GC - KRIENS 21:25: HC Kriens erkämpft sich zwei goldende Punkte

Der HC Kriens machte einen weiteren Schritt nach vorne: Bei den Zürcher Grasshoppers behielt die HCK-Truppe die Nerven und holte sich trotz einer verhaltenen Angriffsleistung zwei vielleicht goldene Auswärtspunkte im Kampf um die letzten zwei Finalrundenplätze.

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Der Krienser David Nyffenegger, rechts, im Kampf gegen Ruben Schelbert. (Bild Claude Diderich/EQ Images)

Der Krienser David Nyffenegger, rechts, im Kampf gegen Ruben Schelbert. (Bild Claude Diderich/EQ Images)

Die Stadtzürcher zeigten sich zwar gegenüber der Vorrunde verbessert. Dass das Spiel aber bis am Schluss spannend und phasenweise auch hektisch blieb, lag in erster Linie am HCK, der sich neben einer sehr guten Abwehrleistung in der Offensive noch zu viele Fehler leistete.

Der HCK nahm das Spieldiktat von der ersten Minute an in die Hand. Nicht ein einziges Mal lag der HCK in der Folge zurück - womit er klarmachte, wer in der Halle die grösseren Ambitionen hat.

Grundlage für die Krienser Führung war die gute Deckungsarbeit. Sie knüpften an die Leistung von Bern an und musste in der ersten Spielhälfte dem Gegner gerade Mal 10 Tore zugestehen.

Dies, obschon die Zürcher in der Weihnachtspause die halbe Mannschaft umgekrempelt hatten. Doch Neo-Trainer Carlos Lima (assisteiert vom Altinternationalen Stefan Schärer) musste konstatieren, dass die angekündigten Verstärkungen noch weitgehend wirkungslos blieben. Der Brasilianer Vanini kam vorerst, Goalie Majeri gar nicht zum Einsatz. Einzig der von Kadetten abgeschobene Linkshänder Steven Larson (SWE) kam zum Einsatz. 1 Tor aus 60 Minuten auf Rückraum rechts sagt eigentlich alles.

Wenn aber der HC Kriens trotzdem nicht wunschgemäss aus den Startlöchern kam, dann hatte er es sich selber zuzuschreiben. Denn in der Offensive fehlte der Zug aufs Tor, fehlte die Kreativität und fehlte auch das überraschende Moment noch. Diesbezüglich machte Kriens im Vergleich zum Cupspiel in Bern zwar einen Schritt vorwärts - aber noch mit Luft nach oben. Das gleiche gilt auch für die Chancenauswertung, die bei einigen Kriensern noch nicht das gewünschte Level erreichte.

Getragen wurde das Krienser Spiel von der Rückraumachse. Dani Schmid (6) und Okan Yalciner (6) waren fast für die Hälfte der Tore verantwortlich. Während Okan Yalciner für seine wichtigen Tore noch etwas viele Versuche braucht, ging Dani Schmid gewohnt dorthin, wo es wehtut - und das nach eben erst überstandener Grippe! Wermutstropfen im Krienser Spiel: Die Aussenspieler waren (zu) wenig eingebunden und bekundeten in der engen Halle so ihre Probleme. Wenn sich mit Boris Stankovic trotzdem einer der Flügelspieler als bester Skorer auszeichnete (9Tore), dann deshalb, weil sich der Routinier für seine Feldtore immer wieder den Ball holte und durch seine Vielseitigkeit für überraschende Abschlüsse aus Rückraumpositionen sorgte. Michi Schlegel am Kreis rackerte redlich, stellte eifrig Sperren, war aber sonst in der Zürcher Abwehr gut aufgehoben.

Wie wichtig «taktische» Wechsel sein können, zeigte der HCK in der zweiten Spielhälfte. Zuerst kehrte Roman Schelbert für wenige Minuten auf die Bank zurück, bevor er für «big saves» in der Schlussphase wieder aufs Feld ging. Und Thomas Zimmermann machte nach dem Seitenwechsel Pasci Willisch Platz, ehe der Routinier in der Schlussphase zurückkehrte und mit dem 23:19 3 Minuten vor Schluss für den endgültigen Knackpunkt der Partie sorgte: Er «stahl» in der eigenen Abwehreinen Ball und markierte nach einem Strumlauf übers ganze Feld das 23:19.

Benedikt Anderes / HC Kriens

GC Zürich - HC Kriens 21:25 (10:13)
Sporthalle Utogrund, 200 Zuschauer. SR Sager/Styger. Spielverlauf: 0:1, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 4:5, 6:6, 8:8, 8:11; 10:11, 10:13; 10:14, 11:15, 12:17, 13:18, 16:18, 16:19, 18:20, 19:23, 20:25, 21:25.

GC: Schöpfer/Majeri (nicht eingesetzt); Egger (4), Geiger (2), Maurer, Kovar (4/1), Widmer, Larsson (1), Guitton, Krauthoff (2), M. Schelbert (3), R. Schelbert (3), Vanini.

HC Kriens: Schelbert/Portmann; Schelbert/Portmann (39.-46.); Bislimi, Mitrovic, Nyffenegger (2), Schlegel (1), Schmid (6), Stankovic (9/3), Tschannen, Willisch, Yalciner (6), Zimmermann, Müller.

Bemerkungen: Strafen: GC 2, HC Kriens 6x2 Minuten; 23. Roman Schelbert hält Penalty von Kovar. Erstes Spiel von GC unter dem Trainer-Duo Lima/Schärer.