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«GC in Geiselhaft», «beschämende Bilder» – die Reaktionen auf die Schmach von Luzern

So titelten die Zeitungen am Montagmorgen zur abgebrochenen Partie des FC Luzern gegen GC vom Sonntag.
Szenen, die nicht zum Fussball gehören sollten: GC-Fans stürmen von den Rängen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)Szenen, die nicht zum Fussball gehören sollten: GC-Fans stürmen von den Rängen. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
Doch es wurde auch Fussball gespielt – und da war der FC Luzern heute für GC zu stark. Hier bejubeln Idriz Voca, Blessing Eleke und Ruben Vargas das Tor zum 1:0. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)Doch es wurde auch Fussball gespielt – und da war der FC Luzern heute für GC zu stark. Hier bejubeln Idriz Voca, Blessing Eleke und Ruben Vargas das Tor zum 1:0. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)
Luzerns Ruben Vargas (links) im Laufduell mit Cedric Zesiger. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Luzerns Ruben Vargas (links) im Laufduell mit Cedric Zesiger. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Später freute sich Vargas über seinen Treffer zum 2:0. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Später freute sich Vargas über seinen Treffer zum 2:0. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Euclides Cabral schirmt den Ball gegen Luzerns Otar Kakabadze ab. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)Euclides Cabral schirmt den Ball gegen Luzerns Otar Kakabadze ab. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)
Yoric Ravet zeigt sich konsterniert. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Yoric Ravet zeigt sich konsterniert. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
In der 68. Minute begann dann das unrühmliche Ende des Rekordmeisters, als ein Teil ihrer Anhänger von den Rängen stürmten. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)In der 68. Minute begann dann das unrühmliche Ende des Rekordmeisters, als ein Teil ihrer Anhänger von den Rängen stürmten. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
Polizisten reagierten und sicherten das Spielfeld. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Polizisten reagierten und sicherten das Spielfeld. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Der GC-Torhüter Heinz Lindner versuchte, die Fans zu beruhigen – jedoch ohne Erfolg. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)Der GC-Torhüter Heinz Lindner versuchte, die Fans zu beruhigen – jedoch ohne Erfolg. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
Gepanzerte Polizisten auf dem Grün der Swissporarena. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)Gepanzerte Polizisten auf dem Grün der Swissporarena. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
GC-Trainer Uli Forte muss zusehen, wie GC-Anhänger den Abstiegs seiner Equipe besiegelten. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)GC-Trainer Uli Forte muss zusehen, wie GC-Anhänger den Abstiegs seiner Equipe besiegelten. (Bild: KEYSTONE/Ennio Leanza, Luzern, 12. Mai 2019)
Schiedsrichter Alessandro Dudic entschied sich schliesslich, das Spiel abzubrechen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)Schiedsrichter Alessandro Dudic entschied sich schliesslich, das Spiel abzubrechen. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus, Luzern, 12. Mai 2019)
Die Sicherheitskräfte stellten sich vor dem Gästesektor auf. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)Die Sicherheitskräfte stellten sich vor dem Gästesektor auf. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Luzern, 12. Mai 2019)
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FCL-Torreigen, ein verschossener Elfmeter und stürmende GC-Fans

(sar/Watson) Es läuft die 66. Spielminute, die Grasshoppers liegen gegen den FC Luzern mit 0:4 Punkten im Rückstand. GC steht nach 70 Jahren der Abstieg aus der höchsten Spielklasse bevor. Doch damit nicht genug.

Eine Horde eigener Fans droht, den Platz zu stürmen. Zuletzt muss das Spiel unterbrochen werden. «Beschämende Bilder, die für den Zerfall von GC stehen». So titelt am Tag nach der Schande der «Tages-Anzeiger».

Fussball-Schläger hätten keine Vorstellung, wie sehr sie GC und dem ganzen Fussball schaden, heisst es im Artikel. «Der Club wird lange brauchen, um sich von diesem Schaden zu erholen.»

Ähnlich vernichtend klingt es in einem Kommentar vom «Blick» am Montag: «Der tiefe Fall des einst noblen Rekordmeisters GC geht weiter, immer schlimmer. GC schafft es nicht einmal, sich einigermassen erhobenen Hauptes und mit Anstand aus der Super League zu verabschieden.»

In einem weiteren Artikel über den GC-Skandal schreibt die Zeitung, an der Spitze des Hooligan-Mobs sei in Luzern ein altbekannter Neonazi gestanden. Stefan N., der keinen Hehl aus seiner Gesinnung mache, sei es gewesen, der sich bedrohlich vor dem Teamcaptain Heinz Lindner und GC-Präsident Stephan Rietiker aufgebaut und die Herausgabe der Trikots der Spieler verlangt habe. Diese mussten zuletzt kapitulieren und den Schlägern wurden die Trikots übergeben.

Später begründete der Club in einer Mitteilung: «Weil die Situation zu eskalieren drohte, haben wir in Absprache mit den Sicherheitskräften entschieden, der Kurve die Trikots zu übergeben. Die Sicherheit der Spieler und jene der friedlichen Fans im Stadion ist das für uns wichtigste Gut. Die Entscheidung bedeutet nicht, dass wir damit das unsportliche und menschlich fragwürdige Verhalten gutheissen.»

Die «NZZ» kommentiert die GC-Schmach so: «Die Relegation ist drei Runden vor Schluss Tatsache geworden, auf die unrühmlichste Art und Weise. Der Abstieg ist ein Faktum mit monatelangem Prolog.»

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