Ergebnis hinterher einzuordnen. Der HCK hatte die Geduld, auf die Chance zu warten. Und er hatte den Nerv, in der Deckung so subtil vorzugehen, dass es nicht zu einer Strafenflut kam. Dieses Strafenverhältnis war denn auch wohl der Schlüssel zum Erfolg an diesem Abend.

Benedikt Anderes/HCK/zim

HC Kriens-Luzern - GC Amicitia Zürich 28:22 (14:12)

Krauerhalle. – 800 Zuschauer. SR Brunner/Salah. – Spielverlauf: 0:1, 4:1, 5:2, 5:5, 7:5, 8:8, 11:8, 13:9, 13:11, 14:11, 14:12; 15:12, 16:14, 17:16, 20:17, 22:18, 24:19, 26:20, 27:21, 28:22.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev; Fellmann (3), Mühlebach (3), Willisch (4), Petrig (1), Båverud (2), Steiger (6), Raemy, Baviera, Hess, Stankovic (8/5), Delhees, Baumgartner (1).

GC Amicitia Zürich: Bringolf/Schubiger (1 Penalty); Ljubanovic (4), F. Maros, Egger (5/1), Spengler (4), Sidorowicz (1), Ramadani, Bajramovic, Freivogel (3), Fongué, L. Maros (5), von Ballmoos.

Bemerkungen: 14. Schelbert hält Penalty Eger (6:5). 60. Schelbert hält Penalty von Egger (28:22). 5. Minute: Nicolas Raemy fällt verletzt aus. – Strafen: Kriens 3, GC Amicitia 6 x 2 Minuten. J.P. Chenet Best Player award: Roman Schelbert (HCK), Aurel Bringolf (GC Ami)