GEDENKTURNIER IN ISLENBURG: Trotz Niederlagen gute Noten

Die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern haben am Klaus Miesner Gedenkturnier im deutschen Ilsenburg zwar beide Partien in der Gruppenphase verloren. Dennoch hat das Team eine gute Visitenkarte hinterlegt am hochkarätigsten Turner in deutschen Bundesland Sachsen- Anhalt.

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Andraz Podvrsic vom HC Kriens im Angriff.(Themenbild Nadia Schärli/NeueLZ) Sport FOTO Nadia Schärli (Neue LZ)

Andraz Podvrsic vom HC Kriens im Angriff.(Themenbild Nadia Schärli/NeueLZ) Sport FOTO Nadia Schärli (Neue LZ)

Denn angesichts des harten Trainingswoche und der vielen Verletzten zog sich das Team sowohl gegen Ystad aus Schweden als auch gegen den deutschen Bundesligisten MT Melsungen (der
Titelverteidiger) mehr als nur achtbar aus der Affäre.

Die Innerschweizer haben das Startspiel am Klaus Miesner Gedenkturnier in Ilsenburg (vor den Toren Magdeburgs) gegen den schwedischen Spitzenclub Ystad IF mit 32:37 (16:18) verloren. Dabei zeigte der HCK auch nach einem sehr harten Trainingslager eine wirklich gute Leistung und ging die hohe Pace der Skandinavier mit.

Aus einer guten 3-2-1- Deckung heraus unterliefen dem HCK aber in wichtigen Phasen einige Fehler zu viel, weshalb es im Spiel nie zum Umschwung reichte. Dazu kam, dass beim HCK die vielen Rekonvaleszenten ins Gewicht fielen, was die taktischen Möglichkeiten von Coach Torben Winther gegen seinen ex- Club einschränkte. Immerhin aber zeigte die Partie bereits die guten Ansätze in der Spielentwicklung.

Im zweiten Spiel verlor der HCK nach nur kurzem Durchamten gegen Turnier-Titelverteidiger MT Melsungen mit 27:37 (14:19). Erwartungsgemäss waren die knapp 2.5 Stunde Ruhezeit von Spiel 1 zu Spiel 2 sehr kurz und führten den HCK nicht zuletzt auch an seine physischen Grenzen.

Nach einer harten Trainingslager-Woche, aber auch angesichts des knappen Personalbestendes. 20 Minuten lang forderte der HCK den vom Luzerner Matjaz Tominec trainierten Bundesligisten, ehe dieser insbesondere die fehlende Durchschlagskraft der Schweizer und die fehlende Konsequenz in der Deckung schonungslos ausnutzte und davonzog. Mitte der zweiten Hälfte dann ging beim HCK das (kraftmässige) Licht definitiv aus, und der deutsche Favorit zog davon und siegte letztlich klar und verdient.

Der HC Kriens-Luzern schliesst nun das Trainingslager mit dem Klassierungsspiel am Sonntag um 11 Uhr ab. Dann treffen die Innerschweizer auf den Tabellendritten der Gruppe B (Spiele laufen noch).

Benedikt Anderes

Klaus Miesner Gedenkturnier in Islenburg (D), Gruppenspiele 1. Tag

HC Kriens-Luzern - Ystad IF (SWE) 32:37 (16:18)

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev; Willisch (1), Hess (1), Hofstetter (3), Lengacher, Podvrsic, Schlegel (5), Stankovic (8), Steiger (2), Vukelic (8), Zimmermann (4).
Spielverlauf: 2:4, 5:6, 8:9, 10:13, 12:15, 16:18; 18:21, 20:25, 24:28, 25:31, 29:34, 32:37.

Kriens ohne Yalciner, Schmid und Raemy.

HC Kriens-Luzern - MT Melsungen (GER) 27:37 (14:19)

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Aleksejev; Hess (1), Hofstetter (3), Lengacher (1), Podvrsic (2), Schlegel (2), Stankovic (6), Steiger (3), Vukelic (6), Willisch, Zimmermann (2).
Spielverlauf:2:3, 5:5, 7:7, 9:9, 12:14, 14:19, 16:18; 18:21, 20:25, 21:30, 22:32, 24:35, 27:37.

Kriens ohne Yalciner, Schmid und Raemy.